Hallo zusammen,nachdem in den letzten Tagen zahlreiche Schreckensmeldungen gelaufen sind und immer wieder thematisiert wurde, dass es zur Zeit schwierig für Unternehmen ist, Geld zu bekommen, hab ich da mal ein paar Fragen an Euch:
1) Gab es schon Auswirkungen der Finanzkrise bei Euch?
2) Glaubt Ihr, dass die Finanzkrise Folgen für Euren Job hat?
3) Glaubt Ihr, dass sich durch die Finanzkrise Veränderungen im Umgang mit Qualität und der Bezahlung / Bezahlbarkeit von Qualität ergeben?
Viele Grüße
Barbara
_____________________________________
Eine gute wissenschaftliche Theorie sollte einer Bardame erklärbar sein.
(Ernest Rutherford, Physiker)
Antworten:
Hallo Barbara,
1. ja - Auftragsrückgang
2. nein
3. we shall see
Gruß msb
wer die Wahrheit sucht, wird sie finden
Hallo,
1) ja, Auftragsrückgang (ich vermute nächstes Jahr wird es hart)
2) nein (naja zumindest hoff ich das doch stark)
3) Bei den Stammkunden eher nein, bei Neukunden eher ja.
Gruß: Mr.Idea
Hallo Barbara!
1) Verschieben von Großaufträgen und verkleinern der Lagerhaltung beim Kunden.
2) Noch nicht absewhbar, da wir meistens für Anlagen liefern die langfristig geplaqnt sind.
3) Nicht wirklich. Ich glauibe eher, das die Leute verstärkt auf Qualität achten, dies aber nicht unbedingt bezahlen werden.
Gruß
Michael
Hallo Barbara!
1. Nein. Auftragslage ist ganz anständig, bezüglich Eigenkapital und verfügbarem Geld schwimmen wir in der Kohle und die Budgetdiskussion ist genau so übel wie jedes Jahr.
2. Nein. Es ist bei uns erklärtes Ziel, keinen aus der Stammmannschaft zu entlassen, auch wenn's mal ein bischen härter kommt. 1993 haben wir auch gut überstanden. Und inzwischen bin ich schon ziemlich lange dabei...
3. Nö. Der einzige echte Anknüpfungspunkt zur realen Wirtschaft ist die Pleite der amerikanischen Verbraucher. Das mörderische momentan ist das gegenseitige Abwürgen über totales Mißtrauen. Wenn die Schreckstarre wieder überwunden ist, bleiben die Folgen über den Minderkonsum s. o. Aus dem Kaffeesatz lese ich, daß das den momentanen Trend zur Marktaufteilung in "Hauptsache billig" und "Beste Qualität, Preis fast egal" noch etwas verstärken wird. Bei uns (Investitionsgüter) wird sich da nix tun.
Schöne Grüße
Frank
"Es ist alles gesagt - nur noch nicht von jedem." (Karl Valentin)
Ja
Ja
JA
---
Mengenlehre?:
Wenn in einem Raum drei sind und vier rausgehen, dann muss einer wieder rein, damit keiner drin ist.
---
Moin,
vorweg:
Die Bankenkrise ist imho nicht der Auslöser, sondern der Beschleuniger.
Die Zahlen waren bereits davor schlecht.
1) Gab es schon Auswirkungen der Finanzkrise bei Euch?
Ja.
Aktuell erleben wir einen dramatischen Rückgang von Produktionszahlen (Autoindustrie). 500 MA werden von unserem Kunden entlassen, ausgelagerte Prozesse wieder Inhouse geholt, die Rede ist von Kurzarbeit und dem Wegfall der Nachtschicht, was weitere Arbeitsplätze und Zulieferer vernichten wird.
2) Glaubt Ihr, dass die Finanzkrise Folgen für Euren Job hat?
Ja.
Die Gewinne von Ford Europa reichen bei weitem nicht mehr aus, um die amerikanischen Verluste auszugleichen.
Es wird strategische Maßnahmen geben.
Durch meinen Arbeitsvertrag weht ein eiskalter Wind
3) Glaubt Ihr, dass sich durch die Finanzkrise Veränderungen im Umgang mit Qualität und der Bezahlung / Bezahlbarkeit von Qualität ergeben?
Ja.
1. Menschen die sich von früh bis spät Sorgen machen, ob sie nächsten Monat noch ihre Familie ernähren können, wirken sich immer auf die Produktqualität aus.
2. Es dürfen keine Überstunden geleistet werden. Mit allen Auswirkungen auf die Anlage. Vorbeugende Wartung entfällt. Somit Anstieg der Produktionsstörungen.
3. weiter steigender Kostendruck bei den Zulieferern, die sich kaum noch Fachpersonal leisten können und zudem weitere Sparpotentiale bei Mensch und Material überreizen könnten.
Wir sehen interessanten Zeiten entgegen.
Gruß
Harald
Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es.
Noch drei Nachträge, weil es die Spatzen schon von den Dächern pfeifen.
1.
GM dürfte die nächsten 8 Monate nicht überleben.
2. Nachdem wir letzthin gelernt haben, was Subprime ist, läuft gerade die Lektion zu Level 3 Assets und nächste Woche werden wir dann auch wissen, was CDS (Credit Default Swaps) sind.
3. Unserer bunten Kanzlerette laufen mehr und mehr die Medien weg.
Wenn schon aktuell darüber berichtet wird, dass sie und ihre Bande 2005 Dinge beantragt haben http://www.weissgarnix.de/?p=620 , die sie heute lauthals als Auslöser der Krise beklagen, kann man -nicht ohne Schadenfreude erkennen- dass ihr die Jubelperser und die Propagandapresse davonlaufen http://www.ftd.de/meinung/leitartikel/:Kolumne-Banken-gerettet-Staat-pleite/426196.html.
Wie gesagt. Es kommen interessante Zeiten auf uns zu.
Gute Infos und Hintergründe auf:
http://www.jjahnke.net/index.html
....und für Zyniker:
http://www.michaelwinkler.de/Kommentar.html
Gruß
Harald
Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es.
geändert von - Harald E on 15/10/2008 09:07:13
Hallo Barbara,
hier meine Einschätzungen:
1) Gab es schon Auswirkungen der Finanzkrise bei Euch?
Ja - Auftragsrückgang generell, besonders in USA, keine Neubestzung von Stellen, keine Wei terbildungsmaßnahmen
2) Glaubt Ihr, dass die Finanzkrise Folgen für Euren Job hat?
Hoffentlich nedde! Aber bei Kolleginnen und Kollegen aus den produktiven Bereich wird schon gehobelt (Leasingkräfte werden bereits dem Arbeitsmarkt wieder zur Verfügung gestellt)
3) Glaubt Ihr, dass sich durch die Finanzkrise Veränderungen im Umgang mit Qualität und der Bezahlung / Bezahlbarkeit von Qualität ergeben?
Ja - Hohe Demotivation bei den Werkers und auch bei den Angestellten, die sich auch in der Qualität der Arbeit und an den Produkten niederschlägt, zusätzliche Arbeitsbelastungen, da weniger Leute vorhanden, verursachen bereits erkennbare, negative Trends bei der Qualitätsleistung
Gute Zeit!
Qualyman - Qualitäter aus Überzeugung und Leidenschaft, auch wenn´s mal Leiden schafft!
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1) Gab es schon Auswirkungen der Finanzkrise bei Euch?
Bei uns höchstens darin, dass der Auftragseingang nicht mehr ganz so steil erfolgt wie noch im ersten Halbjahr.
2) Glaubt Ihr, dass die Finanzkrise Folgen für Euren Job hat?
Zur Zeit nicht, auch nicht auf festangestellte der Fertigung, bei Leiharbeiter sieht es schon anders aus. Da wir aber auch einen großen Anteil Projektgeschäft haben, mussten wir immer damit rechnen.
3) Glaubt Ihr, dass sich durch die Finanzkrise Veränderungen im Umgang mit Qualität und der Bezahlung / Bezahlbarkeit von Qualität ergeben?
Hoffe nicht. Gehe auch nicht davon aus, dass es unsere Produkte so schnell betreffen wird. Ansonsten aber, ja! Wenn kein Geld vorhanden, dann wird es schwierig Kundenanforderungen zu erfüllen.
Viele Grüße
Ami
Nur mal nebenbei:
Das Rettungspaket der BR beträgt
? 500.000.000.000.-
Bei
80.000.000 Bürger betägt das
? 6250.- pro Kopf (Baby bis Greis)
Damit könnte man in fast der kompl. Dritten Welt ganz, ganz viele Kinder und Erwachsene satt bekommen, eine medizinische Versorgung und Schulausbildung sichern.
Nein, die Milliarden werden einem Business zugesagt, die sich die ganze Zeit raffgierig und ohne große Moral die Taschen voll stopften! Arme Welt!
Danke medi für Deinen Hinweis!
Ignoranz ist nicht Nichtwissen, sondern Nichtwissenwollen.
Werner Mitsch
Aphoristiker * 1936
Gute Zeit!
Qualyman - Qualitäter aus Überzeugung und Leidenschaft, auch wenn´s mal Leiden schafft!
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geändert von - qualyman on 15/10/2008 15:12:12
Hallo zusammen,
1) nein
2) nein, noch nicht
3) ja, eher in Richtung Bezahlbarkeit oder Bezahlwilligkeit.
@qualiman: Leider hast Du Dich um 2 Zehnerpotenzen verrechnet. 6250?/Kopf und da nur die Hälfte arbeitet, werden daraus locker flockig 12500? die der Steuerzahler aufbringen muss.
Gruß,
medi
Hi Medi,
da haste aber Glück gehabt.
Mit Frau und Nachwuchs hab ich über 37.000,- Euronen an der Backe.
....und das Schönste.
Nach Lage der Dinge, wird das nicht reichen.
Gruß
Harald
Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es.
Hi medi12!
Danke für Deinen Hinweis, Du hast ja sowas von Recht!
Mein oller Taschenrechner verkraftete nur 9 Nullen, daher der Fehler.
Mit der E-Funktion kommt tatsächlich das Ergebnis
?6250,-/Kopf raus!
Oh mein Gott, ist ja noch schlimmer!!
Gute Zeit!
Qualyman - Qualitäter aus Überzeugung und Leidenschaft, auch wenn´s mal Leiden schafft!
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geändert von - qualyman on 15/10/2008 15:15:38
...können die direkt von meinem Konto in Island abbuchen...
geändert von - ralfab on 15/10/2008 15:35:11
Hm, machen wirs doch ganz anders. Wir verrechnen die 500.000.000.000,- ? éinfach mit den Staatsschulden, welche ja zum Teil bei Kreditinstituten anlaufen. Das reißt die Banken noch mehr rein und der Staat schießt nochmal zu. Irgendwann ist D schuldenfrei und die Banken, naja, die sind dann wirklich am Ende.
Gruß
Medi
Moin!
1. Nein, wir haben eine glänzende Auftragslage, hängt vllt auch damit zusammen dass die Biogasbranche ohnehin boomt...
2. Nein
3. da kann ich nur spekulieren, ich glaube aber, dass in Zukunft für nachgewiesene Qualität gerne bezahlt wird-- ganz im Sinne der Nachhaltigkeit, ich kaufe auch lieber hochwertige Bioklamotten die 10Jahre oder länger halten, anstatt so ein billig Teil von H&M, dass zwar nur die hälfte kostet, aber nicht halb so lange zu gebrauchen ist.
Genauso sehe ich das auch bei Nahrungsmitteln-- (man bleibt ja auch viel länger Satt)
zu 3.
Wenn die selben Kunden (OEM), die von mir Top Qualität, 0 ppm und Spitzenservice verlangen, aber die Vertriebsleute der Zulieferer erpressen (!) "...wenn ihr den Auftrag haben wollt, stoßt doch Euren Einkauf mal auf den Lieferanten xyz in Indien, Ukraina, .... hin", dann bezweifle ich, dass gute Qualität gewünscht ist.
Geradeso ausreichende Qualität zu minimalsten Kosten...
Aber zu dem Thema werde ich demnächst eh mal eine ketzerische Frage hier in die Runde stellen.
Gruß Loretta - sich schon wieder Reisefertig machend (damit ein Stahlgerippe für ein Innenraumteil für einen SUV eines deutschen OEM, 43 cent billiger eingekauft werden kann)
---
Mengenlehre?:
Wenn in einem Raum drei sind und vier rausgehen, dann muss einer wieder rein, damit keiner drin ist.
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Hallo,
die "Finanzkrise" wird auf uns alle durchschlagen. Ich schätze aus dem volkswirtschaftlichen Blickwinkel, dass es für sehr breite Bevölkerungsschichten unseres Planeten zu einer deutlichen Absenkung des Lebensniveaus kommen wird.
Das Dramatische ist, eine solche Krise wird aus dem "Nichts" gemacht, ja provoziert. Das "Nichts" ist schlicht und einfach im kaufmännischen Sinne Buchgeld aus vollkommen überzogen bewerteten Fragmenten unserer Wirtschaft und dieser imaginäre Wert von z. B. Aktien, Vermögenswerten, Unternehmen, Immobilen, Marktchancen und was weiß der Teufel was noch alles, wurde wiederum mit Krediten gekauft, die sich ebenfalls auf imaginäre Werte stützten. Man könnte es schlicht und einfach "Schneeballprinzip" nennen. Denken wir mal daran, wie die Aktien des sogen. ?Neuen Marktes? durch Spekulanten aufgeblasen wurden. Daraus hat man nicht gelernt, sondern hat das System auf alle nur möglichen Wirtschaftsbereiche mit fatalen Folgen ausgedehnt.
Heute erinnere ich mich seltsamerweise an einen recht betagten BWL-Professor und an die erste Vorlesung bei ihm. Er kam uns immer etwas zerstreut, weltfremd und ein bissel geschichtlich rückwärtsgewandt vor ? na Buchhaltung halt. Seine ersten Worte waren sinngemäß: ?Das wirtschaftliche Elend unserer Erde entsteht aus Buchgeld und aus nichts weiter als aus Buchgeld, Kriege sind nur Auswirkungen und Symptome des Verteilungskriegs ? merken Sie sich das!?
Der Finanzpabst Warren Buffett warnte schon vor zig Jahren vor solchen Finanzkonstellationen und nannte sie zu Recht Massenvernichtungswaffen. Er wurde dafür durchaus als "Alter Mann der Finanzwelt" gescholten, der seine beste Zeit hinter sich hätte und auf das Altenteil gehöre. Sicher, er hat seine Milliarden auch gezockt, aber er hat sich nie die langfristige Existenz durch kurzfristige Gewinne abgegraben.
Genau das ist jetzt passiert. Man hat auf kurzfristige und extrem hohe Gewinne gesetzt. Wer nicht mitzog, wurde schnell ausgegrenzt - wie kann man sich nur solche Gewinne entgehen lassen? Das war das typische "Schafprinzip" - wenn alle in eine Richtung gehen, kann das sooo falsch nicht sein ... denkste. Man hat ja selbst ab und zu darüber nachgedacht, in diesen oder jenen hochverzinsten Fonds zu investieren und ein kleines Stück vom Kuchen abzubeißen. Und so gewann ein ?Scheeballsystem? an immer mehr Tempo und Beteiligte.
Das Problem ist, auch die dadurch entstandenen Schulden sind Buchschulden. Die Kreditfinanzierte "Ware" war bei absolut realer Bewertung nie wirklich das wert, was sie am Ende den letzten in der Schneeballkette gekostet hat. Amerikas Immobilienmarkt ist ein gutes Beispiel. Der eigentlich nicht ausreichend finanziell potente Ami hat sich in guten Zeiten ein scheinbar leicht zu finanzierendes Haus mit einem leicht zu bekommenden Kredit gekauft. Bush hat dank des Irakkriegs die Druckmaschine angeworfen und damit Inflation, die Zinsen und das gesamte Preisniveau angeheizt ? dafür gibt es den Begriff ?galoppierende Inflation?. Der arme Ami muss plötzlich deutlich mehr für seine Lebenshaltungskosten und höhere Zinsen für seinen eh schon knappen dimensionierten Häuslekredit aufwenden. Wenn er Pech hat, hat aufgrund sowieso schon schwieriger Marktbedingungen auch noch seinen Job verloren und kann seinen Kredit nicht mehr bedienen. Die haben ja Häuser auf Teufel komm raus gekauft. Der Markt gilt schon seit Jahren als massiv überhitzt. Da dies gleichzeitig nach offiziellen Angaben über 1 Mio. Amerikanern passiert ist, wurde der Immobilienmarkt mit Häusern überschwemmt ? Preisverfall auf der anderen Seite. Der kleine Ami ist sein Haus los und wenn es überhaupt verkauft wird, bleibt er auf hohen Restschulden sitzen. Er wird also in den nächsten Jahren nur sehr sehr eingeschränkt konsumieren können. Wie viele werden den Kredit wohl bis zu ihrem Lebensende nicht mehr los!? Damit sinkt der private Konsum auf breiter Front.
Da möchte man sich nicht ausmalen, wie die Einschränkung des privaten Konsums auf viele Unternehmen durchgreift, die in dessen Folge wiederum Menschen entlassen, die wiederum ihren privaten Konsum einschränken müssen und so weiter und so fort. Das ist wie ein sich selbst beschleunigender Abwärtsstrudel. Bei uns dreht sich die Preisspirale in den letzten Jahren auch immer schneller ? meist etwas spöttisch ?gefühlte Inflation? genannt.
Das gleiche passiert z. B. mit börsennotierten Unternehmen. Wie schnell kann ein Unternehmen, dass auf seinen imaginären Börsenwert Kredite aufgenommen hat, dessen Aktie abrutscht, in die Insolvenz geraten ? oder aufgrund des neuen niedriger bewerteten Unternehmenswertes wird ein hoher Kredit von der Bank gekündigt? Oder der Kredit wird gekündigt, weil die Bank selbst flüssig bleiben muss und auf einen schnellen Kreditrückfluss durch die Kündigung hofft.
Auf der anderen Seite gibt es Unternehmen, deren Aktie vollkommen unberechtigt abgerutscht ist ? volle Auftragsbücher, ein Produktportfolio was aufgrund der gegenwärtigen Wirtschaftsstruktur auf Jahre hinaus unelastisch ist. Börsencomputer verstärken diesen Trend durch automatisierte Order zusätzlich, ohne dass ein real urteilender Mensch eine Taste drückt.
Folgende Frage beschäftigt mich am intensivsten. Woher nimmt man das reale Geld, um die eigentlich aus imaginären Bewertungen entstandenen Schulden zu bedienen? Reales Geld sollte immer mit realem Wert untersetzt sein, sonst kommt es zum großen Showdown. Ich hoffe nur die Regierungen werfen nicht wie 1929 die Druckmaschinen an. Was daraus entstanden ist, wissen wir alle. In Afrika ist das oft das Mittel zum Zweck um Schulden aus der Welt zu schaffen, doch um welchen Preis!?
Ein Land und eine Währung kann man schon mal vom Euro oder Dollar abkoppeln. Aber was wenn Dollar und Euro in Nöte geraten.
Das Hilfspaket der Bundesregierung halte ich durchaus für richtig, wenn diese Aussage auch absolut nicht mit meiner Steuerzahlersicht zusammenpasst. Eine Bank, die jede Menge faule Kredite besitzt und das erkannt hat, wird in der momentanen Wirtschaftslage kaum bereit sein, einem Unternehmen einen zusätzlichen Kredit für die Zwischenfinanzierung eines Auftrages zu geben. Für die Bank steigen damit nochmals das Kreditausfallsrisiko und das reale Minus auf der eigenen Habenseite. Da kommt man ganz schnell mit dem Insolvenzrecht in Konflikt. Auf wen sollte die Bank das Risiko im eigenen Interesse verteilen oder sich rückversichern? Dabei spielt sicher die Angst der Banker und die schwierige reale Einschätzbarkeit der Bonität von Unternehmen eine große Rolle. Das Hilfspaket hält die Wirtschaft zumindest erst einmal auf sinkendem Niveau am Rollen.
Vollkommen ungeklärt ist nach wie vor die Frage, was wird aus dem dicken roten künstlich aufgeblasenen Minus in allen Bereichen der Volkswirtschaft? Am Ende hilft nach meiner sicherlich beschränkten Logik nur die Abwertung von Krediten auf reales Maß (also die reale Bewertung von Buchgeld) und die Neubewertung von Wirtschaft und Vermögenswerten. Das würde überschuldete Unternehmen und Menschen wieder finanziell handlungsfähig und zu Konsumenten machen. Eine andere Möglichkeit ist das Anwerfen der Druckmaschine durch die Notenbanken. Die letzte Zinssenkung dient auch dazu, mehr Geld in den Markt zu pumpen. Aber werden Zinssenkungen reichen?
Vor dem Anwerfen der Druckmaschine habe ich Angst ? hab schon überlegt ob ich mir ein Feld kaufe, dann kann ich wenigstens Kartoffeln und Möhren anbauen ... so für den Notfall. Gold ist auch nur eine beschränkte Lösung, der Preis wird ebenfalls durch interessierte Käufer bestimmt.
Was lehrt uns aber die Wirtschaftsgeschichte? Das Geld ist weg aber die Schulden bleiben erhalten.
Vivian
Hallo zusammen,
da bin ich erst mal Baff. Meine durchschnittliche Verweildauer in Forum hat sich gerade um 10 min. erhöht. Typischer genialer Kommentar von Vivian. Kann mich dieser Meinung ( ..die ersten 3 Zeilen) aber nur anschließen. Den Rest muss ich erst noch einmal in Ruhe durchlesen. :-)
Mit freundlichen Grüßen von der Spree
Michael
...das muss erstmal sacken....
Kompliment an Vivian und Danke für Deine sehr realistische Ausführung!
Gute Zeit!
Qualyman - Qualitäter aus Überzeugung und Leidenschaft, auch wenn´s mal Leiden schafft!
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WOW......
Vivian.... Ich verneige mich vor dir.
Mir fallen dazu spontan 2 Sachen ein:
1) Warf Jesus nicht die Wucherer aus dem Tempel? Also steht eigentlich schon im neuen Testament beschrieben, was passieren wird.
2) Wie sagte Herr Kostelani (dieser ungarische Börenguru) so schön? "Kaufen Sie sich Aktien, legen Sie sich 50 Jahre schlafen und sehen dann, was passiert ist." Aber heute ist man nur aufs schnelle Geld aus. Und am besten kann man das mit dem Geld anderer Leute. Minimiert das eigene Risiko. Und war es nicht auch jener Kostelani, der mal gesagt hat: "Wenn ihr Bankberater Ihnen so gute Anlagen anbietet, dass einem bei der versprochenen Dividende schwnindlig wird, dann fragen Sie sich mal: Warum ist er noch Bankberater?"
In diesem Sinne ein Dino, der mittlerweile am Sinn des Systems im allgemeinen und am Qualitätsmanagementsystem im Besonderen zweifelt.
______________________
Lieber Gott, hilf mir, mein großes Maul zu halten.
Wenigstens so lange, bis ich weiß, wovon ich rede.
(F.J. Strauß)
Moin Dino,
dazu fällt mir nur ein:
"Was Gott von Geld hält, sieht man an den Leuten, denen er es gegeben hat."
Und @Vivian
Recht gelungene Analyse.
Wir sagen "Danke Herr Ackermann und Freunde.", die sich -unter kräftiger Mithilfe von Schröder, Fischer,Köhler und Merkel- durch überzogene 25% Renditevorgaben hier als Brandstifter betätigten.
Das Rettungspaket, gibt diesen Pyromanen jetzt übrigens tonnenweise Kerosin und reichlich Zündhölzer in die Hand.
Daher empfinde ich das Rettungspaket in dieser Form, als gefährlicher als die Krise selbst.(Unabhängige Analysten,Linke und Grüne übrigens auch)
Und wer sich erst jetzt Gedanken über ein Feld zur Kartoffel und Karottenvorsorge macht, ist imho zu spät dran. Das kann recht schnell, recht trübe aussehen.
Ungeachtet der wohl unausweichlichen Wirtschaftskrise.
Ich glaube der russische Analyist Alexander Scharawin (Direktor des Instituts für politische und militärische Analyse) hat anfang der Woche in der Financial Times den USA nur noch 2 Möglichkeiten eingeräumt.
Staatsbankrott oder Krieg.
Klingt vielleicht etwas pessimistisch, aber ich lass mich lieber positiv überraschen.
Gruß
Harald
Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es.
Apropos positive Überraschung.
7.30 Uhr: Angesichts der Finanzkrise verzichtet der Vorstand der Deutschen Bank um Josef Ackermann auf seine millionenschweren Bonusgehälter für dieses Jahr. "Ich habe dem Aufsichtsrat der Deutschen Bank mitgeteilt, dass ich in diesem schwierigen Jahr auf meinen Bonus verzichte - zugunsten verdienter Mitarbeiter, die das Geld nötiger haben als ich", sagte Ackermann. Einem Konzernsprecher zufolge schließen sich Finanzchef Stefan Krause, Chef-Risikomanager Hugo Bänziger und Personalchef Hermann-Josef Lamberti dem Beispiel an.
Ich bin ja von den Socken ;-))))
Gruß
Harald
Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es.
... lass mal Raten : Frau Ackermann hat sich schon viele Jahre um die Deutsche Bank verdient gemacht ....
geändert von - ralfab on 17/10/2008 08:50:22
;-)
..und was ist der Dank ?
Joe verzichtet auf Kohle für mind. 120 Paar Designerschuhe, 20 Abendkleider und 10 Pelzmäntel.....und das perlenbesetzte Kroko-Handtäschchen zu Ostern.
Wie soll die arme Frau nur durch das nächste Jahr kommen ??
Ein Kollege raunt gerade vom Nachbarschreibtisch:
"Die Lage ist ernst. Warum sonst machen die nun Dinge, die Lafontaine seit Jahren fordert."
Hehehe...ich glaub der Oskar reibt sich verwundert die Augen.
Gruß
Harald
Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es.
@ Harald " Bankrott oder Krieg" finde ich nicht pessimistisch, sondern realistisch. da ich optimistisch bin gehe ich mal vom Bankrott aus...
@ vivian, danke für deinen Text!
übrigends fühle ich mich diese Tage sehr erinnert an Geothes Märchen, genauer gesagt an seine drei Könige die dort auftreten... Der goldene symbolisiert Amerika, der Bronzene Europa und der zusammengesetzte Rußland.... Der goldene wird sich laut Fährmann setzen (tut er auch am Ende des Märchens) und der zusammengesetzte steht auf!
Danke schröder für die "Verbesserung" des Deutsch / Russischen Verhältnisses.
Hallo,
mir scheint, es ist so etwas ähnliches wie ein "schwarzes Loch" entstanden, nur, dafür kann man den neuen Teilchenbeschleuniger bei CERN nicht verantwortliche machen - aber immerhin: wer wars ? die Schweizer!!
Gruß
hadi
Servus,
Dino:
> In diesem Sinne ein Dino, der mittlerweile am Sinn des Systems
> im allgemeinen und am Qualitätsmanagementsystem im Besonderen
> zweifelt.
Wie sagte unser Auditor die Tage noch:
Der Sinn der Norm (9001/13485)ist nicht die Verbesserung der Qualität, sondern die Delegation von Verantwortung...
guten morgen!
hier ist noch mein senf dazu:
1) Gab es schon Auswirkungen der Finanzkrise bei Euch?
ja, deutlicher auftragsrückgang
2) Glaubt Ihr, dass die Finanzkrise Folgen für Euren Job hat?
wenn ich nur mit ja oder nein antworten kann, ja
3) Glaubt Ihr, dass sich durch die Finanzkrise Veränderungen im Umgang mit Qualität und der Bezahlung / Bezahlbarkeit von Qualität ergeben?
ja
was ich nicht verstehe: die konjunktur ist doch gerade mal vielleicht ein jahr alt, wieso geht es da schon wieder bergab?
"das ist ein walversprechen. das muß man nicht halten!" käpt'n blaubär, der weiseste bär des universums
Eigentlich unglaublich, was da alles so abläuft!
(Muss zugeben, dass ich mich in der Vergangenheit noch nicht allzu intensiv mit der Thematik beschäftigt habe).
Übrigens many Thx an Vivian. Dein Beitrag war äußerst interessant zu lesen, sehr treffend und präzise und für einen - ich würde mal sagen in dieser Hinsicht - "Laien" wie mich sehr interessant, wenn auch unglaublich bedenklich zu lesen!
Fällt mir eigentlich nur eins ein, zu dem ganzen:
Finanzmarionetten! Und wir sind alle mittendrin...
Weltwirtschafts-Bedenkliche Grüße,
M
Hallo,
wir erleben zurzeit auch einen Auftragsrückgang, jedoch von einem sehr hohem Niveau kommend. Es ist eher eine Entlastung für uns wenn es bei den bisherigen Zahlen bleibt, die Betonung liegt auf "bleibt". Das Abkühlen der Konjunktur in unserer Branche hat sich aber schon vor mehreren Monaten angekündigt ohne Einfluss der Krise, zumindest wird das bei uns so propagiert.
Meiner Meinung sollte man den Bankenbereich sich selbst ausdünnen lassen. Lasst doch die raffgieriegen Hunde zm Teufel gehen, gemessen an den früheren Umsätzen hängen ja nicht all zu viele Arbeitsplätze dran, wenn man dies mit der produzierenden Branche vergleicht. Der Staat sollte lieber die Milliarden selbst verwalten und zinsgünstige Kredite verteilen, ohne übertriebene Gewinnerwartungen. Darin erkenne ich einen Konjunkturmotor, und nicht das Erhalten marroder Finazsysteme.
Cuba Libre
derBernd
Hallo Leutchen,
CDO/CDS haut seit gestern rein, DAX im Tief (obwohl nicht mehr so relevant), Sarkozy zieht die Fallbrücke hoch (Protektionismus), Kreditkartenkrise und Autokreditkrise stehen in den Startlöchern, USA hat Pakistan als haushaltsrettendes Kriegsziel rausgeguckt (mit D als Bürgen) und hausintern die 8000! umzäunten Zeltstädte für die erwarteten Krawalle fertig, Merkelchen hat die deutsche Mittelstandsbank incl. vertraulicher Kundendaten an die amerikanische Heuschrecke LoneStar verscherbelt und verteilt heute Wirtschaft und Wissenschaft an die Chinesen.
Ich hab keine Ahnung, welch perfides Spielchen die Frau da treibt, aber solangsam sollte sich jeder anschnallen und ne Tüte Pop-Corn ordern.
Die Reise geht demnäx los.
Besorgte Grüße
Gruß
Harald
Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es.
Ahhhhjaaa....
Und falls die Reise doch nicht losgeht- was ich mir von Herzen wünsche- , habt ihr wenigstens lecker Pop-Corn
;-)
Ich will ja nicht als hoffnungsloser Verschwörungstheoretiker in die Analen eingehen.
Gruß
Harald
Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es.
harald, desch schreibbscht mit dobbel "n" *zwinkerzwinker*
"das ist ein walversprechen. das muß man nicht halten!" käpt'n blaubär, der weiseste bär des universums
Uuuupsss....sorry.
Wir hatten hier gerade ne Diskussion über den Ganzkörperscanner.....und was sie wohl noch alles erfinden und wo sie es anwenden werden.
;-))
Gruß
Harald
Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es.
heute morgen in Spiegel-Online:"...r. Laut einem Zeitungsbericht zeigt sich VW-Chef Winterkorn besorgt über den Konjunkturabschwung..."
Ähh - habe ich etwas verpasst, geht es der Automobilindustrie nicht schon seit Monaten schlecht ??!
Ralf
Hi,
kam gerade im Radio.
Die Spatzen auf den Börsendächern pfeifen:
GameOver für General Motors.
Dabei haben selbst die Pessimisten geglaubt, die halten noch durch bis Juni 2009.
Gruß
Harald
Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es.
ah, deswegen bekommt man die aktien von gm jetzt schon beim autokauf :D
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,586049,00.html
"das ist ein walversprechen. das muß man nicht halten!" käpt'n blaubär, der weiseste bär des universums
Tach auch,
ansonsten:
Citroen und Renault: Kurzarbeit und zeitweise Schließungen
VW trennt sich von 750 Leiharbeitern
Wird wohl noch mehr.
Dino
______________________
Lieber Gott, hilf mir, mein großes Maul zu halten.
Wenigstens so lange, bis ich weiß, wovon ich rede.
(F.J. Strauß)
man braucht bloß [url="www.spiegel.de"]spon[/url] verfolgen.
gibt es überhaupt noch lichtblicke?
"das ist ein walversprechen. das muß man nicht halten!" käpt'n blaubär, der weiseste bär des universums
@hackilein: Dein Link braucht noch ein http:// vorne, sonst funktioniert das nicht:
[url="www.spiegel.de"]spon[/url]
Oh, Oh bei uns fängts auch an zu kriseln!
30% Einbruch bei den Amis, Leasingkräfte raus, Fluktuation nicht mehr ersetzen, alle Invests über großen Boss, keine Weiterbildung, keine externe Berater, keine ......?
Mir reicht´s, ich geh dann mal.
Bin gespannt, wie´s in 2 Wochen ausschaut!
Trotzdem:
Immer den Kopf hoch, wenn das Wasser bis zum Halse steht!
Gute Zeit!
Qualyman - Qualitäter aus Überzeugung und Leidenschaft, auch wenn´s mal Leiden schafft!
info ad quality minus first dot de
hab ich gerade bei [url="http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Das-Geld-anderer-Leute-Chuck-und-sein-Gaul/forum-146511/msg-15783119/read/"]heise[/url] gefunden. so oder ähnlich muß es funktioniert haben!
"das ist ein walversprechen. das muß man nicht halten!" käpt'n blaubär, der weiseste bär des universums
Folgende Sätze hab ich gerade in meinem Liebl....ääähhhmm ;-D.....zweitliebsten Forum gefunden.
Wenn die Börsenkurse fallen,
regt sich Kummer fast bei allen,
aber manche blühen auf:
Ihr Rezept heißt Leerverkauf.
Keck verhökern diese Knaben
Dinge, die sie gar nicht haben,
treten selbst den Absturz los,
den sie brauchen - echt famos!
Leichter noch bei solchen Taten
tun sie sich mit Derivaten:
Wenn Papier den Wert frisiert,
wird die Wirkung potenziert.
Wenn in Folge Banken krachen,
haben Sparer nichts zu lachen,
und die Hypothek aufs Haus
heißt, Bewohner müssen raus.
Trifft' s hingegen große Banken,
kommt die ganze Welt ins Wanken -
auch die Spekulantenbrut
zittert jetzt um Hab und Gut!
Soll man das System gefährden?
Da muss eingeschritten werden:
Der Gewinn, der bleibt privat,
die Verluste kauft der Staat.
Dazu braucht der Staat Kredite,
und das bringt erneut Profite,
hat man doch in jenem Land
die Regierung in der Hand.
Für die Zechen dieser Frechen
hat der Kleine Mann zu blechen
und - das ist das Feine ja -
nicht nur in Amerika!
Und wenn Kurse wieder steigen,
fängt von vorne an der Reigen -
ist halt Umverteilung pur,
stets in eine Richtung nur.
Aber sollten sich die Massen
das mal nimmer bieten lassen,
ist der Ausweg längst bedacht:
Dann wird bisschen Krieg gemacht.
Kurt Tucholsky, 1930
Gruß
Harald
Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es.
Hallo zusammen!
Ich habe gestern Abend einen Vortrag von einem Volkswirtschafter der DEKA-Bank gehört. Nicht ganz falsch sagte er, das zur Zeit das Wetter, die Bauchschmerzen und alles was nicht so läuft wie es laufen sollte auf die Finanzkriese geschoben wird.
Die Kriese läuft ja bereits seit 2007. Die Bombe dabei war jedoch die Zusammenbruch der Lehmann Brüder in den USA.
Auf die Weltwirtschaft gesehen müssen wir natürlich auch sehen das unsere Märkte in Europa einfach übersättigt sind und es einen absolut ungesunden Verdrängungswettbewerb gibt. Dagegen laufen die Märkte in den Schwellenländern derzeit so langsam an. Wenn wir also Geschäfte tätigen wollen müssen wir uns massiv in diesen "neuen" Märkten bewegen.
Lt. der DEKA-Bank wird die Krise bei uns mindestens bis 2010 anhalten. Ich persönlich gehe auch davon aus, das wir unseren aktuell sehr guten Lebens- und Einkommensstandard in Zukunft nicht mehr halten/finanzieren können.
"Heute schon an Morgen denken" - bedeutet überspitzt, sich so langsam wieder Gedanken über den Gemüseanbau im eigenen Garten zu machen.
Es gibt nichts auf der Welt was wir noch nicht hatten. Und wir alle müssen uns Gedanken machen wie wir aus der Situation das beste für unsere Unternehmen herausholen und wo wir Märkte und Aktivitäten erschließen können. Den Kopf in den Sand zu stecken und zu jammern ist sicherlich der falsche Weg.
Also, Kopf hoch und kreative Ideen sammeln wie, wo und womit es weiter gehen kann.
Gruß
Henning
Hallo Leuts,
die Krise ist doch gar keine Krise. Alles hausgemacht und herbeigeredet. Es ist einfach zu viel Geld im Umlauf. Denkt doch nur mal an die Billionen die seit Jahren vererbt werden. Über 50 Jahre keinen Krieg und keine Vernichtung von Finanzmitteln. Da häuft sich einiges an und das muss weg.
Denkt mal an all die Kleinanleger die nun in Panik verkauft haben, um noch ein bischen was zu retten. Was meint ihr wer das denn kauft? Die Kurse können doch nur fallen, wenn es auch jemand gibt der bereit ist zu investieren. Und ich kaufe im Moment, so günstig wars doch lange nicht. Die Börse geht jetzt bis zum Jahresende nur in eine Richtung, nach oben. Und warum? Klar doch alles was du dies Jahr noch kaufst kannste ohne Abgeltungssteuer wieder verkaufen ;-) Da wird ein Schuh drauß, für mich :-) und Männe bekommt seinen Schlitten zu Weihnachten :-D
Monika
schön, daß es noch jemanden gibt, der auch positives aus dem derzeitigen zustand ziehen kann.
"das ist ein walversprechen. das muß man nicht halten!" käpt'n blaubär, der weiseste bär des universums
Na na hackilein. ;-)
Krise ist immer auch Chance.
Aktuell erlebe ich, wie sehr viele Menschen positiv partizipieren.
Man tauscht sich häufiger aus, hat die gleichen Probleme, diskutiert Lösungsansätze und festigt Freundschaften, knüpft neue Bekanntschaften.
Find ich toll.
Ebenso wie die nachlassende Obrigkeitsgläubigkeit. Immer häufiger hört man : "Merkel und Co. haben uns reingeritten und kriegen die Karre auch nicht aus dem Dreck gezogen."
Und was gestern noch als Populismus und Demagogie abgetan wurde, läßt heute interessiert aufhorchen.
Freut mich.
Wie viele andere ha auch ich meine Konsumgewohnheiten noch etwas sozialer und nachhaltiger ausgerichtet.
Was ich in den letzten Jahren etwas schleifen ließ, nämlich die Überlegung, wem ich mein Geld gebe, woran ich profitiere, habe ich wieder geschärft.
Es gab dazu auch viele gute und nützliche Links in den Diskussionsforen.
Kleine Beispiele:
Monsanto Gensaat.
Wegen renditegeiler Knebelverträge haben sich bis dato 200.000 indische Bauern das Leben genommen.
Daimler: Gut abgesahnt mit abgerissenen Kinderbeinen....sprich Landminen.
Sportartikelhersteller:
16-18 Stundenschichten der fernöstlichen MA auf hartem Betonboden mit anschließender Nötigung zur Prostitution um das unzureichende Gehalt aufzubessern. Lebenserwartung: unter 35 Jahren.
....usw.
Wer weiß das schon, wenn er Aktien oder Produkte kauft ?
Ich weiß es nun und mein Geld bekommen die nicht.
Es werden immer mehr.
Die Krise hat -obwohl der Boden immer noch nicht zu sehen ist- bisher viel Gutes bewirkt.
Es wird ein langer Weg heraus.
Aber auch der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt.
Gruß
Harald
Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es.
Gab es schon Auswirkungen der Finanzkrise bei Euch?
Mit Verzögerung jetzt auch bei mir :-((
Gruß
Evereve99
?Hast Du die ganzen Ausrufezeichen bemerkt? Fünf? Ein sicheres Zeichen für jemanden, der seine Unterhose auf dem Kopf trägt.?
? TERRY PRATCHETT, MUMMENSCHANZ
Frage 1: ja
Frage 2: ja
Frage 3: ja
geändert von - Rossy on 27/11/2008 18:02:06
Hallo Barbara,
1) Gab es schon Auswirkungen der Finanzkrise bei Euch? Ja, Kurzarbeit
2) Glaubt Ihr, dass die Finanzkrise Folgen für Euren Job hat? Ja
3) Glaubt Ihr, dass sich durch die Finanzkrise Veränderungen im Umgang mit Qualität und der Bezahlung / Bezahlbarkeit von Qualität ergeben? Ja
Gruß
Schimmy
Hallöchen,
nach langer (passiver) Abwesenheit mal wieder Aktiv.
1) Gab es schon Auswirkungen der Finanzkrise bei Euch?
Ja, aber das wir momentan alles viel heißer gekocht als gegessen und viele von Anderen verbockten Sachen werden der Finanzkrise zugeschoben.
Auswirkung: Über 50% Automotiveanteil. -> Amerikanische Automobilkunden und stark exportierende Europäische Automobilkundne drosseln stark Ihre Bestellungen, ABER einige Deutsche und andere Europäische Automobilhersteller haben zum Jahresanfang 09 so dermaßen die Stückzahlen nach oben gejagt, das wir nun die freiwerdenen Ressourcen mit Kusshand woanders einsetzen müssen.
2) Glaubt Ihr, dass die Finanzkrise Folgen für Euren Job hat?
Jain, einzige Auswirkung für mich direkt; im Unternehmen werden Fluktationen nicht neu besetzt und das Schulungsbudget is im Nirvana. Für mich persönlich hat es aber direkt keine Auswirkung. Bin im Q-Projektmanagement tätig und wegen der o.g. Gründe sind derzeit 50-60h/ Woche eher die Regel.
3) Glaubt Ihr, dass sich durch die Finanzkrise Veränderungen im Umgang mit Qualität und der Bezahlung / Bezahlbarkeit von Qualität ergeben?
"Bezahlbarkeit von Qualität" Gute Qualität wird immer Geld kosten und die Kosten hierfür wollen schon immer gedrückt werden. Manche Kunden werden so in Zukunft eine schlechtere Qualtät akzeptieren um die Kosten unten halten zu können (bis es mal wieder kracht.)
Was ich viel mehr erwarte ist, dass die Finanzinstitute, welche ein gute "Qualitätsmanagement" haben überleben werden und die Anderen fallen der natürlichen Selektion zum Opfer. (Was ich aber äußerst begrüße)
Tja, Risikoanalysen (was ja zum QM gehört) bringt also doch was :-)
Schöne Grüße,
yQuth
Kurz und Knapp:
ja
ja
ja
Dino
______________________
Lieber Gott, hilf mir, mein großes Maul zu halten.
Wenigstens so lange, bis ich weiß, wovon ich rede.
(F.J. Strauß)
1) Gab es schon Auswirkungen der Finanzkrise bei Euch?
2) Glaubt Ihr, dass die Finanzkrise Folgen für Euren Job hat?
3) Glaubt Ihr, dass sich durch die Finanzkrise Veränderungen im Umgang mit Qualität und der Bezahlung / Bezahlbarkeit von Qualität ergeben?
1 - Nein, zum Glück sind wir kein Zulieferer der Automobilindustrie. Schlimm ist es für die Kollegen deren Firmen z.Z. wie Dominosteine umfallen.
2. Nein, ich denke nicht.
3. Ja, ich fürchte das demnächst mal wieder ein Lopez die Runde macht...
Ralf
Auch von mir kurz und knapp:
1. Nein
2. Nein
3. In Zeiten von Geiz ist Geil ist es doch schon länger zu beobachten, dass die Konsumenten eher bereit sind, für wenig bis null Qualität Geld auszugeben und dafür doppelt und dreifach kaufen und somit wieder mehr Geld ausgeben, als wenn gleich vernünftige Qualität zu einem gerechten Preis kauft. Wenn die Konsumenten wieder weniger Geld zur Verfügung haben (die Januar Abrechnung wird es wieder zeigen!) wird der Geiz-ist-geil-Effekt wieder ansteigen.
el verde
Der Klügere gibt nach - diese traurige Wahrheit begründet die Weltherrschaft der Dummheit.
Hallo erstmal!
In den letzten Tagen haben wir ganz drastisch unseren internen Ausschuss gesenkt, ja fast halbiert!!
Hört sich ja ganz toll an, wenn sich nicht auch die Basis der Erhebungen (produzierte Stück) um 50% reduziert hätte!
Naja, wenigstens die ppm´s bleiben konstant!
Gute Zeit!
Qualyman - Qualitäter aus Überzeugung und Leidenschaft, auch wenn´s mal Leiden schafft!
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Einen hab ich noch zur Krise:
Die Ursachen und Wirkungen der Kreditkrise sind schwer zu verstehen.
Hier nun endlich ein Erklärungsmodell zur Finanzkrise, das jeder versteht.
Mandy besitzt eine Bar in Berlin-Kreuzberg. Um den Umsatz zu steigern, beschließt sie, die Getränke der Stammkundschaft hauptsächlich alkoholkranke Hartz-IV-Empfänger) auf den Deckel zu nehmen, ihnen also Kredit zu gewähren.
Das spricht sich in Kreuzberg schnell herum und immer mehr Kundschaft desselben Segments drängt sich in Mandy's Bar.
Da die Kunden sich um die Bezahlung keine Sorgen machen müssen, erhöht Mandy
sukzessive die Preise für den Alkohol und erhöht damit auch massiv ihren Umsatz.
Der junge und dynamische Kundenberater der lokalen Bank bemerkt Mandy's Erfolg
und bietet ihr zur Liquiditätssicherung eine unbegrenzte Kreditlinie an.
Um die Deckung macht er sich keinerlei Sorgen, er hat ja die Schulden der Trinker als Deckung.
Zur Refinanzierung transformieren top ausgebildete Investmentbanker die Bierdeckel in verbriefte Schuldverschreibungen mit den Bezeichnungen SUFFBOND®,ALKBOND® .
Diese Papiere laufen unter der modernen Bezeichnung SPA Super Prima Anleihen und werden bei einer usbekischen Online-Versicherung per Email abgesichert. Daraufhin werden sie von mehreren Rating- Agenturen (gegen lebenslanges Freibier in Mandy's Bar) mit ausgezeichneten Bewertungen versehen.
Niemand versteht zwar, was die Abkürzungen dieser Produkte bedeuten oder was genau diese Papiere beinhalten, aber dank steigender Kurse und hoher Renditen werden diese Konstrukte ein Renner für institutionelle Investoren. Vorstände und Invstmentspezialisten der Bank erhalten Boni im dreistelligen Millionenbereich.
Eines Tages, obwohl die Kurse immer noch steigen, stellt ein Risk Manager (der
inzwischen wegen seiner negativen Grundeinstellung selbstverständlich entlassen wurde) fest, dass es an der Zeit sei, die ältesten Deckel von Mandy's Kunden
langsam fällig zu stellen.
Überraschenderweise können weder die ersten noch die nächsten Hartz-IV-Empfänger ihre Schulden, von denen viele inzwischen ein Vielfaches ihres Jahreseinkommens betragen, bezahlen.
Solange man auch nachforscht, es kommen so gut wie keine Tilgungen ins Haus.
Mandy macht Konkurs. SUFFBOND® und ALKBOND® verlieren 95%, KOTZBOND® hält sich besser und stabilisiert sich bei einem Kurswert von 20%.
Die Lieferanten hatten Mandy extrem lange Zahlungsfristen gewährt und zudem selbst in die Super Prima Anleihen investiert. Der Wein- und der Schnapslieferant gehen Konkurs, der Bierlieferant wird dank massiver staatlicher Zuschüsse von einer ausländischen Investorengruppe übernommen. Die Bank wird durch Steuergelder gerettet. Der Bankvorstand verzichtet großzügig für das abgelaufene Geschäftsjahr auf den Bonus.
Mit anderen Worten: wäre dieser Risk Manager gleich gefeuert worden, hätten die netten Menschen bei Mandy noch weiter trinken können, alle wären fröhlich und wir wüssten nicht, was Finanzkrise überhaupt ist. Blöd gelaufen.
Gute Zeit!
Qualyman - Qualitäter aus Überzeugung und Leidenschaft, auch wenn´s mal Leiden schafft!
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WOW...
jetzt versteht sogar ein Urvieh wie ich was da los war.... bzw. wie manche Leute ticken......
Aber ich kann es, glaub ich, in einem Satz zusammenfassen, der immer noch Gültigkeit hat:
Früher wurden die Überbringer schlechter Nachrichten geköpft.
Denkt mal drüber nach.
Dino
Edit(h) sagt noch:
Ab Januar ist bei uns Kurzarbeit.....
______________________
Lieber Gott, hilf mir, mein großes Maul zu halten.
Wenigstens so lange, bis ich weiß, wovon ich rede.
(F.J. Strauß)
geändert von - QM-Dino on 17/12/2008 14:04:45
Hallo Qualyman,
deine schöne "Übersetzung" trifft genau dem Artikel den ich erst vor einigen Wochen im Spiegel gelesen habe. Der Artikel war bestimmt 40 Seiten, toll wie man soetwas so schön kurz fassen kann.
das blöde an der ganze Sache ist doch das die BAFIN schon 2002 über das ganze Bescheid wusste und Arlarm geschlagen hatte. Leider wurde das ganze dann runtergespielt weil man ja ach so doll verdient hatte.
Kann man das ganze überhaupt noch unter "Shit happens" laufen lassen??
Gruß: Mr.Idea
Hallo zusammen,
folgendes Gedicht aus dem Jahr 1930 zur Finanzkrise habe ich gefunden. Es ist schon erstaunlich wie das heutige Szenario der Finanzkrise damals zutreffend von dem Dichter Kurt Tucholsky beschrieben wurde:
Wenn die Börsenkurse fallen,
regt sich Kummer fast bei allen,
aber manche blühen auf:
Ihr Rezept heißt Leerverkauf.
Keck verhökern diese Knaben
Dinge, die sie gar nicht haben,
treten selbst den Absturz los,
den sie brauchen - echt famos!
Leichter noch bei solchen Taten
tun sie sich mit Derivaten:
Wenn Papier den Wert frisiert,
wird die Wirkung potenziert.
Wenn in Folge Banken krachen,
haben Sparer nichts zu lachen,
und die Hypothek aufs Haus
heißt, Bewohner müssen raus.
Trifft?s hingegen große Banken,
kommt die ganze Welt ins Wanken -
auch die Spekulantenbrut
zittert jetzt um Hab und Gut!
Soll man das System gefährden?
Da muß eingeschritten werden:
Der Gewinn, der bleibt privat,
die Verluste kauft der Staat.
Dazu braucht der Staat Kredite,
und das bringt erneut Profite,
hat man doch in jenem Land
die Regierung in der Hand.
Für die Zechen dieser Frechen
hat der Kleine Mann zu blechen
und - das ist das Feine ja -
nicht nur in Amerika!
Und wenn Kurse wieder steigen,
fängt von vorne an der Reigen -
ist halt Umverteilung pur,
stets in eine Richtung nur.
Aber sollten sich die Massen
das mal nimmer bieten lassen,
ist der Ausweg längst bedacht:
Dann wird bisschen Krieg gemacht.
el verde
Der Klügere gibt nach - diese traurige Wahrheit begründet die Weltherrschaft der Dummheit.
Hallo zusammen,
zurück aus 4 wochen urlaub :-)
1: nein
2: vielleicht, aber eher nicht
3: nein
einen guten jahresanfang,
christoph
Sapere aude! Kant den schon jemand? :-)
Hallo;
zu 1: ganz im gegenteil
zu 2: NEIN
zu 3: NEIN
Frohes neues Jahr !
Stefan
"Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Sobald man aufhört, treibt man zurück."
Hallo el verde,
dieses Gedicht ist leider nicht von Tucholski.
Siehe hier: http://diepresse.com/home/wirtschaft/finanzkrise/426781/index.do
Gruß
Wolfgang
Hi Qwolli,
das ist ja der Hammer. Da sieht man mal wieder, dass das Internet leider auch Fehlinformationen bereit hält :-( die man nicht leichtgläubig übernehmen sollte.
el verde
Der Klügere gibt nach - diese traurige Wahrheit begründet die Weltherrschaft der Dummheit.
Danke Quolli,
für diesen kompetenten Tipp.
Macht nüchtern und weiterhin nachdenklich.
Gruß msb
wer die Wahrheit sucht, wird sie finden
So,
mal ein Update:
1) Ja. Kurzarbeit in allen Bereichen. Dazu bereits die ersten Entlassungen
2) Ja. Ich gehöre auch zu 1!
3) Sagen wir es mal so: In Zeiten wo die Kunden wieder mehr Zeit haben wird alles, was nicht zu 1000% (Kein Tipfehler) in Ordnung ist, reklamiert. Der Kostendruck nimmt zu!!
In diesem Sinne
Dino
______________________
Lieber Gott, hilf mir, mein großes Maul zu halten.
Wenigstens so lange, bis ich weiß, wovon ich rede.
(F.J. Strauß)
@Dino: Ich hoffe, Du gehörst zu 1 "Kurzarbeit" und NICHT zu 1 "Entlassungen"!
Moin Dino,
tut mir Leid, das zu hören.
Bei uns steht spätestens Februar ebenfalls Kurzarbeit an....und das nicht zu knapp.
Unsere Spatzen pfeifen bereits jetzt was von ca. 140 Produktionstagen in 2009 von den Dächern.
Werkschließung droht, da diese Krise erst nach den kommenden Quartalsberichten Mitte/ Ende Februar, richtig Fahrt aufnehmen wird.
Wo das alles hinführen soll....
Immerhin hab ich meine Frau jetzt soweit.
Sollte ich den Job verlieren und die Aussichten sind düster, kehren wir D wohl den Rücken.
Glücklicherweise haben wir da eine gute Option.
Ich drück die Daumen
Gruß
Harald
Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es.
Hi Dino,
schließe mich Barbara's "hoffen" an. Kurzarbeit ist zwar auch nicht angenehm, aber noch das kleinere Übel (oder wie ich dazu gern sage, "the top of the sh**!").
I drück auch alle Daumen die ich hab!
geändert von - marwei on 14/01/2009 09:07:11
...unkommentiert...
die talfahrt der wirtschaft in D setzte sich mit 1,4% wachstum fort ([url="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,601152,00.html"]spiegel[/url])
@dino und harald
ich drück euch die daumen!
"das ist ein walversprechen. das muß man nicht halten!" käpt'n blaubär, der weiseste bär des universums
@ hackilein
Spiegel ist auch nicht so neutral, wie er sein möchte ;-)
Besser informiert wird man hier.
http://www.jjahnke.net/index.html
oder auf den Nachdenkseiten.de
Und mach dir um mich keine Sorgen.
Ein ehemaliger Chef meiner Frau wohnt seit zig Jahren auf einer Nachbarinsel von Mauritius und ist dort ein ziemlich hohes Tier.
Option:
Er hat (für uns) bereits Bau- und fruchtbares Ackerland gekauft und hat für meine Frau einen Job reserviert.
Konsequenz für mich:
Nachdem ich das Kind zur Schule gebracht, Ananas, Papaya und Kartoffeln im Garten versorgt habe, auditiere ich ne Strandbar und erhole mich dann im durchschnittlich 28 Grad warmen indischen Ozean von diesen "Strapazen".
Ich denke, das kann man überleben ;-D
....und wir haben das innerhalb der letzten 2 Wochen geregelt.
Es gibt dort zwar auch einiges an Nachteilen....aber jetzt ma ehrlich.
Unabhängig vom drohenden Jobverlust.
Schäuble legt die Stasi 2.0 auf,
die CDU hat ein neues Arbeitsrecht im Köcher, dass Arbeitnehmer de facto zu Leibeigenen degradiert und uns im Zuge dieser Krise klammheimlich untergejubelt werden soll.
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=13228
Und die werden immer noch gewählt.pffff
Eigentlich gäb's nur eins.
Lieber heute als morgen weg.
Aber ich muss sagen....ein bisserl Angst hab ich schon vor dem Schritt.
Auch wegen 9-jähriger Tochter, die sich in ihrem aktuellen Lebens- und Freundeskreis pudelwohl fühlt.
Gruß
Harald
Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es.
Hey HaraldE!
es freut mich sehr, dass Deine Zukunft wirklich sehr schön ausschaut.
Ich möchte nicht versäumen, mich als Co-Auditor bei Dir zu bewerben :-))
Fürchte dich nicht vor der Veränderung, eher vor dem Stillstand.
Lao tse
Philosoph *604 v.Chr.
Gute Zeit!
Qualyman - Qualitäter aus Überzeugung und Leidenschaft, auch wenn´s mal Leiden schafft!
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Harald,
denk vor dem Audit im Ozean daran die Checkliste "Hai" abzuarbeiten ;->
Viel Spass
Ralf
Danke für die Warnung Ralf ;-)
qualyman...Co-Auditor ;-)
Hast Du gesehen ?
Wir brauchen noch jemand für ASI.
Zumal es da auch noch nen aktiven Vulkan gibt.
Dino...wie sieht's aus. Als Schiffsbauer und Seebär wärst Du auch erforderlich.
Irgendwie müssen wir ja nach Mauritius und zurück kommen (Reunion hat nicht so viele Strände)
Du meine Güte ;-)
Wenn wir so weitermachen, heißt die Insel Reunion in Bälde
Rossmanith, die Qualitätsinsel.
Gruß
Harald
Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es.
[quote]
@Dino: Ich hoffe, Du gehörst zu 1 "Kurzarbeit" und NICHT zu 1 "Entlassungen"!
[/quote]
Barbara,
leider zu Entlassungen....Dabei wollte ich dich dieses Jahr noch buchen, um dem Haufe hier mal Statistik beizubringen.
Dino
______________________
Lieber Gott, hilf mir, mein großes Maul zu halten.
Wenigstens so lange, bis ich weiß, wovon ich rede.
(F.J. Strauß)
[quote]
Danke für die Warnung Ralf ;-)
qualyman...Co-Auditor ;-)
Hast Du gesehen ?
Wir brauchen noch jemand für ASI.
Zumal es da auch noch nen aktiven Vulkan gibt.
Dino...wie sieht's aus. Als Schiffsbauer und Seebär wärst Du auch erforderlich.
Irgendwie müssen wir ja nach Mauritius und zurück kommen (Reunion hat nicht so viele Strände)
Du meine Güte ;-)
Wenn wir so weitermachen, heißt die Insel Reunion in Bälde
Rossmanith, die Qualitätsinsel.
Gruß
Harald
Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es.
[/quote]
Harald...
ich kann nicht schwimmen.....
Dino
______________________
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(F.J. Strauß)
@Dino: Sch***! Das mit der Entlassung.
Dass Du nicht schwimmen kannst natürlich auch und dass der Haufen kein Statistik-Training von mir bekommt sowieso, ist aber verglichen mit Deiner Job-Situation eher nebensächlich...
Tja,
so ist das im Leben. Also wieder mal suchen....
Mal sehen, ob ich irgendwann mal nicht mehr ins Klo greife....
Meine letzten drei Arbeitgeber waren der typische Fehlgriff:
dba: gibts net mehr
Werft: Mittlerweile Insolvent und wird verkauft
Hier: auch alles für den *****
Aber ich geb die Hoffnung nicht auf.
Schwimmen kann man lernen. OK, ich halt mich über Wasser. Aber ich krieg bei mehr als 1,40 Tiefe ne Krise.....
Dino
______________________
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(F.J. Strauß)
Komm, wir taufen uns um und machen das Inkassobüro "Heckler & Koch" auf..
---
"Wenn du eine weise Antwort verlangst, mußt du vernünftig fragen"
olle Wolfgang Johann von Goethe
-wird mir immer sympatischer der Mann-
---
Genau, Dino
Bange gilt nicht.
Keine Sorge Dino....du mußt nicht zu den Haien.
Reunion ist zudem eher was für Wanderer und Radfahrer.
Falls es jemanden interessiert.
http://www.astrosoft.de/reunion/index.php
Gruß
Harald
Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es.
ach .......!
Wenn ich bedenke, mit welchen ....... man tagtäglich überall zu tun hat, die noch in Lohn und Brot sind... Ich hoffe, Ihr findet bald wieder was, und zwar nicht nur in der Südsee. Was soll aus dem Land werden, wenn alle guten Leute abhauen.
Gestern Treffen mit einem Lieferanten gehabt. 50% Umsatzrückgang, ein Drittel der Leute rausgeworfen. Zuerst natürlich die Zeitarbeiter, aber dann...
Schöne Grüße
Frank
"Es ist alles gesagt - nur noch nicht von jedem." (Karl Valentin)
Und mit diesem traurigen Thema hätte ich dann endgültig den Übergang zum Senior geschafft. Wie passend!
@Frank: Trotzdem heliGlüwu ;-)
Glühstrumpf du "Senior"
---
"Wenn du eine weise Antwort verlangst, mußt du vernünftig fragen"
olle Wolfgang Johann von Goethe
-wird mir immer sympatischer der Mann-
---
@Harald:
"Reunion ist zudem eher was für Wanderer und Radfahrer"
HAH, wandern, mein Thema!
Sag einfach Bescheid, wenn der dortige Erdkeller vollendet ist, dann miete ich mich da mal für zwei Wochen ein.
Obwohl, hätte ich die Wahl, würd ich wohl eher hin schwimmen denn fliegen.....
Gruß
Evereve99
?Hast Du die ganzen Ausrufezeichen bemerkt? Fünf? Ein sicheres Zeichen für jemanden, der seine Unterhose auf dem Kopf trägt.?
? TERRY PRATCHETT, MUMMENSCHANZ
... so ein s*****, bin gespannt wo das endet (oder besser nicht).
Barbara : was ist " heliGlüwu " ????
geändert von - ralfab on 14/01/2009 15:18:46
Tja Frank,
meinen Glühstrumpf dazu.
Nun sind wir alten Säcke wohl bald auf Halde, wie?
Dino
______________________
Lieber Gott, hilf mir, mein großes Maul zu halten.
Wenigstens so lange, bis ich weiß, wovon ich rede.
(F.J. Strauß)
"heliGlüwu" ist ein Glühwürmchen 2.0, das jetzt modernisierterweise mit einem Helikopter mit Diodenbeleuchtung durch die Gegend fliegt. Das dann noch passend für's Internet klein geschrieben und abgekürzt.
@RalfAb: heliGlüwu = herzlichen Glückwunsch ;-)
@Dino: Ich sitze hier immer noch so warm und trocken, daß ich mich in diesem Thread kaum zu äußern wage...
Hi Senior Frank,
auch von mir ein Glühstrumpf, auf die nächsten 1000!
@ Dino
Gehe davon aus, dass Du als Nichtschwimmer trotzdem, dank dem typischen, langen Hals dieser Gattung, nicht untergehen wirst!
Wünsch Dir viel Glück auf der Suche nach einer neuen Chance!
Und buche ja das UT 2009!
Da bekommst Du wieder einen Motivationsschub, da spukt ein Dino Feuer und wird zum Drachen ;-)
Gute Zeit!
Qualyman - Qualitäter aus Überzeugung und Leidenschaft, auch wenn´s mal Leiden schafft!
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@ evereve
Flüge sind teuer.
Wir wollten über Weihnachten hin....aber.
Hin- und Rückflug über AirFrance ab Paris für Frau, Kind und mich. Satte 2700,- ?
Schwimmen ist da besser ;-)
Ich bin übrigens auf der Suche nach einer Reederei.
Hab mal gehört es gibt Frachtschiffe, auf denen man kostengünstig mitschippern kann.
Bisschen Deck schrubben oder in der Kombüse mit anpacken, senkt die Kosten weiter.
Es muss nämlich einiges mit, nach Reunion.
Also bitte.....wer dazu nen Link oder Infos hat. Bin dankbarer Empfänger ;-)
Gruß
Harald
Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es.
Leute Leute,
die Entwicklung dieses Threads führt dazu, dass ich langsam aber sicher nimmer recht weiß, was mir lieber ist, nämlich entweder...
- froh darüber zu sein, dass ich in der glücklichen Lage zu sein scheine, von Kurzarbeit oder Entlassung voraussichtlich verschont zu bleiben, da die FinKri auf uns offensichtlich nicht durchhaut (zumindest noch nicht);
- oder neidisch darauf zu werden, auf die Ideen/Pläne/Chancen/Erfahrungen derjenigen, die einen möglichen Neustart im und um den Indischen Ozean, oder wo immer auch sonst, andenken!
ACHTUNG:
Und das war jetzt wirklich nicht ironisch gemeint!
Weil mein Job scheint zwar sicher, aber wenn man das drumherum sowohl intern als auch extern sieht und dann noch den Einfluss auf die Entwicklung des eigenen Jobs in allen Aspekten betrachtet, dann könnte einem mit der Zeit tatsächlich das blanke K***en überkommen!
Egal wer jetzt in der nahen Zukunft, was auch immer erlebt oder durchmachen muss, immer zwei Leitsätze merken:
1. QUALITÄT SETZT SICH DURCH!
(das war, ist und wird immer so bleiben; Ist manchmal nur eine Frage der Zeit...)
2. Es gibt keine falschen Entscheidungen!
(man kann nämlich jederzeit eine neue Entscheidung treffen)
In diesem Sinne die besten Grüße,
M
Eine interessante Feststellung meinerseits..
Manche Lieferanten haben soweit heruntergefahren (Kurzarbeit etc), daß sie zu wenig Leute und Kapazität haben, um ihre regulären Bestellungen zeitnah abzuarbeiten :/ Ich hoffe, daß unsere kritischen Lieferanten unbeschadet durch die Kriese kommen.
[quote]
Eine interessante Feststellung meinerseits..
Manche Lieferanten haben soweit heruntergefahren (Kurzarbeit etc), daß sie zu wenig Leute und Kapazität haben, um ihre regulären Bestellungen zeitnah abzuarbeiten :/ Ich hoffe, daß unsere kritischen Lieferanten unbeschadet durch die Kriese kommen.
[/quote]
Sorry, wenn ich lache... aber irgendwie kommt mir das gerade bekannt vor......
Keine Leute - Kurzarbeit - Lieferrückstände - Qualitätsdefekte....
Dino
______________________
Lieber Gott, hilf mir, mein großes Maul zu halten.
Wenigstens so lange, bis ich weiß, wovon ich rede.
(F.J. Strauß)
Hi Leute,
ich habe noch Glück. Wir merken NOCH recht wenig von der FiKri. Allerdings war mein letztes Jahr dermassen der Horror (TS Erstzertifizierung, CCC-Zertifizierung etc) das ich ein bissle Kurzarbeit vertragen könnte. Für alle die ihren Job veloren haben tut es mir leid ABER man ist gezwungen sich zu verändern, flexibel zu sein. Ein Zwangsende kann manchmal auch neue Tore offnen weil man gezwungen ist die Scheuklappen zu öffnen. Gezwungen wird den Alltagstrott zu verlassen.
Seht diese Fikri als Zwangschance für vielleicht längst fällige Veränderungen an.
Ja, Schniker.
Schön und gut.
Das läuft aktuell aber ein bisschen wie beim Beamen.
"Witzig, witzig, Scotty. Und jetzt bitte noch meine Kleider."
Gruß
Harald
Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es.
jo schniker, da hat man sich in den letzten 5,6 jahren was aufgebaut, kollegen- und freundeskreis sind da, vielleicht ein häusle mit ein paar kätzchen oder kindern und dann kommt der große personalfreisetzvorgang und du bist dann ganz flexibel, hängst dein häuschen an das auto und fährst in die nächste stadt. oder so ;)
"das ist ein walversprechen. das muß man nicht halten!" käpt'n blaubär, der weiseste bär des universums
@hackilein: [url="http://www.wummihaus.de/1-neu-gartenhaus-startseite.htm"]kommt aufs Haus drauf an[/url] *scnr*
Ms President... Hack hat schon (sehr) recht...
---
"Wenn du eine weise Antwort verlangst, mußt du vernünftig fragen"
olle Wolfgang Johann von Goethe
-wird mir immer sympatischer der Mann-
---
[quote]
kommt aufs Haus drauf an *scnr*
[/quote]
Wenn mobil, dann bitte mit [url="http://whisperingcraneinstitute.files.wordpress.com/2007/11/aircraft-carrier-with-golf-course.jpg"]Stil[/url] ;)
Moin,
mal wieder zum Thema zurück?
Mir geht das ein wenig auf den Geist, dass diese "Krise" nun als Schuldiger bei den Problemen der Autohersteller herhalten muss. OK, die Krise ist nicht wegzureden, aber:
Bereits im Frühjahr 2008 haben Daimler und einige andere einen Absatzrückgang im 4.Quartal prognostiziert. Und die Zahlen, die bei uns vorlagen haben die bestätigt. Die Abrufe gingen weiter zurück, bereits VOR der Krise!
Aber es ist einfacher, nun die Schuld auf die Banker (ja, auch die haben Schuld) zu schieben, als mal darüber nachzudenken, wo es klemmt.
Als im letzten Sommer der Ölpreis mehr als 4 mal so hoch war wie im Moment und das Benzin so teuer war, dass man sein Zippo Feuerzeug nur mit nem Kleinkredit auftanken konnte, da jammerten die Hersteller alle rum. Aber was tut sich? Nix!
Nein, wir Deutschen überlegen, wie wir den CO2 Ausstoß möglichst Spritfresserfreundlich berechnen können, anstelle Modelle aufzulegen, die sparsam sind und damit auch den Ausstoß zu senken.
Aber das muss nun der Staat, also wir Steuerzahler, mal wieder richten.
Und so schließt sich mal wieder der Kreis.
WIr, also der Verbraucher, weigern uns,diese Spitmonster zu kaufen, da wir sie uns nicht leisten können. Also gehen die Hersteller kaputt und wir, also der Verbraucher, zahlen die Zeche, ohne einen Gegenwert dafür zu erhalten.
Dino
______________________
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Wenigstens so lange, bis ich weiß, wovon ich rede.
(F.J. Strauß)
@Dino: Interessante Überlegung/Fazit.
Was mich mal interessieren würde wäre, ob die in der Vergangenheit immer wieder angestellten Spekulationen, die Autobauer hätten tatsächlich fertige Pläne von "spritlosen" Automobilen in der verschlossenen Schublade, tatsächlich stimmen oder nicht. Und die würden nur aufgrund der "Öl-Lieferanten-Lobby" nicht zum vorschein kommen!?
These:
Ich kanns mir nicht vorstellen, weil in der jetzigen Lage wäre das doch für viele Autobauer eventuell die Lösung schlechthin für ihre Krise...!? Nein?
Oder ist die Öl-Lobby so übermächtig?
Oder die Politik spielt da etwa noch gehörig mit?
...
Hallo,
ich glaube, diese Spekulationen führen uns nicht weiter. Wer da wo was im Schuber hat oder nicht weiß eh keiner.
Ich finde es nur seltsam, dass wir so verschaukelt werden. Aber da müssen wir durch.
Dino
______________________
Lieber Gott, hilf mir, mein großes Maul zu halten.
Wenigstens so lange, bis ich weiß, wovon ich rede.
(F.J. Strauß)
Rööööchtöööööög - wenn ein's sicher ist, dann dass wir da durch müssen...
Mal Kurz off - topic:
Was sagt ein arbeitsloser QMB zu einem arbeitenden QMB??
Einmal Pommes rot - weiß, bitte....
Dino
______________________
Lieber Gott, hilf mir, mein großes Maul zu halten.
Wenigstens so lange, bis ich weiß, wovon ich rede.
(F.J. Strauß)
@Barbara:
WUMMIHAUS????????????
Ich glaube nicht, dass ich jemandem ein Haus abkaufen würde, der seine Firma nach dem fünften Teletubbie benannt hat....
Gruß
Evereve99
?Hast Du die ganzen Ausrufezeichen bemerkt? Fünf? Ein sicheres Zeichen für jemanden, der seine Unterhose auf dem Kopf trägt.?
? TERRY PRATCHETT, MUMMENSCHANZ
evereve...
Fünf Ausrufezeichen sind ein sicheres Zeichen für jemanden, der seine Unterhose auf dem Kopf trägt.
Aber 12 Fragezeichen !!!!!
Vielleicht ein sicheres Zeichen für jemanden der nicht gern im Teletubby-Land wohnen würde.
Ohhh ohhhh
P.S.:
Also das Feinrippteil auf meinem Kopf wärmt mir wunderbar die Ohren, bei dieser Kälte.
Gruß
Harald
Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es.
klar für jeden ist das natürlich nicht so einfach. Vorallem nicht wenn man familienvater ist. Aber es gibt auch genug die es trifft die nicht gar so gebunden sind. Und ich meine ja auch nicht gleich auswandern. Also wenn ich meinen job verliere (habe zwar keine Kinder aber ein Haus) dann backe ich halt mal ne zeitlang kleine brötchen und halte augen und ohren offenen für alternativen. Klar es ändert sich dann ne Menge und ne zeitlang macht das bestimmt auch keinen spass aber oftmals verändert man sich ja nicht freiwillig sondern muss dazu gezwungen werden. Bei mir hatte jede noch so negative veränderung letztendlich was positives. Oftmals liegt es an einem selbst was man draus macht und wie man es betrachtet.
Also bei uns ist davon noch nix zu spüren...im Gegenteil, seid 2 Wochen fahren wir 2 Schichten, weil wir sonst nicht mehr mitkommen mit der Produktion.
Na, Pranne, da freuen wir uns für dich? Was produziert ihr denn?
Antragsformulare für Kurzarbeit? *smile*
Dino
______________________
Lieber Gott, hilf mir, mein großes Maul zu halten.
Wenigstens so lange, bis ich weiß, wovon ich rede.
(F.J. Strauß)
Steuerungstechnik für untertägige Kohleförderung.
Und nö, solche Zettel brauchen wir gerade nicht.:-)
Hallo,
ich sitze hier im meinem Büro und arbeite Dinge ab die in den letzten Wochen liegen geblieben sind. In der Produktionshalle unter mir herrscht absolute Stille und Einsamkeit. Die Produktion ruht und die Hallen sind kalt. Das soll nun jeden Freitag und Montag der Fall sein, und das auf unbestimmte Zeit. Ab Februar fahren wir dann offiziell Kurzarbeit, und alle können zu Hause bleiben. Das macht einem wirklich Angst!
So viel zu meiner Situation
LG, derBernd
Ja, es ist schon beängstigend wie schnell sich der Himmel verfinstert hat. Bin gespannt wo das endet. Habe eh nie verstanden wie ein Wirtschaftssystem auf ständigem Wachstum basieren kann, irgendwann sollte der Markt doch gesättigt sein...
Im Moment kann man froh sein wie Pranne als Bergbauzulieferer tätig zu sein, an denen geht im Moment noch der Kelch vorbei - sind ja auch schon fasst ausgestorben (zumindest in D).
Ralf
@RalfAB:
Das Wachstum bestand darin, dass auf Kredit konsumiert wurde. Jetzt ist die Blase geplatzt.
Ein heilsamer Schock, wie ich finde.
Die Chance zur Umkehr zu nachhaltigem und ressourcenschonendem Wirtschaften: QM wie es sein soll !
Martin S
so, nun krachts auch hier in der takelage.
11% prozent der belegschaft wurden "freigesetzt". mal sehen, wann es den rest erwischt.
"das ist ein walversprechen. das muß man nicht halten!" käpt'n blaubär, der weiseste bär des universums
Wie "freigesetzt"???
Ich hätte nie gedacht das es solche Ausmaße annimmt...:-(
Hallo Pranne,
lass dir den letzten Satz patentieren und verlange pro Zitat durch Politiker und Wirtschaftsexperten 1,-?.
Bis Herbst hassu dann locker ne All-Inclusive Weltreise zusammen.
;-)
Gruß
Harald
Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es.
..statt 1 ? gibt es Anleihen von Lehmann Brothers ;->
Bei uns in der Gegend sind mit einem Schlag auch 1000 Arbeitsplätze gefährdet, Kettler will 600 Stellen streichen und die Standard Metall Werke melden vorläufige Insolvenz an - alles an einem Tag...
Ralf
geändert von - ralfab on 28/01/2009 10:10:15
pranne, war das ne ernstgemeinte frage???
dann setz ich mir gleich meine u-hose auf den kopf...
möchte nur wissen, wie die bude dann hier noch funktioniren soll, weil dem rest gerade kug avisiert wurde :(
"das ist ein walversprechen. das muß man nicht halten!" käpt'n blaubär, der weiseste bär des universums
Ich...korrigiere meine Satz in:
"Ich habe GEHOFFT das es nicht solche Ausmaße annimmt."
Das trifft die Sache wohl eher.
Ich möchte mich dafür entschuldigen.
Aber wo soll denn das noch alles hinführen??
Schaut man sich die Lage um einen herum mal an, sieht es doch so aus als stehe Deutschland kurz vor dem Zusammenbruch?
Alle die Stütze vom Staat kriegen sind n paar Banken und Konzerne, die an ihren Problemen wohl hauptsächlich selber Schuld sind.
Und die Betriebe? Mittelständisch oder kleiner?
Null.
Die
geändert von - Pranne on 28/01/2009 10:29:58
geändert von - Pranne on 28/01/2009 10:33:42
Du bist ja nicht Schuld, Pranne....oder ?
...Oder ????!!!!!
;-D
Wie schlimm es wird...weiß man übrigens immer noch nicht.
Neutrale Foren pegeln sich bei etwa 30% Arbeitslosenquote (bis Ende des Jahres) ein.
Das Konjunkturpaket II zeigt jedoch deutlich, wohin die Reise gehen soll.
Untere/mittlere Einkommen werden mit 150 Mio. ? entlastet.
Höhere Einkommen werden mit dem 10-fachen also 1.500 Mio ? entlastet.
Somit sind die Krisengewinner und -verlierer von unserer freundlichen Kanzlerette schonmal definiert.
Mit Spannung wird in diversen Foren erwartet, wie Steinbrück den Bürgern erklären will, dass
a) er der HRE JEDEN Betrag zuschiessen MUSS, um katastrophale Folgen für das Credit Rating der BRD auszuschließen.
Der Boden ist noch lange nicht in Sicht.
b) wir keinen einzigen Schlüssel zu Fort Knox haben.
Dort liegen nämlich die deutschen Goldreserven, die unsere CDU nun auch noch -zu Gunsten der Leisure class- verbraten möchte.
Interessante Zeiten.
;-)
Gruß
Harald
Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es.
Ich bin mir ziemlich sicher ich hab damit nix zu tun.:-)
30% Arbeitslosenquote wären eine wirklich gute Grundlage für Unruhen und Bürgerkrieg, das uns das mal erspart bleibt..
Und unsere Goldreserven lagern bei den Amis??? Ganz sicher????
Wieso denn nicht hier??
Hi,
tja.... böse Zungen behaupten, das wäre ein Teil des Grundlagenvertrages nach dem 2. Weltkrieg....
Dino
______________________
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Wenigstens so lange, bis ich weiß, wovon ich rede.
(F.J. Strauß)
wofür Goldreserven ? Wir haben doch die Alchimie...
geändert von - ralfab on 28/01/2009 11:35:01
Die 30% sind ebenso spekulativ, wie das vom Lobbykratentum unserer Bananenrepublik herbeigeredete Licht am Ende des Tunnels.
Bzgl. Gold
Die BRD wurde erst nach der Wiedervereinigung 90/91 die volle Staatssouveränität "zugebilligt".
Der Großteil unserer Goldreserven wurden allerdings vor diesem Zeitpunkt hinterlegt....in einem souveränen Besatzerland (USA). Und da liegen sie bis heute.
....sofern die Bilderberger es nicht schon anektiert haben.
Darüber kann jedoch nur spekuliert werden.
Gruß
Harald
Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es.
Also,
nur als kleiner Hinweis:
Ihr könnt das Gold sogar besichtigen:
"In der Tat lagert der bei Weitem überwiegende Teil der deutschen Goldreserven (etwa 3500 Tonnen) in New York, genauer in den Kellern der US-Zentralbank Federal Reserve, Manhattan, 33 Liberty Street. Wer will, kann das deutsche Gold dort sogar besichtigen und die bunten Deutschland-Fähnchen auf den gestapelten Barren bewundern. Damit ist die Deutsche Bundesbank die wohl einzige Zentralbank weltweit, die den überwiegenden Teil ihres Goldes nicht im eigenen Land lagert ? anders als z.B. Franzosen, Engländer und eben auch Amerikaner."
Aus: http://www.focus.de/finanzen/doenchkolumne/finanzkrise-wo-ist-unser-gold_aid_338834.html
Nur der Vollständigkeit halber.
Dino
______________________
Lieber Gott, hilf mir, mein großes Maul zu halten.
Wenigstens so lange, bis ich weiß, wovon ich rede.
(F.J. Strauß)
@Pranne:
Oder mach es wie Harry Rowohlt, der nimmt heute noch für die Beantwortung einer Frage, die sich leicht aufdrängen mag, 5 D-Mark(!) 8-))
Doch noch was zum Thema:
Ein Standort wie leergefegt, vieeeeel Platz zum Fussballspielen mit entsprechender Personalfreisetzung, der andere Standort vom Versuch der Kurzarbeit (hier ist man an seinen eigenen Methoden gescheitert..) in 3(!) Wochen auf Doppelschicht am Samstag (sonst frei) und Urlaubssperre....
Wo ist denn die Thermounterhose.............
@HaraldE: Doch, ich lebe hier in Teletubbyland, das Gefühl hat man wenigstens manchmal!
Gruß
Evereve99
?Hast Du die ganzen Ausrufezeichen bemerkt? Fünf? Ein sicheres Zeichen für jemanden, der seine Unterhose auf dem Kopf trägt.?
? TERRY PRATCHETT, MUMMENSCHANZ
geändert von - evereve99 on 28/01/2009 12:22:45
@evereve99
*loool*
Chaos und Anarchie.
Aber vielleicht hat das ja auch sein Gutes, zum Beispiel könnte man bei dieser Gelegenheit diesen unregierbaren Bananenstaat mal aufräumen+umkrempeln.
Kein Land in Europa ist doch so in Stücke geschlagen und unübersichtlich wie das, wo drin wir Leben.
Muss denn jeder Fleck auf der Landkarte ne eigene Landesregierung haben, mit allen dazugehörigen Ministern, Millionen von Ratgebern und was weiss ich noch alles..
Aber gut...das gehört hier nicht hin.
Moin,
kurzes Update (Automotive).
Der Abwärtssog hat uns erfasst.
Obwohl unser Kunde diesen Monat bereits Kurzarbeit fährt (es werden in diesem Jahr mind. 45 Tage), verweigert unser BR Zustimmung, da unsere Firma keine Zuzahlung zum Kurzarbeitergeld leisten will.
Der Produktionsausfall muss somit mit Freizeitkonten, Urlaub und/oder unbezahltem !!!!! Urlaub abgegolten werden.
Etlichen Leiharbeitern wurde gekündigt.
Es hagelt Abmahnungen für Kleinigkeiten. Heute aktuell für einen MA der 1 Stunde zu spät kam (verschlafen....das erste Mal seit 9 Monaten).
Nacharbeit sowie Nacharbeits- und Ausschußkosten steigen zweistellig.
Stimmung und Arbeitsmoral auf dem Tiefpunkt.
Prozeßfähigkeiten absteigend.
Und dabei hat uns die Krise gerade erst erfasst. ;-)
Ich bin dann ab Donnerstag bis Ende Februar zuhause und poliere meine Glaskugel....die Gute. Hat sich bisher nicht getäuscht.
Gruß
Harald
Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es.
...Jetz geht s auch bei uns los-- obwohl wir unsere Hausaufgaben gemacht haben, und die Auftragsbücher sogar schon für 2010 voll sind, bekommen wir es ab: der bekannteste Energie riese will seine Rechnungen nicht bezahlen, wir haben etliche mio außenstände bei denen (jetz gehts vor gericht) und zusätzlich Vorproduktion für kommende Projekte geleistet....
Das bedeutet für uns: alle Personalerweiterungen sind geblockt, weiterhin etwa 2h täglich überstunden und die Ansage, dass wir uns die nicht auszahlen lassen können-- abfeiern geht auch nicht, sonst steht der Laden hier bald still.
Mich persönlich triffst noch nicht so hart, ich bin ja als QMB pojketübergeordnet tätig, aber die armen kollegen... einige sind Krank und schaffe trotzdem 10h täglich....
sich [url="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,606591,00.html"]aufkaufen[/url] zu lassen wäre doch eine super idee...
(wer ironie und/oder sarkasmus sucht, wird sicherlich fündig ;) )
"das ist ein walversprechen. das muß man nicht halten!" käpt'n blaubär, der weiseste bär des universums
Die Araber ???
hehehe hackilein
Dann kommen wir um die Islamisierung nicht herum.
Kopftuchpflicht im Aldi und diese kleidsamen schwarzen....Kartoffelsäcke?....Kinosaalvorhänge?...für Frauen sowie Männer- und Frauentage im Schwimmbad, Prohibition und FKK-Verbot.
Spaaaaannend !!!!
Und bei Präsentationen bitte künftig den Beamer nach Mekka ausrichten ;-)))
Also...
Reiten wir mit Wüstenschiffen zum in die Wüste schiffen.
seufz.....ist Zeit für meine Pillen. ;-)
Gruß
Harald
Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es.
[quote]
Das bedeutet für uns: alle Personalerweiterungen sind geblockt, weiterhin etwa 2h täglich überstunden und die Ansage, dass wir uns die nicht auszahlen lassen können-- abfeiern geht auch nicht, sonst steht der Laden hier bald still."
@hagazuza
Man das ich darauf nicht gekommen bin...Arbeiten ohne Lohn UND ohne Möglichkeit auf Ausgleich...
Nennt man sowas nicht Sklaverei?
Eine gute Möglichkeit Geld einzusparen!!!
Echt toll!
@Hacki
Echt tolle Sache!:-)))
Die sind auch echt drollig:
In ihrem Grössenwahn kaufen die etwas, ohne nachzudenken (als ob das nicht vorher klar war) und dann kommen sie angejammert und faseln etwas von Krise, obwohl ihr Problem hausgemacht und nur aus Profitgier entstanden ist...was soll man dazu noch sagen..?
... und dann erst diese hübschen schwimmburkas, plastikganzkörperkondome für die moderene, strenggläubige Muslimin....
[quote]
... und dann erst diese hübschen schwimmburkas, plastikganzkörperkondome für die moderene, strenggläubige Muslimin....
[/quote]
NOCH macht ihr Witze drüber...
"sich aufkaufen zu lassen wäre doch eine super idee...
(wer ironie und/oder sarkasmus sucht, wird sicherlich fündig ;) )"
Hacki,
ist wohl für uns keine Option, da wir alle nicht so blond sind wie Maria-Christiane und somit ausserhalb des Emirs Beuteschema...
Gruß
Evereve99
?Hast Du die ganzen Ausrufezeichen bemerkt? Fünf? Ein sicheres Zeichen für jemanden, der seine Unterhose auf dem Kopf trägt.?
? TERRY PRATCHETT, MUMMENSCHANZ
Galgenhumor.
Dicke Dividenden trotz Milliardenverlusten.
Ein aalglatter, karrieregeiler Newbie als Wirtschaftsminister gegen diese Krise.
AG-Präsi Hundt ist von dem Mann begeistert (für noch höhere Firmengewinne, gegen Mindestlohn, schärfere Hartzgesetze).....da stellt's mir die Haare.
Und Michel zahlt artig die Zeche.....denkt sogar schwarz-gelb wäre die Rettung.
Brandstifter inne Feuerwehr...muahaha.
Übrigens. Krise ist auch Wandel !
Aktuell versammeln sich -unter freundlichem Kopfnicken unseres Drei-Knopf-Hosenanzugs-die Oberzocker um Agrar-Derivate.
Öl ist zu langweilig geworden.
Im Rahmen der Krise wird nun vermehrt mit Nahrung gezockt.
Nahrung besitzt einen sehr langen Hebel.
Was das bewirkt, muss ich nicht erklären.
Dieser Wandel wird uns nicht gefallen. Oh nein.
Und was machen derweil unsere Politiker ?
Mal inne Net-Zeitungen schauen.
Ahja....eine aus Steuergeldern bezahlte Inforeise nach Kenia und Tansania incl. Safari um sich vor Ort die Auswirkungen des Klimawandels auf den Tanzstil der Massai anzuschauen.....bzw. das Spielpotential für Oberzocker auszuloten.
Witzig ???
Ne....Galgenhumor, Pranne.
Der Point of no return ist überschritten.
Gruß
Harald
Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es.
Kann schon sein....nur wie gehts weiter?
Waren es bis dato Kredite, die die Menschen in Lohnsklaventum trieben, so stehen die Weichen nun auf Nahrung als Druckmittel (z.B. Monsanto).
Das hier hab ich mal in einem anderen Forum dazu geschrieben.
**
Für mich ist das jedoch ein zutiefst instabiler Prozeß mit viel zu vielen Unbekannten.
Damit meine ich Wechselwirkungen zwischen Politik, Unruhen, Ressourcen, Wirtschaft, Militär die man -in ihrer Variantenvielfalt- unmöglich umfänglich spezifizieren kann.
Es ist unmöglich einen beherrschten Prozeß unter beherrschbaren Rahmenbedingungen zu generieren, wenn nicht alle Einflußgrößen definiert sind.
**
Mit anderen Worten.
Ich hab zwar keine Lösung, aber ich bewundere das Problem.
Gruß
Harald
Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es.
Vorschlag:
Den Mindestlohn kräftig erhöhen, damit die "unteren" Berufsschichten mehr Geld in den Umlauf bringen (das sind meist die Berufsgruppen, die noch so viel Monat am Ende des Gehaltes übrig haben).
Dafür Hochlohnempfängern das Gehalt kräftig kürzen - denn die bringen ihr Geld meistens auf die Hohe Kante - und entziehen es damit dem Geldumlauf.
Eine Wirtschaft funktioniert nur, wenn Geld und Waren im Umlauf sind.
Wenn Unternehmen am Lohn kürzen, dann sägen sie letztendlich am eigenen Ast - kaufmännisches Grundwissen.
Martin S
zum thema mehr geld bekommen könnt ihr euch gerne bei spiegel belesen:
[url="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,606895,00.html"]HRE[/url]
[url="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,606821,00.html"]Börse[/url]
ich frage mich, wo der kaufmann hier ist...
"das ist ein walversprechen. das muß man nicht halten!" käpt'n blaubär, der weiseste bär des universums
geändert von - hackilein on 11/02/2009 12:00:56
Na hoppla...so schnell kann's gehen.
Mein Arbeitgeber verkündet vor 4 Wochen stolz, wie hervorragend wir für die Krise doch gerüstet sind.
Jetzt macht das Wort "Insolvenz" die Runde.
Egal wie es kommt, ich werd zurecht kommen.
Die Merkel'sche Propagandamaschinerie zu hinterfragen und eigene Denkprozesse zu starten zahlt sich jetzt aus.
Fühlt sich dennoch komisch an, es am eigenen Leib zu erfahren.
Nun denn ;-)
In gut 2 Stunden bin ich bis auf Weiteres in Kurzarbeit.
Gut, dass die GF nicht den Humor verloren hat:
"Kurzarbeit bis März.....die Jahreszahl reichen wir nach."
Gruß
Harald
Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es.
[quote]
Na hoppla...so schnell kann's gehen.
Mein Arbeitgeber verkündet vor 4 Wochen stolz, wie hervorragend wir für die Krise doch gerüstet sind.
[/quote]
Du hast diese Bemerkung einfach nur falsch verstanden.
Es bedeutet das er ausreichend Geld für sich beiseite geschafft hat, um den Zusammenbruch gut zu überleben.
hackilein,
das mit den zusätzlichen Steuergeldern für die Münchner HRE wird klar, wenn man sich das Parteibuch des Wirtschaftsministers anschaut.
Das erkennt man auch ohne Turtle ;-)
Und mit der WallStreet.
Den gehen so langsam auch die Ideen aus, woher die ganzen Renditen und Boni kommen sollen.
Wie gesagt.
Die Party ist vorbei. Der Point of no return ist überschritten.
Aber das stehen wir durch. Da bin ich mir absolut sicher.
Gruß
Harald
Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es.
@ Pranne
Kann gut sein. ;-)
Ist ja auch schon im Rentenalter, der Gute.
Grübelt jetzt wahrscheinlich, wie er den Maybach auf seine Yacht im Hamburger Hafen bekommt. Kurs Cayman's.
Ich gönn's ihm.
Sehr familienfreundlicher Firmenchef und für die Politik der letzte Jahre kann er nix.
Gruß
Harald
Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es.
Ganz frisch: ...
Dear Employee,
As a result of the reduction of money budgeted for all department
areas, we are forced to cut down on our number of personnel. Under this
plan, older employees will be asked to take early retirement, thus
permitting the retention of younger people who represent our future.
Therefore, a program to phase out older personnel by the end of the
next fiscal year, via retirement, will be placed into effect immediately.
This program will be known as Severance of Late-Aged
Personnel (S.L.A.P).
Employees who are SLAPPED will be given the opportunity to look for
jobs outside the company.
SLAPPED employees can request a review of their employment records
before actual retirement takes place. This review phase of the program will
be called Survey of Capabilities of Retired Elderly Workers (S.C.R.E.W).
All employees who have been SLAPPED and SCREWED may file an appeal
with upper management.
This appeal is called Study by Higher Authority Following
Termination (S.H.A.F.T.).
Under the terms of the new policy, an employee may be SLAPPED once,
SCREWED twice, but may be SHAFTED as many times as the company deems
appropriate.
If an employee follows the above procedure, he/she will be entitled to
get: H.E.R.P.E.S. (Half Earnings for Retired Personnel's Early Severance) or
C.L.A.P. (Combined Lump sum Assistance Payment).
As H.E.R.P.E.S. and C.L.A.P. are considered benefit plans, any
employee who has received H.E.R.P.E.S. or C.L.A.P. will no longer be SLAPPED
or SCREWED by the company.
Management wishes to assure the younger employees who remain on board
that the company will continue its policy of training employees through our:
Special High Intensity Training (S.H.I.T.).
We take pride in the amount of S.H.I.T. our employees receive. We have
given our employees more S.H.I.T. than any company in this area. If any
employee feels they do not receive enough S.H.I.T. on the job, see your
supervisor immediately. Your supervisor is specially trained to make sure you
receive all the S.H.I.T. you can stand.
And, once again, thanks for all your years of loyal service with us!
The Management
Rossy
Ich weiss nicht ob es besser wird wenn es anders wird.
Aber es muss anders werden, damit es besser wird. >Lichtenberg<
Das oben Geschriebene ist BULLSHIT.
Rossy,
wo hast du DAS denn ausgegraben.....
Ist ja köstlich, wenn es denn wirklich Satire ist, was ich beim Lesen vermutet habe.
Dino
______________________
Lieber Gott, hilf mir, mein großes Maul zu halten.
Wenigstens so lange, bis ich weiß, wovon ich rede.
(F.J. Strauß)
Hallo geschätztes Forum!
Irgendwo hat jemand gefragt: Wie geht es weiter?
Ich hab noch eine weitere Frage: was bleibt denn noch übrig?
Deutsche Traditionsfirmen sind so gut wie alle von Heuschrecken bis auf das Gerippe abgenagt und ausgespuckt (AEG, Siemens, Telefunken, Grundig, Märklin, Schiesser, Rosenthal usw.).
Über 40.000 (vierzigtausend) Unternehmen gehen jährlich in Deutschland vor die Hunde (mehr oder weniger ohne Konjunkturunterstützung), darunter auch die vielen Klein-und Mittelständigen, welche bislang noch für Nachwuchs (Auszubildende) sorgten.
Da werden Abwrackprämien von Euro 2.500 vom Staat verteilt, die sich die unter den Nagel reisen, welche ihre alten koreanischen Kisten verschrotten lassen und mit der Prämie einen neuen Japaner oder Koreaner kaufen.
Wo ist hier der Nutzen für die deutsche Wirtschaft, den Automobilbauern, deren Lieferanten und Unterlieferanten?
Made in Germany = die Maden sind in Deutschland
Gute Zeit!
Qualyman - Qualitäter aus Überzeugung und Leidenschaft, auch wenn´s mal Leiden schafft!
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geändert von - qualyman on 13/02/2009 07:33:50
*Provokationsmodus an*
Hm, man sollte aber auch nicht vergessen, das auch ein japanisches Auto in Deutschland transportiert, gelagert und geputzt werden muss (nicht zu vergessen geschützt) bevor es von deutschen Verkäufern verkauft wird.
Danach muss es gewartet und repariert werden...in der Regel von deutschen Mechanikern...
Wollen wir die alle auf die Strasse setzen weil sie keine deutschen Produkte anbieten?
*Provokationsmodus aus*
Fazit: Man kann sich über den generellen Sinn oder Unsinn der Abwrackprämie unterhalten, aber wo das Fzg dann gekauft wird in Deutschland sollte zur Erhaltung der Arbeitsplätze (sofern das Mittel greift) egal sein... .
Just thoughts... .
P.S.: Zum Thema, bei uns ist die Krise auch angekommen, allerdings geht es uns noch sehr gut.
Wer sich zu wichtig für kleine Arbeiten hält, ist of zu klein für wichtige Arbeiten.
(Jaques Tati)
Hallo!
Ich hab mich ja lange rausgehalten, aber jetzt muss ich auch mal.
Wisst ihr eigentlich wieviele Zulieferer (Auto, Maschinenbau, Anlagenbau, etc. etc) in NRW jetzt von den Asiaten leben und auch zu "besseren" Zeiten damit eine erhebliche Anzahl von Arbeitsplätzen geschafft haben? Ohne die kann doch kaum einer wirklich gut existieren. Also sollen sie auch deren Produkte kaufen. Und wenn unsere gloreiche deutsche Autoindustrie nicht in der Lage ist markgerechte Fahrzeuge zu Entwickeln und dann auch in Deutschland zu produzieren! Dann haben sie halt pech gehabt. Bevor jetzt die Diskussion Deutsch oder nicht Deutsch ausartet. Ich fahre auch kein Deutsches Auto. Warum: Ich habe nun mal nicht das Einkommen für VW, Audi, Mercedes oder BMW. Und um die geht es ja gerade. Und Firmen die ihren Leuten bei der Kurzarbeit noch Geld dazugeben, gleichzeitig vom Staat Geld bekommen, den kann es in meiner Denkweise nicht wirklich schlecht gehen. Wenn ich Fehler mache (privat) muss ich sie auch selber verantworten.
Gruß
Michael
Hakt net so auf die japaner oder chinesen rum. die franzosen und italiener verkaufen auch gute und günstige autos. Deutsche Autos sind nicht mehr so wie früher die besseren autos, aber dafür die wesentlich teureren. Ich persönlich werde nie einen deutschen neuwagen kaufen, da die preise eine frechheit sind. für einen orthonormalverbraucher absolut unerschwinglich ausser man will in die schuldenfalle geraten.
schniker, das ist doch kein problem: du nimmst dann einfach nen kredit für den kredit, um den kredit fürs auto zu refinanzieren... achne, so oder ähnlich hats ja angefangen :(
"das ist ein walversprechen. das muß man nicht halten!" käpt'n blaubär, der weiseste bär des universums
Sorry...
auch wenn ihr mich rauswerft... aber DEN find ich hart.
[url="http://www.welt.de/vermischtes/article3193523/Jetzt-kommt-die-Abwrackpraemie-fuer-Vibratoren.html"]Abwrackprämie[/url]
Dino
______________________
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Wenigstens so lange, bis ich weiß, wovon ich rede.
(F.J. Strauß)
Wenn wundert das ? Wenn selbst die amerikanische Pornoindustrie nach Staatshilfen schreit.
Man muss halt mit dem Trend gehen.
Ralf
Hallo erstmal!
Ich möchte absolut nicht den Eindruck erwecken, dass ich etwas gegen die ausländische Autoindustrie oder sonst etwas habe.
Was mich außerordendlich bei der Finanz-/Wirtschafts-/Arbeitsmarktkrise fuchst, ist die Tatsache, dass man gerade denjenigen die Konjunktur- und Milliardenpaketen zuspielt, die ihren Job nedde wirklich gerade gut gemacht haben.
Auch sind da welche viele dabei, die jahrelang in den fettesten Jahren gesuhlt haben, utopische Managergehälter und -Abfindungen zahlen und den MA noch nicht mal eine Lohnerhöhung oberhalb der Inflationsrate gaben.
Nur raff, raff in die eigenen Taschen wirtschaften, das war die Devise!
Nun, wo das Ganze zusammbricht, erinnert man sich an den hilfsbereiten Staat, der die Milliarden-Pakete nur so schnürt und verschenkt.
Und genau dazu haben ettliche BundesbürgerInnen ihren Beitrag mittels den zahlreichen Steuerabgaben eingezahlt.
Und wofür?
Um diejenigen unter die Arme zu greifen, die nun in der Sch.... sitzen die jahrzehntelang absahnten, mit unseren Gelder zockten wo es nur ging und dabei nicht im Geringsten an den Staat (Bürger) dachten.
Und da gehen sie nun hin unsere Steuergroschen.
Mir wird es Angst und Bange, wie unsere BRD dies je wieder aufholen will, zumal immer mehr die Hände aufhalten und kein schlechtes Gewissen bekommen.
"Es ist nicht so, dass sie die Lösung nicht sehen.
Sie sehen das Problem nicht."
Gilbert Keith Chesterton
Schriftsteller 1874-1936
Gute Zeit!
Qualyman - Qualitäter aus Überzeugung und Leidenschaft, auch wenn´s mal Leiden schafft!
info ad quality minus first dot de
[quote]
Auch sind da welche viele dabei, die jahrelang in den fettesten Jahren gesuhlt haben, utopische Managergehälter und -Abfindungen zahlen und den MA noch nicht mal eine Lohnerhöhung oberhalb der Inflationsrate gaben.
Nur raff, raff in die eigenen Taschen wirtschaften, das war die Devise!
[/quote]
... und auch jetzt noch weiter Millionenprämien kassieren, mit Hinweis auf die immernoch laufenden Arbeitsverträge. Es war also nicht nur deren Devise, sondern es ist deren Devise.
el verde
Der Klügere gibt nach - diese traurige Wahrheit begründet die Weltherrschaft der Dummheit.
Ich finde eigentlich am traurigsten, dass unser Staat inzwischen nicht einmal mehr das Existenminimum für seine Bürger garantieren kann, Hartz 4 Empfänger als "Schmarotzer" bezeichnet werden und die Kinderarmut immer weiter steigt, aber für Firmen die Gelder klaglos locker gemacht werden... .
Aber das ist dann wohl nun wirklich "Off- topic"... .
Wer sich zu wichtig für kleine Arbeiten hält, ist of zu klein für wichtige Arbeiten.
(Jaques Tati)
Hallo Q...t...!
Absolut korrekt! Und bitte auch nicht die Rentner vergessen, die man jetzt auch noch mit Steuern belegt.
Die Milliarden müssen ja schließlich wieder rein kommen, egal wie und von wem.
Hauptsache die Bankster & Co haben wieder was zum verzocken
Gute Zeit!
Qualyman - Qualitäter aus Überzeugung und Leidenschaft, auch wenn´s mal Leiden schafft!
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Hallo zusammen!
Ich finde es faszinierend, daß sogar unter Qualitätern die Diskussion über die Prämien geführt wird, als ginge es um eine Frage der Moral. Mich würde vielmehr interessieren: Wie sieht ein Kennzahlensystem aus, das immer noch satte Prämien auswirft, obwohl das Unternehmen Verlust macht? Ein klassisches Vorführbeispiel für den Unfug von Individualzielen und Belohnungen, die nicht am Erfolg des Unternehmens als ganzes festgemacht werden.
Und ansonsten: Bitte mal ehrlich: Ihr habt 2 Kinder, die wahrscheinlich studieren wollen, das Haus ist nicht abbezahlt, Euer Unternehmen ist fast pleite, mit 70% Wahrscheinlichkeit seit Ihr zum Jahresende arbeitlos. Nehmt Ihr die Prämie für's letzte Jahr noch mit oder nicht???
Um ein bischen Bodenhaftung bittet
Frank
Moin Frank,
ein bischen Bodenhaftung ist gut...(-:
"Und ansonsten: Bitte mal ehrlich: Ihr habt 2 Kinder, die wahrscheinlich studieren wollen, das Haus ist nicht abbezahlt, Euer Unternehmen ist fast pleite, mit 70% Wahrscheinlichkeit seit Ihr zum Jahresende arbeitlos. Nehmt Ihr die Prämie für's letzte Jahr noch mit oder nicht???"
Bei den Gehältern für die diese Prämien ausgeschüttet werden müssen sich die Armen wirklich Sorgen machen...jetzt wo die fetten Jahre vorbei sind...(-:
Wenn einer von den Managern mit mir tauschen will, bitte Email. Biete sichere Existenz im Tausch gegen den Stress von ein paar Millionen auf dem Konto und der derzeit schlechten Publizität...(-:
Naja, Spaß bei Seite. Wenn dies nicht der richtige Zeitpunkt ist über die Moral in unserer Geselschaft zu sprechen, dann weiß ich nicht wann. Weiterentwicklung ensteht schliesslich aus dem lernen aus Fehlern...und wenn es nun mal an unserer (und damit meine ich das ganze land incl. mir) Moral harpert...na dann müssen wir diese Überdenken...
Bei diesem Thema ist es wohl für jeden schwierig die Emotionen im Zaum zu halten... .
Aber Frank, du hast recht. Ein Schulbuchbeispiel für die Einführung eines QMS...die ein oder andere Behörde hat da ja schon mit angefangen... .
Also dann nen schönen Schneetag
Q...t...
Wer sich zu wichtig für kleine Arbeiten hält, ist of zu klein für wichtige Arbeiten.
(Jaques Tati)
Hallo Q...t...!
Ich gehe sicherheitshalber prinzipiell davon aus, daß Moral (oder, genauer gesagt, Ethik) nur innerhalb der eigenen Kleingruppe oder in Bezug auf jemanden, dessen Gesicht ich sehe, funktioniert. Beispiel: Ein Massenmord im Kongo bekommt in der Zeitung weniger Text als eine Kneipenschlägerei im eigenen Dorf.
Von daher möchte ich nicht an Ethik appellieren, sondern Regeln finden, die das Zusammenleben in eine Millionen- und Milliardengesellschaft ermöglichen. Und da bin ich eher bei Verhaltensforschung und Spieltheorie als bei Kant.
Schöne Grüße
Frank
"Es ist alles gesagt - nur noch nicht von jedem." (Karl Valentin)
Hallo!
Ich hatte mich ja schon mal in einem anderen Beitrag dazu geäußert, das mir die Arbeit zwar auch Spaß machen soll, ich aber in erster Linie wegen dem Geld hier bin. Und ja, hätte ich einen Job wo solche Prämien gezahlt werden würden, ich würde sie nehmen und zur Not auch einklagen. Schließlich wurde mir das im Vertrag zugesichert. Und Moral (Nö, nicht wirklich) Ich finde wer ohne Schuld ist sollte den ersten Stein werfen. Wetten, ich kann mich in Deutschland überall hinstellen, mich trifft kein Stein! Ich weiß das ich mit diesem Beitrag durchaus den ein oder anderen provoziere, ist aber keine Absicht.
Gruß
Michael
Hallo zusammen,
das Problem ist doch, dass überhaupt solche Verträge geschlossen werden, die auch dann noch Prämien zusichern, wenn das Unternehmen schon mächtig in die Sch... geritten wurde.
@Michael, klar verdienen wollen wir alle, doch wenn ich die letzten Jahre schon Millionen verdient habe, mir um meine persönlcihe Zukunft zumindest finanziell keine Sorgen mehr machen brauche, dann kann ich doch mal locker auf so ein paar zusätzliche Milliönchen verzichten und stattdessen meine Augen auch mal auf die richten, die mir die letzten Gehaltszahlungen und Prämien mit großem Anteil mit gesichert haben, meine Mitarbeiter.
Als Manager trage ich die Verantwortung, und zwar nicht nur gegenüber den Aktionären, sondern auch gegenüber den Mitarbeitern und das sollte ich dann auch zeigen.
Medi
Das menschliche Gehirn ist so programmiert, dass Erfahrung sammeln ausnahmeslos mit Schmerz (körperlich oder seelich) verbunden ist.
Deswegen wurde es auch Zeit für diese Krise.
Martin S
...deshalb schlagen wir alle unsere Kinder und stehen auf SM - damit wir, und unsere Umwelt, neue Erfahrungen sammeln.
Deine Aussage möchte ich doch mehr als in Frage stellen.
Ralf
Ralf
geändert von - ralfab on 17/02/2009 10:51:46
...deshalb werde ich mir jetzt doch mal eine kleine Reitpeitsche ins Büro legen...
Nein, mal im Ernst. Dazu müsste der Schmerz aber auch die richtigen treffen. In Anbetracht der aktuellen Politik wage ich das bei dieser Krise zu bezweifeln.
Also schließe ich mich, was die Krise, die Kinder und SM anbelangt Ralf an.
medi
Hallo Ralf,
nicht doch, nicht doch ;-)
Erfahrung bedeutet, dass einem persönlich etwas wiederfahren muss, aus dem man lernt. Und dahinter steckt nunmal immer die Vermeidung von Schmerz.
Hast Du Gegenbeispiele ?
Martin S
Mich errinnerte Dein Spruch sehr stark an den Werbeflyer meiner Domina ;->
Ralf
na ralf, dann scheints dir ja finanziell noch gut zu gehen ;)
ab morgen ist für den kompletten betrieb kurzarbeit angesagt, open end...
ne prämie fände ich in der situation auch gut :(
"das ist ein walversprechen. das muß man nicht halten!" käpt'n blaubär, der weiseste bär des universums
Hallo liebe Q-Gemeinde,
bei uns sind alle "Indirekten" kommende Woche zu 3 Tagen Urlaub verdonnert worden (Fasching-Mo bis Ascher-Mi) bum bä, bum bä, bum bä.
Damit sollten wir Solidarität mit unseren "Direkten" zeigen.
Wo hefte ich dies nun ab?
Positive oder negative Erfahrung?
Gute Zeit!
Qualyman - Qualitäter aus Überzeugung und Leidenschaft, auch wenn´s mal Leiden schafft!
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Him Frank,
Deine Weisheit: "Ich gehe sicherheitshalber prinzipiell davon aus, daß Moral (oder, genauer gesagt, Ethik) nur innerhalb der eigenen Kleingruppe oder in Bezug auf jemanden, dessen Gesicht ich sehe, funktioniert."
Als "moralisch" oder "ethisch" verklärt man ein egoistisches Verhalten, wenn der Egoist weitblickend erkannt hat, mit Investionen in sein Team erreicht er seine Ziele letztlich schneller und leichter, als wenn er mit Forderungen und Entnahmen beginnt.
Du: "Von daher möchte ich nicht an Ethik appellieren..."
Richtig. Appelle an die Ethik sind die emotionalen Nebelwände, mit denen Ohnmächtige die Schande ihres Rückzugs zu verbergen suchen.
Du: "Regeln....Zusammenleben in eine Millionen- und Milliardengesellschaft ermöglichen. Und da bin ich eher bei Verhaltensforschung und Spieltheorie als bei Kant."
Nö. Bei Gesetzgebung, Politik und reinem Machtpoker. Gott gebe uns, äh, der Wähler gebe uns kluge, weitsichtige Politiker.
Ciao
Wolfgang Horn
Just my thoughts.....
Warum debattieren wir über Schuld?
Die, die es verbockt haben, setzen sich eh in den Liegestuhl am Strand und schlürfen Cocktails, die sie sich von Tangaschönheiten servieren lassen, denen sie am Tag voher noch die letzten ersparten Groschen abgeluchst haben.
Und unsere Politiker machen doch eh die Biege. Da wird nicht gesagt:
OK, DU hast uns das eingebrockt, jetzt steh mal schön dafür gerade. Nee..... die sagen: Ich hab Mist gebaut, nun geh ich.
Warum denken wir nicht mal drüber nach: Wie kommen wir aus dieser Kiste wieder raus?
Und, laßt uns doch mal ein klein wenig Tante Erikas Milchmädchenrechnung aufmachen:
Ewiges Wachstum geht nicht. Das müsste doch mal jedem klar werden. Wenn man jedes Jahr um x Prozent zulegt, dann kann man nicht erwarten, dass dies so weitergeht.
Irgendwann ist der letzte satt, hat der letzte alles, was er sich leisten kann oder will. (Meine Garage steht auch voll mit Autos, die ich nicht immer fahren kann.... :-)) )
Im Ernst: Was will man denn noch konsumieren? Es wird einem alles um die Ohren gehauen, mit Null Prozent Finanzierung und nochwas obendrauf. Aber wo soll denn die Kohle herkommen? Und was will man damit?
Wir sind, meiner Meinung nach, ein wenig verwöhnt. Das Wirtschaftswunder ist schon lange vorbei, bisher hat man sich mit schönen Rechentricks immer über die Nullwachstumsgrenze gehievt.
Nun bricht der Markt auseinander. Statt Null gehts nun ins Minus. Und wie kriegt man da wieder ein Plus draus?
Alte Rechenregel: Minus mal Minus gibt Plus.
Wo aber krieg ich das zweite Minus her?
Unternehmerisch recht leicht: Angebot abspecken, bis da ein Minus entsteht.
Also krieg ich wieder ein Plus mit satten Gewinnen. Dass ich bis dahin die halbe Belegschaft ans Hungertuch gebracht habe interessiert den Feinkosthändler, der den Unternehmer dann zur Rekordparty beliefert, überhaupt nicht.
So, nun stehen wir da und laufen rum. Wo können wir anpacken? Was läßt sich ändern?
Ich stelle mal die provokante Frage: Sind wir die Lämmer, die zur Schlachtbank geführt werden?
Dino
PS: Eines wollt ich nur noch anfügen: Irgendein depperter Politiker hat mal gesagt: Der größte Motor, um die Wirtschaft anzutreiben, heißt Krieg.....
Und den will ich mit Sicherheit nicht!
(sorry wenn das alles konfus ist... .aber denkt ihr, mir gehts besser?)
______________________
Lieber Gott, hilf mir, mein großes Maul zu halten.
Wenigstens so lange, bis ich weiß, wovon ich rede.
(F.J. Strauß)
geändert von - QM-Dino on 17/02/2009 15:10:37
Hallo zusammen,
sehr spannend die letzten Beiträge zu lesen.
Ich denke einfach, dass man mit einer Schwarz - Weiss- Argumentation nicht weit kommt. Ob Boni ja/nein, ob mit Steuergelder oder ohne, Apelle an die Ethik/ oder Egoistisch.
Ich persönlich denke einfach, dass jeder beim Thema GELD versucht mit seinem Ar*** an die Wand zu kommen, ob er nun schon Millionen auf dem Konto hat oder auch nicht.
Und ich bin davon überzeugt, dass auch diejenigen die jetzt Skandal schreien, die Zahlungen mitnehmen würden, obwohl es völlig kank ist, wenn Sie aus Steuergeldern zur Rettung des Unternehmens kommen.
Wir können nur hoffen, dass die negative Berichterstattung in den Medien langsam aufhört, damit wir uns wieder auf unsere Stärken besinnen können und nicht permanent wieder entmutigt werden. Man kann doch schon fast keine Nachrichten mehr hören / sehen/ lesen.
Das war jetzt irgenwie mehr so eine Art rundumschlag! grrrr
Gruss
Lars
"Jeder Erfolg, den man erzielt, schafft einen Feind. Man muss mittlemässig sein, wenn man beliebt sein will"
(Oscar Wild)
.... auch auf die Gefahr hin, dass mich jetzt alle für total durchgeknallt halten:
besonders @Frank ,@uhu
1. wir leben im Zeitalter des Egoismus. dazu Empfehle ich das Flensburger Heft Egoismus . Da stehen äußerst viel interssante Beobachtungen zu angeschnittenem Thema drin. Bei überlegungen zum typisch menschlichen auch mal das Hauptwerk von Rudolf Steiner befragen, "Die Philosophie der Freiheit" deckelt so ziemlich alles ab.
2. Wer Veränderungen wünscht, muss mEn radikal handeln, (innerhalb meiner Definition: Denken= Handlung)also Thema Grundgehalt. Gedacht von Grauen Guru Rudolf Steiner, mutig durchdacht und verständlich ausformuliert von Götz Werner.(Gründer "Deutscher Supermarkt" und Alnatura)Man´sollte jedoch die Grundsätzliche Bereitschaft des Denkens, des durchdenkens mitbringen, und nicht sofort damit aufhören wenn man auf innere Widerstände trifft....
@Martin: ich habe eins: Schmerz erzeugt Bewusstsein....
In diesem Sinne...
werdet besser und sogleich wird es besser! (C. Morgenstern)
Liebe Grüße, bitte nicht über mich herfallen (*duck*, nichr das mich wieder jemand wüst beschimpft wielich es gewagt habe davon zu berichten.... )
Hexe
WHAAAAAAAAS muss ich lesen? nicht ich denke sondern mein Gehirn? ich darf doch sehr bitten!
geändert von - hagazuza on 17/02/2009 16:15:32
geändert von - hagazuza on 17/02/2009 16:18:10
Hi Lars124,
soweit laufe ich mit Dir konform.
Aber was meinst Du konkret mit: "damit wir uns wieder auf unsere Stärken besinnen können":
- unsere Stärken nach dem 2. Weltkrieg
- unsere Stärken in den 70ern
- unsere Stärken bis zur Wende
- unsere Stärken nach der Wende
- unsere Stärken unter der Regierung XYZ
- unsere Stärken vor der Krise
Ich kann nur ab den 70er richtig mitreden.
Da war ich unheimlich Stolz auf meinen Großvater, der 1895 geboren war.
Er hat jede Menge, gravierende Entwicklungsschritte, ja sogar richtige Evolutionsschritte mitgemacht.
Auch auf meinen Vater konnte ich in einem großen Maß Stolz sein, weil er damals noch sehr viel und zum Wohle aller geleistet hat.
Mir fehlt hier der Mut zu fragen, ob denn meine Kinder und Enkelkinder das später auch von mir bzw. von meiner "Epoche" noch behaupten können.
Dennoch habe ich die Hoffnung nicht verloren, es kann ja nur noch besser werden....
Grüße nach Südschweden ;-)
Gute Zeit!
Qualyman - Qualitäter aus Überzeugung und Leidenschaft, auch wenn´s mal Leiden schafft!
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Hallo,
Uhu bringt es auf den Punkt.
Bessere Gesetze sind wahrscheinlich der richtige Weg. Als Beispiel kann da die Produkthaftung dienen. Danach sollte sich jeder Konstrukteur darüber klar sein, dass er vor Gericht neben seinem Chef steht, wenn er Mist gebaut hat. Wenn der Chef dann nicht so gut versichert ist, kann das die Pleite bedeuten und SEINEN Arbeitsplatz kosten. Also volles Risko für den Verursacher und das in der ganzen Verantwortungskette. Nebenbei kann das bewirken, dass die vorgesetzten Banker nicht die falschen Anreizsystme installieren.
Im Übrigen ist dass keine ganz neue Sache, man kennt das bereits seit Hammurabi (ca. 3000 vor Christus).
Ich frage mich: Warum gilt die Produkthaftung eigentlich nicht schon längst für Finanz-"Produkte"?
Warum konnten überhaupt Bank-"Berater" die Verantwortung auf den "Endverbraucher" schieben, indem sie einen Wisch zu einem angeblichen "Beratungsgespräch" haben unterschreiben lassen.
Eine solche Vorgehensweise sollte mal der Hersteller einer Motorsense bringen: Unterschrift des Kunden über den Kauf einer Motorsense mit der Bestätigung dass er verstanden habe, was eine Motorsense ist und dass es unter ganz unwahrscheinlichen Umständen auch mal zum Verlust von Gliedmaßen kommen kann.
Gruß
hadi
Hallo Frank, hallo Uhu (nett, dich mal wieder zu lesen),
F: "Von daher möchte ich nicht an Ethik appellieren..."
U: Richtig. Appelle an die Ethik sind die emotionalen Nebelwände,
> mit denen Ohnmächtige die Schande ihres Rückzugs zu verbergen suchen.
F: "Regeln....Zusammenleben in eine Millionen- und Milliardengesellschaft
> ermöglichen. Und da bin ich eher bei Verhaltensforschung und Spieltheorie
> als bei Kant."
U: Nö. Bei Gesetzgebung, Politik und reinem Machtpoker. Gott gebe uns, äh,
> der Wähler gebe uns kluge, weitsichtige Politiker.
Ich denke schon, daß es sich hier um ein ethisches Problem handelt. Die Ethik ist die übergenordnete Maxime der handenden Personen in einer Gesellschaft. Die konkorete Umsetzung derselben sind Gesetze, welche duch Macht und Politik geschaffen werden. Den Vorgang der Gesetzgebung und Auswirkungen beschreibt die Spieltheorie...
just my thoughts,
Rainaari
Hallo qualiman,
ich meine mit" auf die Stärken besinnen" es genau wie du es in deiner Aufzählung genannt hast. Es ging auch immer wieder nach oben, ob nach dem Krieg, in den 70ern, nach der Wende.....
Gruss
Lars
"Jeder Erfolg, den man erzielt, schafft einen Feind. Man muss mittlemässig sein, wenn man beliebt sein will"
(Oscar Wild)
...nur mal so als Einwurf.
Ich lese ganz gespannt (und schweigend) derzeit hier mit.. Schweigend, weil ich seit kurzem mich mehrfach in Asien rumtreibe; derzeit agrad auch wieder.
Ich hab die Sucht, mich nach den abendlichen Firmenverpflichtungen auch noch alleine irgendwo rumzutreiben.. und dabei "Yangnormalverbraucher" kennenzulernen.
(soweit Verständigung *irgendwie* möglich ist).
Mir ist eines dabei bewusst geworden, trotz nich abbezahlten Haus, geht es mir vergleichsweise SEHR gut.
Auch DAS sollten wir alle, trotz aller berechtigten Sorgen, nicht vergessen...
Nur so am Rande...
Loretta
---
"Wenn du eine weise Antwort verlangst, mußt du vernünftig fragen"
olle Wolfgang Johann von Goethe
-wird mir immer sympatischer der Mann-
---
Uaaaarghhhh....dehn....streck
MannMannMann....jetzt bin ich seit über 1 Woche in Kurzarbeit und ihr habt die Krise immer noch nicht gemeistert.
Dabei geb ich echt alles.
6 Stunden Wintersport anne Glotze schlauchen mehr als 2 Tage Audit.
;-D
Ahja...before I forget.
Ethik ?
Nö.
Geht mal -G8D root cause mäßig- die 5W Fragen durch.
Ethik kommt bestenfalls nach der 3. oder 4. W-Frage.
Hat ein Hartz genug Ethik zu erkennen, dass seine Gesetze zur schleichenden Enteignung Arbeitsloser führen ?
Haben ein Ackermann/Mehdorn/Sinn/Hundt/Vornamensammler zu Guttenberg/......genug Ethik im Leib um zu erkennen, was sie da eigentlich anrichten ?
Hat eine Merkel genug Ethik um zu erkennen, dass man UNTER ANDEREM den Holocaust nicht gut machen kann, in dem man (von unserern Steuergeldern) den "Betroffenen" atomwaffentaugliche U-Boote schenkt ?
Nö. Kein bisschen.
Keinen Funken Anstand im Leib.
Dafür aber DAS Macht-Gen. Eiskalt berechnend, wie man aus dem Elend ANDERER, Kapital schlagen kann.
Also die 5.- W-Frage.
Warum fehlt die Ethik ???
Hier mein Antwortversuch:
Wir haben ihnen unsere Stimme, unser Geld, unsere Arbeitskraft gegeben.
Wir haben es ihnen zu leicht gemacht, diesen selbstsüchtigen Emporkömmlingen.
Und sie haben zuviel Macht.
("Listen son, said the man with the gun..." Pink Floyd vor 30 Jahren)
Die leben das Survival of the fittest.....und wir sind das Kraftfutter.
Und um bei Pink Floyd zu bleiben:
"Together we stand, divided we fall"
Es geht nur miteinander.
Gruß
Harald
Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es.
Servus,
also.... vielleicht mal etwas Positives?
Ich habe ein Angebot bekommen, sodass ich ab dem 1.4. bzw. 1.5. (gekündigt bin ich zum 30.4, kann aber früher anfangen, wenn mein noch - Cheffe mitmacht) wieder eine neue Aufgabe habe.
Trotz Krise!
Und: Ohne Headhunter oder sonstigen Vermittlern!
Dino
______________________
Lieber Gott, hilf mir, mein großes Maul zu halten.
Wenigstens so lange, bis ich weiß, wovon ich rede.
(F.J. Strauß)
Ja, zwangsläufig musst mindestens eine Stelle frei sein, die die ich nämlich doch nicht angenommen habe zum 1.1. :-))) Was sich inzwischen auch als gut herausgestellt hat. Aber ansonsten muss ich sagen, dass die Anfragen von Headhuntern in den letzten 3 Monaten dramatisch zurück gegangen sind.
Gruss
Markus
Wir stellen jetzt im Eingangsbereich eine Sammeldose für Fr. Schaeffler auf, tut mir richtig Leid die arme Frau.
Grrr, hat sich auf Kosten der Mitarbeiter verzockt und macht jetzt auf gebeutelte Millardärin - arme Frau... Gibt es für gestrandete Millardäre eigendlich Hartz 4 ?? Oder müssen die von ihrem Ersparten und den paar Hausern leben ? Wo sie doch alles verloren haben ... Mitleid...
Ralf
geändert von - ralfab on 23/02/2009 07:10:43
[quote]
Ja, zwangsläufig musst mindestens eine Stelle frei sein, die die ich nämlich doch nicht angenommen habe zum 1.1. :-))) Was sich inzwischen auch als gut herausgestellt hat. Aber ansonsten muss ich sagen, dass die Anfragen von Headhuntern in den letzten 3 Monaten dramatisch zurück gegangen sind.
Gruss
Markus
[/quote]
Markus,
glaub kaum, dass es die Stelle ist. Aber egal.
Headhunter? Anfragen kommen immer wieder, aber dann herrscht anschließend nur Schweigen. Aber, wie gesagt, auch ohne die "Kopfgeldjäger" hab ich die Stelle gefunden.
Dino
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Hallo Dino,
glückwunsch, da hat der spruch:
"Wenn irgendwo eine Tür zufällt, geht wo anders eine auf". wieder einmal recht.
Schönen Gruß
Stefan
"Das ganze Elend kommt daher, dass die Menschen nicht zu Hause bleiben."
Stefan,
stimmt.
Aber weißt du was?
Seit ich mich für Tor 2 entschieden habe sind auf einmal ringsrum lauter Türen. Und hinter jeder Tür steht einer, der mich reinrufen will.....
Dino
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Hallo!
Da wir auch im April in die Kurzarbeit einsteigen und mir hier auch andere Sachen quer runter gehen, überlege ich gerade ob ich in den nächsten Wochen den Stellenmarkt genauer unter die Lupe nehmen soll. Aber bei einer kurzen Übersicht ist mir aufgefallen das die Fa. auch schwierigkeiten haben, passendes Personal zu finden. Beispiel: Im Ruhrgebiet sind gerade 3 Stellen für QMB / Qualitätsmanager / QM Auditoren in der Ausschreibung. Einer hat es per Anzeige versucht und jetzt einen Vermittler eingeschaltet. Einer sucht seit Monaten und jetzt nur noch über seine Homepage, der andere hat sogar das Arbeitsamt eingeschaltet. Ich glaube einfach, das viele Firmen Personal gebrauchen könnten, aber noch sehr zurückhaltend sind. Mal abgesehen das sich einige Anforderungsprofile und Stellenauschreibungen lesen, als suchte man die Eierlegendewollmilchsau und selbst die wäre noch ein Kompromiss.
Gruß
Michael
Hallo zusammen!
Nachdem seit Februar unsere Fertigung kurzarbeitet, sind nun auch die "administranten Bereiche" mit in die Kurzarbeit intergriert.
In meiner über 40jährigen Berufskarriere erlebe ich das das erstemal, dass bis zum oberen Management kurz gearbeitet wird.
Ich glaub, ich geh doch bald in Rente!
"Es gibt in unserer Kultur immer mehr pubertierende 70jährige und frühvergreiste 18jährige."
Gute Zeit!
Qualyman - Qualitäter aus Überzeugung und Leidenschaft, auch wenn´s mal Leiden schafft!
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1)Ja , starker Umsatzrückgang ca. 40 % (Branche Maschinenbau)
2)ja, event. von Verlagerung bis Schliessung ist z. Z. alles möglich. Ab April 8 Tage Kurzarbeit im Monat.
3)bestimmt , wie immer spart man am falschen Ende
*update*
ende märz ist für mich schluß!
toll...
"das ist ein walversprechen. das muß man nicht halten!" käpt'n blaubär, der weiseste bär des universums
@hackilein: F***
Ich drück Dir die Daumen, dass Du schnell woanders gut unterkommst!
Viele Grüße
Barbara
Auh, so ein Mist !
Hoffentlich findest Du schnell was Neues.
Ralf
Hallo Hackilein,
auch ich bedauere Deine Situation sehr!
Aber glaube mir, aus solchen Situationen entstehen nicht selten wesentlich bessere Chancen!
Ich drück Dir alle Daumen und große Zehen!
Frage: Kommst Du trotzdem auf das UT 2009? Würde mich sehr freuen!
Geringfügige Chancen sind schon oft der Beginn großer Unternehmungen geworden.
Demosthenes
Staatsmann 384-322 v.Chr.
Gute Zeit!
Qualyman - Qualitäter aus Überzeugung und Leidenschaft, auch wenn´s mal Leiden schafft!
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So sind nu ab April auch in der Kurzarbeit. 4 Tage im April Und man bemerke wir haben nur einen Automobilanteil von ca. 15%!!! D. h. die Rattenschwänze machen sich ebenfalls schon bemerkbar.
Mann-o-Mann, wo soll das alles noch hinführen. Man hat ja schon das Gefühl als Angeber dazustehen, wenn man sagt, dass es bei einem noch recht gut läuft.
Was meint ihr, wann haben wir den Boden der Senke, oder eher des Lochs, erreicht? Ich gehe ja von Spätsommer bis Anfang Herbst aus.
Ist eigentlich schon jemand aus dem Med-Bereich betroffen?
Glück auf,
Medi.
Hi medi12!
Sei froh, dass Deine Branche noch gut läuft.
Im Automobilbereich spricht man schon nicht mehr über Berg und Tal, oder Höhen und Tiefen, sondern über "schwarze Löcher".
Das sind die Dinger, wo es weder Raum noch Zeit noch Moral gibt.
Gute Zeit!
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Hallo Medi,
bei uns läufts ebenfalls recht gut, allerdings scheint eine der Schwestersparten (ebenfalls Med-Tec) enorme Einbrüche zu haben, da Praxen und / oder Krankenhäuser Altgeräte nicht ersetzen sondern lieber erstmal länger nutzen...
Wir sind insofern betroffen, als daß hier am Standort zum Großteil Automotive hergestellt wird, die massive Einbrüche und Kurzarbeit haben und die Servicegesellschaft dadurch auch in der Analytik etc. Kurzarbeit fährt. Dadurch verlängert sich z. B. die Antwortzeit in der Analytik.
Was das Durchstehen des Loches angeht: ich bin zur Zeit eher pessimistisch, denke, daß wir im Herbst / Winter einen Tiefstand erreicht haben von dem wir uns laaaangsam wieder hochackern müssen.
erstmal ein schönes Wochenende,
Rainaari
Hackilien,
söne seisse.....
Wo bist du denn Einsatzwillig?
Dino
______________________
Lieber Gott, hilf mir, mein großes Maul zu halten.
Wenigstens so lange, bis ich weiß, wovon ich rede.
(F.J. Strauß)
hola dino- man!
außer in krisengebieten--> überall ;)
ich werde die "freie" zeit jetzt exzessiv zur beruflichen weiterbildung nutzen.da muß man erst den job verlieren, um das zu machen...
und danke an die anderen für eure anteilnahme :)
"das ist ein walversprechen. das muß man nicht halten!" käpt'n blaubär, der weiseste bär des universums
Grüezi miteinand!
Schon fast 4 Wochen kein neues Posting auf diesem Thread, jetzt wird es mal wieder Zeit, das Ganze nach oben zu schubbsen!
Dieser Thread ist knapp 6 Monate alt.
In dieser Zeit wurde schon einiges "versucht", eine Wende herbei zu bringen: Konjunkturpakete, Bürgschaften, Kredite, Investitionen, Abwrackprämie, Kurzarbeit, Entlastungen, Entlassungen usw..
Mal ne konkrete, evtl. etwas ketzerische Frage:
Wer hat in diesem unserem Lande schon irgend eine objektive Verbesserung bemerkt, gespürt, gehört oder vermutet?
Dabei spreche ich nicht die Top-Manager an, die trotz Krise ihre Bonis erhalten haben. Darunter fallen auch Politiker mit ihren Diäten.
Nein, ich denke hier an einen durchschnittlichen Bundesbürger, der noch in Arbeit steht.
Bin mal echt auf Euere Rückmeldungen gespannt! Evtl habe ich da etwas verpasst oder verschlafen.
Hier noch eine Meldung vom DIW, Mi,15.04.2009
Wirtschaft stabilisiert sich bis Jahresende
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung erwartet zum Jahreswechsel eine Erholung der wirtschaftlichen Entwicklung. Auch im nächsten Jahr sei eine leichte Belebung der Wirtschaft möglich.
Für das Jahr 2009 rechnet das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) zwar insgesamt mit einem Schrumpfen der Wirtschaftsleistung um 4,9 Prozent. Aber es zeichne sich ein Ende der scharfen Rezession ab. So lautet die Einschätzung von DIW-Präsident Klaus Zimmermann.
Eine leichte Belebung der Wirtschaft im kommenden Jahr sei ein realistisches Szenario, stellte er fest. "Am ehesten ist von einer sehr schwachen und langsamen Erholung auszugehen."
Frage zum Schluss:
Kann man hieraus die mathematische Regel ableiten:
minus im minus gibt plus?
Gute Zeit!
Qualyman - Qualitäter aus Überzeugung und Leidenschaft, auch wenn´s mal Leiden schafft!
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Moin qualyman,
-auszugsweise aus einem anderem Forum ;-)
Die Trendwende" wird immer noch entweder als Automatismus gesehen, der "nur" eine Frage von früher oder später ist. Alternativ oder ergänzend wird "die Trendwende" nach wie vor als Ableitung der Stimmung gesehen.
Man hat immer noch nicht das Gefühl, irgendwo sei Erkenntnis angekommen, lediglich Keitel (BDI) scheint immerhin grundlosen Optimismus ad acta gelegt zu haben, das ist immerhin mehr als nichts, aber nicht viel mehr.
Und dann der Steinbrück:
**
Wir kommen nur wieder raus, wenn wir weniger konsumieren oder ausgeben, als das Wachstum zulässt. Es wird lange Zeit fast nichts zusätzlich zu verteilen geben.
**
Wenn jemand Volkswirtschaft studiert hat wie der Hervorbringer dieser Antwort und immer noch an diesem ideologischen Fliegenfänger klebt, dann ist er schnellstmöglich von jeder Verantwortung zu entbinden.
Herr Steinbrück, wir sind hineingekommen, weil wir auch in der Vergangenheit noch weniger konsumiert haben, als wir gewachsen sind.
Zu gutes Letzt:
Angie:
"Wir haben wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft auf alle Ewigkeit. Unsere Werte müssen sich auch im Zeitalter von Globalisierung und Wissensgesellschaft behaupten." - Rede zur 60-Jahr-Feier der CDU am 16. Juni 2005,
Was hat diese Frau vor ?
Gruß
Harald
Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es.
OT: Das fragen sich schon mehrere Leute, was mitterweile abgeht...
Nur angesichts der Vorgehensweisen unserer Kanzlerette, v.d.L und Stasi 2.0 posten nur wenige ihre Zweifel so offen.
Aber eigentlich ist das hier ein QM Forum <leise lacht>
Gruß Loretta
---
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---
Hi loretta,
schön wieder was von Dir zu lesen!
Dass gerade Du hier den Seitenhieb
"Aber eigentlich ist das hier ein QM Forum" mir schlagen musst, na ja!
Aber als Qualitäter weist Du doch sicherlich:
"Qualität ist anständig und überall!"
Also sowohl im Automobilbereich, im Rotwein, im Bier, in der Weisswurscht als auch in der Politik!
Und damit alles Themen für unser Forum!
Oder warum meinst Du, dass hier soviel los ist und andere Foren nach 13 Postings einschlafen?
.......auch eine Art von Qualität!!!!! (5)
Gute Zeit!
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der "Seitenhieb" war doch mit einem kleinen Lachen versehen. Keinesfalls als negativ zu verstehen. Dazu ist mir die Verselbstständigung unserer Politikerkaste, ihr Machthunger und Überwachungsdenken viel zu ernst!
Nebenbei - hier ist Heise.de eine interessante Plattform
cu Loretta
---
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geändert von - loretta on 21/04/2009 14:48:57
Wird man nur depressiv von, Loretta.
;-D
Made in Germany wird seit Jahren von unseren Granden peu á peu dem Gott Mammon geopfert.
Für den Michel geht es arbeitsrechtlich und wohlstandstechnisch in Richtung chinesischer Wanderarbeiter, um gegen die globale Konkurrenz bestehen zu können.....wird man uns sagen.
(Das neue Arbeitsrecht liegt übrigens schon inne Schublade)
*Zyn an*
Ich denke über kurz oder lang wird sich der ein oder andere mit Rüdiger Nehbergs Werken auseinander setzen müssen.
Damit man weiß, welche Würmer/Käfer essbar sind und unter welchem Baum man sie findet.
Gruß
Harald
Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es.
Hallo,
in diesme Zusammenhang empfehle ich bei den aktuellen und zukünftigen Aussichten des Gesundheitswesen:
Rüdiger Nehberg
Medizin- Survival: Überleben ohne Arzt
nur um das Thema auszuweiten (grins).
Kassenpatient und noch nicht Krisenbetroffener
Grüße
mfunk
Sie koennen erst dann neue Ufer entdecken,
wenn Sie den Mut haben, die Küste aus den Augen zu verlieren.
<chinesische Weisheit>
Hallo miteinander
Also liebe Kameradinnen und Kammeraden!
Will Euch nedde die Laune verderben, aber jetzt mal Spass bei Seite!
Wer hat in diesem unserem Lande schon irgend eine objektive Verbesserung bemerkt, gespürt, gehört oder vermutet?
So langsam bekomme ich Beklemmungen!
Da werden unheimlich viel Steuergelder spendiert und man merkt nichts, gar nichts und überhaupt nichts!!!!! (5)
Sage nicht: niemals!
Das Sichere ist nicht sicher;
so, wie es ist, bleibt es nicht.
Bertold Brecht
Dichter 1898-1956
Gute Zeit!
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Hallo!
War gestern auf der Hannovermesse: Die Hallen waren durchweg sehr leer! Die Stände waren kaum besucht. Aber: Die Halle für alternative Energie (Solar, Windkraft, etc.)war sehr, sehr voll. In Halle 6 gibt es einen Karrieremarkt: Ob ihrs glaubt oder nicht, da hängen hunderte von Jobangeboten der Aussteller und anderer großer Firmen. In den PC´s der Firmen finden sich weitere interessante Angebote. An meinen Wohnort hat gerade eine Fa. mit 250 Mitarbeitern in einem Interview berichtet, das man in 2009 ca. 2,5 Mio. ? investiert. Der Unternehmer meinte nur: Wenn nicht jetzt, wann dann. Es muss ja wieder aufwärts gehen. Bei uns ist bis Mai nichts von Kurzarbeit zu spüren und ich hoffe das bleibt auch so.
Gruß
Michael
Hallo Qualyman,
das einzigste was ich bemerke das im Straßenbau die Baustellen wie Pilze aus dem Boden wachsen. Überall wird eigendeine Straße aufgerissen. Auf den Autobahnen ist es besonders schlimm. Nur da ich persönich nix von (naja höchstens das mein Auto irgendwann auf einer schön asphaltieren Straße geschont wird).Aber ansonsten geb ich dir vollkommen recht ich merk sonst auch rein gar nix von den aberzigmilliarden.
Gruß: Mr.Idea
Hallo zusammen,
das Thema spricht mich als BWLerin schon an, also bringe ich mich mal wieder ins Forum ein.
Allen, die bis jetzt noch relativ wenig von der Krise spüren - Glückwunsch.
VWL ist gegenwärtig ein äußerst spannendes Thema, leider veranlassen mich die einst gepaukten Wirtschaftsmechanismen zu abgrundtiefem Pessimismus.
Der kleine verschuldete amerikanische Endverbraucher wird in den nächsten Jahren nicht allzuviel konsumieren - bis er sich irgendwann finanziell saniert hat. Das wird ihm aber nicht gelingen, solange er keine Arbeit hat! Ende im Gelände.
Die USA haben die Gelddruckmaschine angeworfen. Das gabs schon mal. In meinem Geldbeutel befindet sich als kleiner Talismann ein Alu-Geldstück im Wert von 200 Mark von 1923 - und die Wirtschafsnationen kommen diesem Geldstück desto näher je mehr Geld in den Markt gepumpt wird.
Welche Möglichkeiten gibt es, das Geld wieder aus dem Markt zu holen und die Währung zu stabilisieren ja sogar aufzuwerten? Die Unternehmen, die daran verdient haben, geben es nimmer her. Also höhere Steuern für alle um das Geld wieder einzusacken ... ... steigende Steuerlast für alle Bevölkerungsschichten ... ... auf einem hohen Steuerniveau keine wirkliche Alternative jedenfall nicht ohne in elendsverursachende Steuerlasten des Mittelalters zurück zu fallen.
Also Währungsreform. Damit lässt sich der Staat entschulden und die noch übrig gebliebenen Privatvermögen resetten. Und dann gehts von vorne los.
Stellt euch mal vor, die ganzen Kurzarbeiter werden in 18 Monaten tatsächlich arbeitslos. Dann überbrücken sie noch ein Jahr mit Arbeitslosenhilfe ... Harz IV. Was passiert mit den Raten für ihr Klein-Häuschen oder fürs Auto? Konsum Tschüss! Was passiert mit den massiv mit Krediten belasteten Gewerbeimmobilien, die nun keine solventen Mieter mehr finden. Bummm .... ....
Wir sind ganz weit davon weg, an Konsolidierung denken zu dürfen. Alles andere sind Durchhalteparolen.
Die realen chinesischen Wanderarbeiter sind in den letzten Jahren nicht zu dem Wohlstand gelangt, dass sie den vorhandenen bzw. noch vor uns liegenden Konsumeinbruch auch nur in Bruchteilen kompensieren könnten.
Ich habe eine Freundin auf dem schwarzen Kontinent. Sie hat letzte Woche die Hauptstadt verlassen und ist mit Freunden zu einer Trekkingtour aufgebrochen, um geeignete Anbauflächen für Kartoffeln und Manjok zu suchen, weil es bald keine Nahrungsmittel mehr geben wird.
Grüße
Da Kapitalisten aus der aktiv wirkenden, lebendigen Arbeitskraft Mehrwert (Profit) schöpfen, suchen sie ständig mit dem Wachstum ihres Kapitals die Zahl ihrer Lohnarbeiter zu vermehren. Vermehrung des Kapitals bringt dort vermehrte Arbeitsplätze, wo das Kapital noch unentwickelt ist. Vermehrung des Kapitals bringt immer dann vermehrte Arbeitsplätze, wenn Kapitalisten expandierende Märkte und boomende Gewinne vor sich sehen. Karl Marx
?Der Grund aller Verkehrtheit in Gesinnungen und Meinungen ist die Verwechslung des Zwecks mit dem Mittel.? (Novalis)
Kleines Fundstück aus einem Wirtschaftsforum zum Thema Rente.
Find ich lesenswert.
*****
Sehr geehrte Damen und Herren!
Wissenschaftliche Studien gehen davon aus, mit ca. 2,5 bis 4,0 % der arbeitsfähigen Weltbevölkerung wird in naher Zukunft die Menschheit in der Lage sein, sämtlichen materiellen Lebensbedarf der Menschen zu erzeugen und damit auch zu decken. Das Problem betrifft damit nicht nur die "Alten" und jene die aus eigener Kraft nicht in der Lage sind, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, sondern die Mehrheit der Menschen. Man wird demnach völlig neue Wege suchen müssen, wie der mit Automation und ungeahnter Produktivität geschaffene Reichtum gesellschaftlich verteilt und allen zugute kommt! Es braucht neue Wertvorstellungen, Verteilungsprinzipien, Zeitregimes und insbesondere einer Weltordnung, in der der Mensch ein Wert an sich ist, dessen Wohlfahrt im Zentrum individuellen und kollektiv gesellschaftlichen Handelns zu stehen hat.
Altersrentensysteme von Demographiefragen aus lösen zu wollen, ist absolut unsinnig! Einzig die Frage der Entwicklung gesamtgesellschaftlicher Produktivität und des rationellen Verbrauchs von lebensnotwendigen Ressourcen ist durch konstruktive, im humanistischen Sinne zu findende Beantwortung geeignet, Lösungen zu ermöglichen!
Mit freundlichen Grüssen
Abu Karim
*******
Da füge ich von Herzen ein "Yes, we can" an.
Ohne Ironie oder Zynismus.
Gruß
Harald
Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es.
Danke Vivian!
Mit deinem Bericht geht es mir gleich besser. Ganz ehrlich: Wirtschaftskrise hin oder her, klar betrifft es alle. Aber warum muss man die Lage mit sich überbietenden negativen Berichterstattungen noch schlimmer machen? Kopf in den Sand stecken hilft natürlich auch nicht. Hat sich irgendeiner der Berichteschreiber, Prognosenersteller mal überlegt was damit noch alles anrichtet? Die von der Wirtschaftskrise noch nicht betroffen sind bekommen es bald so mit der Angst zu tun, dass sie auch nicht mehr daran denken ihr Geld auszugeben. Dann betrifft es bald jeden Wirtschaftszweig. Und dann können wir schwarz sehen.
Warum ist es immer so leicht sich Negatives vorzustellen, versuchen wir es mit Optimismus. Und vielleicht wird es gar nicht so schlimm. Und nach einer Talfahrt geht es auch mal wieder Bergauf.
Viele Grüße
Ami
PS: Auch meine Familie ist von der Wirtschaftskrise betroffen, um so wichtiger ist für uns die Hoffnung und die lasse ich mir nicht zerstören.
Nunja, die Wirtschaftsforschungsinstitute, Prognostiker und sonstige Glaskugelleser brauchen halt auch ihre Daseinsberechtigung.
Derzeit ist es Trendy, den Aufschwung Mitte 2010 aus den Tarotkarten zu lesen. Nächsten Monat wird man bestimmt auch noch das genaue Datum und die Uhrzeit nennen, ab dem die Konjunktur nach oben schnellt.
Wenn's nach mir ginge, könnte man diese Orakel-Institute getrost abschaffen - ich glaube, niemand würde sie vermissen.
Es kommt eh, wie es kommt - daher liegt es am Geschick eines jeden Unternehmers, seinen Weg selbst durch die Auf's und Ab's zu steuern.
Martin S
Hallo Ami,
ich beneide Dich so sehr!
Trotzdem es außen herum grau in grau ist, strahlst Du noch Optimusmus aus. Respekt!
Gerne wollte ich das auch so optimistisch sehen, aber ich kann es leider nicht.
Mag sein, dass ich aufgrund meines fortgeschrittenen Lebensalter (58) und durch die in diesem Zeitraum gesammelte Lebenserfahrung daran gehindert werde, oder dass ich halt aus der Geschichte her paralelle Ist-Zustände damit vergleiche.
Ein Teil der Menscheit hat halt in den letzten 50-60 Jahren einfach nichts mehr dazu gelernt.
Ich möchte zugern etwas positiver denken, aber noch fehlen mir die Denkanstöße.
Gute Zeit!
Qualyman - Qualitäter aus Überzeugung und Leidenschaft, auch wenn´s mal Leiden schafft!
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Eine kleine Beobachtung am Rande:
Der Ton ist schärfer geworden. Teileweise artet es schon in Feudalherrschaft aus. So unter dem Motto: Ich bring euch dazu, dass ihr geht, dann brauch ich euch nicht zu entlassen.
Dino
______________________
Lieber Gott, hilf mir, mein großes Maul zu halten.
Wenigstens so lange, bis ich weiß, wovon ich rede.
(F.J. Strauß)
Hallo Ami,
mein Beitrag ist überhaupt nicht optimistisch sondern ehr das tiefpessimistische Gegenteil.
Die Rezession ist in Deutschland überhaupt noch nicht richtig in Fahrt. Wir haben noch nichts hinter uns sondern vor uns.
Ich wage mal einen Seitenblick auf Ostdeutschland. Vielleicht macht dieses Beispiel deutlich, welche Massenvernichtungswaffen noch in den Bilanzen der Banken lauern.
Anfang der 90er Jahre waren wir Ostdeutschen voller Optimismus. Einigermaßen Arbeit gab es auch noch. Viele investierten in das besagte Klein-Häuschen. Zumeist westdeutsche Investoren strömten in Massen nach Ostdeutschland, errichteten riesige Bürokomplexe und Einkaufstempel, kauften Mietshäuser, um sie später als vermietbare Eigentumswohnungen an westdeutsche Kleininvestoren für teuer Geld weiter zu verkaufen.
Dann ging die Wirtschaft Mitte bis Ende der 90er - vom westdeutschen Durchschnittsbürger unbemerkt - steil bergab und damit die Wirtschaftskraft breiter ostdeutscher Bevölkerungsschichten. Unternehmen zogen sich nach Ablauf der Bindungsfristen für Fördergelder zurück bzw. weiter nach Osteuropa und die Treuhand vollendete ihr Werk.
Die massiven Werksschließungen verhallten zumeist völlig lautlos - Ostdeutschland ist kein Gewerkschaftsland und die Unternehmen sind zu klein für großes Gewerkschafts-Marketing-Getöse. Nebenbei wurden die noch vorhandenen Arbeitsplätze zunehmend mit Zeitarbeitern besetzt. Ich habe vor kurzem eine Studie gelesen, dass diese Gehälter im Durchschnitt immer noch ca. 30 % unter Westniveau liegen und zwar auf ganzer Linie.
Was passiert also mit den Investitionen von Anfang der 90er? Für westdeusche Verhältnisse gibts recht neue Häuser zum Schnäppchenpreis. Unrekonstruierte DDR-Gebäude erleben in ihrer Vermietung aufgrund des niedrigeren Standards und der damit verbunden niedrigeren Miete eine Renaissance. Der Abriss Ost zur Stützung der Mieten kann mit dieser Entwicklung kaum Schritt halten.
Ostdeutsche Banken und Sparkassen versuchen gar nicht erst, Eigenheime und Eigentumswohnungen aus Privatinsolvenzen zu verkaufen oder zu versteigern. Der einzige hoffnungsvolle Weg ist, sie selbst zu vermieten. Doch das wird immer problematischer - bei Städten die in den letzten 15 Jahren bis zu einem Drittel ihrer Bevölkerung verloren haben und in denen ca. 40 % der Gesamtbevölkerung die 60 Lenze bereits erreicht hat. Das hat zu einer massiven Abwertung von Immobilien in vielen Regionen Ostdeutschlands geführt, damit zu massivem Kreditausfall. Wieviele geschlossene Immobilienfonds sind schon lautlos geplatzt!?
Einige westdeutsche Privatinvestoren - die mit den zur Vermietung bestimmten Eigentumswohnungen - soll es auch schon erwischt haben. Einen kleinen Aufschrei gab es vor einiger Zeit im Zusammenhang mit Bausparkassen. Die Wohnungen sind einfach nicht mehr verkäuflich und ausfallende Mieten gefährden massiv Kredite der Anleger.
Das gleiche passiert mit Gewerbeimmobilien. Ostdeutsche Sparkassen haben sich bereits seit Jahren mit der Kreditvergabe an solche Unternehmen äußerst zurück gehalten - andere weniger.
Ostdeutschland ist auch ein gutes Beispiel dafür, dass eine von der Politik hochgelobte "moderne Dienstleistungsgesellschaft" ohne wertschöpfende Produktion und den damit verbundenen guten Einkommen breiter Bevölkerungsschichten zum Scheitern verurteilt ist.
Die beschriebene Gesamtproblematik Ost und dieser Abwärtstrend haben in den letzten 10 Jahren so massiv an Dynamik gewonnen, dass mir schwindelig wird.
Es gibt unter den gegebenen Rahmenbedingungen unserer Wirtschaftsordnung keine Alternative zum Wirtschaftswachstum. Es bleibt jedoch ein unumstößlicher Fakt, wenn eine Seite finanziell immer weiter wächst, wird zwangsläufig eine andere Seite finanziell schrumpfen müssen, um das Wachstum der anderen Seite zu sichern. Sollen beide Seiten wachsen, muss die Geldmenge wachsen - das heißt immer noch, dass man irgendwann die Gelddruckmaschine anwerfen muss. Was dann passiert, kann man regelmäßig im Zeitraffer in der sogen. 3. Welt beobachten. Dort ist der Niedergang bis nahe Nullpunkt in der Regel nach 1 - 3 Jahren "geschafft", weil es keinerlei Rückhaltenetze gibt. Doch wie lange werden unsere Netze halten und zu wessen Gunsten wird im Zweifel das vorhandene Geld umverteilt?
Die Konsequenzen können wir aus der Geschichte ablesen. Unsere Wirtschaftsordnung ist immer noch die gleiche, nur das Niveau ist noch ein anderes. Was die politische Seite tun wird - lassen wir uns überraschen.
Ostdeutschland hat man die Probleme im Finanzsektor noch ganz gut gepuffert. Aber was passiert, wenn in ganz Deutschland innerhalb kurzer Zeit die Arbeitslosigkeit nach oben schnellt?
Mir ging es in diesem Beitrag darum, den Zusammenhang zwischen Arbeitslosikeit, sinkender Wirtschaftskraft und Geldwirtschaft grob darzustellen. Den Faden kann jeder nach seinem Geschmack weiterspinnen oder als Denkanstoß betrachten.
Schöne Woche
Vivian
Hallo Vivian,
finde Deinen Beitrag sehr interessant. Man merkt halt Deinen BWL-Background!
Für mich als "BWL-Laie" stellt sich immer noch die Frage:
Wie konnte das sich dieses Desaster in ca. 6 Monaten weltweit derart entwickeln?
Wieso hält diese "Negativ-Dynamik" trotz den weltweiten Stütz-Billionen nach wie vor an?
Und zu guter letzt: warum bekommen die Hauptverantwortlichen der Krisen dazu noch Bonis, Abfindungen oder sonstige Prämien?
Ich würde hier den Schwedentrunk wieder einführen! Nicht der derzeit bekannte Schwedentrunk, sondern der, der im Dreißigjährigen Krieg 1618 bis 1648 modern war!
Die wertvollste Eigenschaft, die ein Mensch sich aneignen kann, ist die Fähigkeit, die Dinge zu tun, die er tun muss, wenn sie getan werden müssen, ob es ihm gefällt oder nicht.
Thomas Huxley
Biologe 1825-1895
Gute Zeit!
Qualyman - Qualitäter aus Überzeugung und Leidenschaft, auch wenn´s mal Leiden schafft!
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Hallo Qualyman,
Wirtschaft hat sehr viel mit Psychologie und Glauben zu tun.
Das ganze Vorkrisen-Szenario war eine schöne Illusion, und hat so lange funktioniert, wie alle daran glaubten und bis so lange niemand für das Buchgeld Cash sehen wollte.
Irgendwer hat irgendwann festgestellt, dass hinter den Buchwerten keinerlei tatächlich auszahlbare oder auch verwertbare Werte standen. Dummerweise in gigantischem Ausmaß. Das hat den Dominoeffekt ausgelöst. Das gleiche Desaster hat sich bei extrem vielen Marktteilnehmern abgebildet. Damit ging das Vertrauen aller den Bach runter.
Eine Immobilie, ein Unternehmen, ein Rohstoff etc. etc. ist nur das wert, was jemand bereit ist dafür zu zahlen oder was er zahlen kann.
Welche Aktie hat den in den letzten Jahren den tatsächlichen Sachwert inkl. Know How und Zukunfsfähigkeit eines Unternehmens tatsächlich abgebildet. Der Markt hat gelächelt oder nur geniest und schon schlug eine Aktie in jegliche Richtung aus. Manchmal hat nur ein gezieltes Gerücht ausgereicht, um den Markt zu manipulieren.
Ich habe selbst einen Unternehmensverkauf miterlebt. Das Unternehmen steckte im absoluten Innovations- und Investitionsstau und das seit Jahren. Damit wurden kurzfristig gute Zahlen erwirtschaftet. Die haben gearbeitet wie die Hinterwäldler. Den Zuschlag erhielt ein Finanzinvestor. Ich habe mich gefragt, wie soll das Unternehmen seine Schulden, die ihm vom Finanzinvestor selbstverständlich aufgebürdet wurden, jemals abzahlen und noch Gewinn abwerfen, wenn ihm bald der überalterte Maschinenpark um die Ohren fliegt?
Der Finanzinvestor war übrigens eine Fondgesellschaft - und tschüss Geld, schön war's mit dir. So werden Finanzblasen gebaut.
Warum werden Billionen in den Markt gepumpt? Damit das Finanzsystem seine Tätigkeit nicht einstellt und keine Panik ausbricht. Stell dir mal vor eine deutsche Großbank würde Insolvenz anmelden. Anschließend würden aufgrund des Vertrauensverlustest alle Bürger zur Bank laufen und ihr Geld abheben und unter die Matratze packen wollen. Der Markt wäre im Nu geldentleert und es würde gar nichts mehr gehen.
Warum hält der Negativtrend an? Weil der Konsum und ander Investitionen aufgrund verlorenen Vertrauens den Bach runter geht. Menschen und Unternehmen befinden sich momentan in einer Abwartehaltung, das heißt erst mal Stagnation. Wenn am Markt harte Fakten geschaffen werden, d. h. z. B. real steigende Arbeitslosigkeit, gehts um so schneller abwärts.
Schönen Feierabend
Vivian
Hallo Vivian,
du hast recht, es sieht zur Zeit nach einer sich selbst erfüllenden Prophezeihung aus - jeder wartet auf schlechte Nachrichten und wenn sie kommen, bestätigt dies die eigene Vorhersage.
Ich bin von der Krise nicht betroffen (vielleicht wird das auch noch) und warte trotzdem ab, was passiert - In diesem Sinne bin ich ein Krisenunterstützler.
<Sarkasmus an>
P.S. : Herr Kohl hatte blühende Landschaften versprochen und er hat Wort gehalten.
<Sarkasmus aus>
Grüsse
mfunk
Sie koennen erst dann neue Ufer entdecken,
wenn Sie den Mut haben, die Küste aus den Augen zu verlieren.
<chinesische Weisheit>
Hallo Mfunk,
klar hatte Kohl blühende Landschaften versprochen. Das hat er auch gehalten. Wenn ich mit den Grünflächenzuwachs und die Vielfalt der Erstbesiedlerflora ostdeutscher Städte so anschaue.
Aber Leute glaubt ihr wirklich, dass ein westdeutsches Unternehmen mit Niederlassung in Osteuropa oder Asien die gewinnabwerfenden Werke im Ausland zugunsten des Hochlohnlandes Deutschland als erstes schießt? ... Es sei den die Eigentümer sind besonders heimatverbunden.
Schöne Grüße
Vivian
Hallo,
ein - wie ich finde - interessanter Artikel zur Krise
http://www.heise.de/tr/Der-boese-Samurai-ist-schon-tot-ohne-es-zu-merken--/artikel/136646
Hinweis: mit Druck-Option sieht man den ganzen Artikel
Grüsse
mfunk
Sie koennen erst dann neue Ufer entdecken,
wenn Sie den Mut haben, die Küste aus den Augen zu verlieren.
<chinesische Weisheit>
Hallo mfunk,
ich habe den Beitrag regelrecht verschlungen - äußerst interessant. Auf Meadows bin ich kürzlich in der WiWo gestoßen.
Ich bin nur gespannt in welche Richtung uns Politik und Kapital führen wird.
Ich würde mal auf die Festungsgesellschaft wetten, anderenfalls müsste man das/die Gesellschaftssystem/-ordnung ändern. Das kostet jedoch zuviel Macht und Privilegien - Macht ist noch nie freiwillig abgegeben worden und je größer die Macht, desto härter wird sie verteidigt. Wohlstand wurde nur selten freiwillig kompromisslos geteilt.
Das Wort "Festungsgesellschaft" gefällt mir außerordentlich. Mir drängt sich der Gedanke an die Flüchtlingsbewegung aus Richtung Afrika nach Europa auf. Versuchen wir nicht bereits eine Festungsgesellschaft im globalen Maßstab zu errichten - nach dem Motto: Was geht uns das Elend Afrikas an? Seit ich wieder mal in Afrika unterwegs war, habe ich Verständnis für jeden, der sich von dort aus auf den Weg in Richtung Europa aufmacht, um ein besseres Leben zu suchen.
Schönes Wochenende
Vivian
mahlzeit liebe gemeinde!
kurzes update:
zurück aus dem urlaub und ab nächste woche trage ich wieder zum bruttosozialprodukt bei :)
zwar nicht mehr im qm, aber dem forum bleib ich naturlich treu.
grüße
hacki
"das ist ein walversprechen. das muß man nicht halten!" käpt'n blaubär, der weiseste bär des universums
Hallo hackilein,
gratulation - hoffentlich fällt das persönliche BSP höher aus
und macht auch noch Spaß.
Viele Grüße
mfunk
Sie koennen erst dann neue Ufer entdecken,
wenn Sie den Mut haben, die Küste aus den Augen zu verlieren.
<chinesische Weisheit>
@Hackilein: Wenn nicht QM, was dann? (neugierig frag...)
Gruß
Evereve99
?Hast Du die ganzen Ausrufezeichen bemerkt? Fünf? Ein sicheres Zeichen für jemanden, der seine Unterhose auf dem Kopf trägt.?
? TERRY PRATCHETT, MUMMENSCHANZ
FuE :)
endlich...
"das ist ein walversprechen. das muß man nicht halten!" käpt'n blaubär, der weiseste bär des universums
Hallo zusammen,
jetzt möchte ich auch mal wieder aktuell berichten:
Bei uns ist es der total Wahnsinn.
Ich habe im September nur noch eine 16-Stunden-Woche (4x4 Stunden täglich und 1 Tag frei!).
Unsere GF sieht nicht ein, dass QM unabhängig von der Produktion ist und somit schaffe ich rein gar nichts mehr.
Interne Audits fallen komplett hinten rüber, genauso wie sämtliche Projekte in denen ich drinstecke, Lieferantenaudits gibt´s nicht mehr und MA-Schulungen fallen auch weg....
KATASTROPHE, sage ich nur!!!
Wie wir die Zeritfizierung im April nächsten JAhres schaffen sollen, weiß ich nicht!!
Am besten ist die neueste Info unserer GF: wegen der Krise haben wir kompletten Einkaufsstopp (abgesehen von den Dingen, die direkt in einen der wenigen Aufträge einfließen, die wir noch fertigen) und d.h. Kalibrierungen von Analysegeräten und Messmitteln dürfen nur nach vorheriger Genehmigung und Freigabe erfolgen.
Nach endlosen Diskussionen, dass wir ja schließlich TÜV- und GL-abgenommene Teile fertigen und somit auch kalibrierte Prüfmittel brauchen, hab ich es aufgegeben.
Ich warte nur noch auf die Aussage, dass wir uns auch den TÜV für unsere 2 Firmenfahrzeuge sparen wollen und dann mit nicht zugelassenen Fahrzeugen über die Lande ziehen....
Frust total!
Barbara aus Hamburg
_________________________
Qualität = Kundenzufriedenheit + Wirtschaftlichkeit!
nochmal @Hackilein:
Aha, Freizeit und Erholung also!
Ist das nicht so etwas ähnliches wie der natürliche Feind des Qualitäters...;-)))
Wünsche viel Glück im Job und gutes Wochenende!
Gruß
Evereve99
?Hast Du die ganzen Ausrufezeichen bemerkt? Fünf? Ein sicheres Zeichen für jemanden, der seine Unterhose auf dem Kopf trägt.?
? TERRY PRATCHETT, MUMMENSCHANZ
@ qmb-hh,
barbara das hört sich ja schon nach "Innerer Kündigung" an. Tu dir das nicht lange an, am ende macht so eine situation krank.
Schönen Gruß
Stefan
"Das ganze Elend kommt daher, dass die Menschen nicht zu Hause bleiben."
Tach auch ;-)
Innere Kündigung ?
Nicht unbedingt.
Solche Angstszenarien wie in Barbaras Firma werden auch gerne als Druckmittel auf "abhängig Beschäftigte" eingesetzt.
Frei nach dem ollen Haifischwitz:
Papa-Hai zum Sohn:
"Da vorne schwimmen ein paar Menschen. Die umkreisen wir jetzt 10mal. Und dann fressen wir sie."
Darauf der Sohn:
"Wieso umkreisen, wenn wir sie doch gleich fressen könnten."
Papa zwinkert.
"Junge...leergeschissen schmecken sie einfach besser."
Tja...Leute.
Auch bei mir kommen rechts und links die Haiflossen immer näher.
(Nicht nur) mein Job steht zur Disposition.
Aber ich denke, das der Jet-Ski unter mir auf Knopfdruck anspringt.
Gruß
Harald
Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es.
@ Barbara aus Hamburg:
Ich habe gerade einen Lieferanten, der einen Auftrag mit einem Volumen von ca. 0,5 Mio pro Jahr hätte kriegen sollen, durch's Audit fallen lassen. Unter anderem, weil seine Meßmaschinen aus Kostengründen dieses Jahr nicht kalibriert worden sind. Da die Einkäuferin bei uns sauber spielt und in diesem Fall auch ein Auditor unseres Kunden dabei war, bekommt er den Auftrag jetzt halt erst mal nicht.
Schöne Grüße an Deine GL...
Schöne Grüße
Frank
"Es ist alles gesagt - nur noch nicht von jedem." (Karl Valentin)
harald, der witz ist geil :D
"das ist ein walversprechen. das muß man nicht halten!" käpt'n blaubär, der weiseste bär des universums
Tja, die innerliche Kündigung bleibt da einfach nicht aus. Ich bin auch schon auf der Suche und habe Consulter angesprochen...
Schade ist einfach nur, dass ich eigentlich gar nicht wechseln will/wollte. Die Leute sind nett, der Job macht Spaß, aber bei solchen Einstellungen der GF muss man ja kapitulieren :-(
Ich bin auch nicht die erste oder einzige, die schon die Fühler nach etwas Neuem ausstreckt - damit steht der Laden schon am Abgrund. Schade wieder nur für diejenigen, die wegen fehlender Quali oder ihrer 30-jährigen Zugehörigkeit keine Alternativen finden...
Ein echtes Trauerspiel!
Meine Devise: Rette sich, wer kann!
Barbara aus Hamburg
_________________________
Qualität = Kundenzufriedenheit + Wirtschaftlichkeit!
...wobei es mich wundert, dass gerade Mitarbeiter mit langjähriger Firmenverbundenheit - also "Säulen des Unternehmens" - so schlechte Karrierechancen haben.
Warum ist langjährige Mitarbeit mit so einem Negativimage behaftet ? Unbeweglich ? Uninteressiert an Neuem ?
Eigentlich wünscht sich jeder Chef solche Leute, die sich mit ihrem Unternehmen identifizieren können.
Martin S
Leider sind unsere MA mit 30-jähriger Betriebszugehörigkeit inzwischen fast 60 Jahre alt...sie haben teilweise schon bei uns gelernt und nie etwas anderes gesehen.
Zu allem "Unglück" sind sie entweder nicht mobil (kein Auto) und/oder haben im Umkreis von wenigen Kilometern ihr Eigenheim. Es handelt sich hierbei meist um Schlosser, Schweißer, Dreher, Lagerpersonal etc.
Mit diesen Voraussetzungen ist es m.E. fast unmöglich etwas adäquates zu finden...
Barbara aus Hamburg
_________________________
Qualität = Kundenzufriedenheit + Wirtschaftlichkeit!
Hallo Martin S,
kann ich nicht so bestätigen, dass langgediente MA eines Unternehmens keine Karrierechance mehr haben.
Das durfte ich nach 29 Jahren Betriebszugehörigkeit feststellen, nachdem der Betrieb nach Tschechien ausflaggte.
In diesen 29 Jahren habe ich stetig meine Qualifikation erweitert, Schulungen und Seminare besucht, Prüfungen abgelegt. Vom Facharbeiter zum leitenden Q-Manager im gleichen Unternehmen.
Diese Qualifizierungen halfen mir in den 43 Jahren Berufspraxis, noch keinen Tag arbeitslos gewesen zu sein. Und ich konnte hierbei immer meine Position aufrecht erhalten.
Klar, etwas flexibel musste da schon sein.
Aber: der größte Faktor für Karrierechancen ist die eigene Qualifikation und stetige Weiterbildung bis zur Rente!
Gute Zeit!
Qualyman - Qualitäter aus Überzeugung und Leidenschaft, auch wenn´s mal Leiden schafft!
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geändert von - qualyman on 23/09/2009 20:10:00
@qualyman: Martin S ist derselben Meinung wie Du. Barbara aus HH hatte gesagt, dass ältere Mitarbeiter nach langer Betriebszugehörigkeit Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt haben würden.
Ich denke es kommt auf den Arbeitgeber an. Es gibt immer noch welche, die meinen, nur die jungen wären gut genug fürs eigene Unternehmen. Zum Glück und zu Recht wird diese Position dank zunehmendem Fachkräftemangel immer unbeliebter, weil sie sich nicht umsetzen lässt. Und diejenigen, die dann in den vermeintlich sauren Apfel mit älteren Arbeitnehmern beißen stellen fest, dass Erfahrung genauso wichtig ist wie junge Köpfe.
In 5-10 Jahren wird auf Grund der demografischen Entwicklung und des Bildungssystems das Alter kein Thema mehr sein, weil dann jede Firma froh darüber sein wird, dass sie überhaupt jemanden findet, der für den entsprechenden Bereich qualifiziert ist.
Viele Grüße
Barbara
[quote]
In 5-10 Jahren wird auf Grund der demografischen Entwicklung und des Bildungssystems das Alter kein Thema mehr sein, weil dann jede Firma froh darüber sein wird, dass sie überhaupt jemanden findet, der für den entsprechenden Bereich qualifiziert ist.
[/quote]
...das lese ich jetzt allerdings auch schon seit 20 Jahren in diversen Quellen.
Leicht pessimistisch bezüglich der Lernfähigkeit der Menschheit (Qualiman mal ausgenommen ;-)
Frank
Hallo Frank und Ihr anderen,
demografische Entwicklung ist ein etwas lääängerer Prozess, deshalb ist auch seit Jahrzehnten bekannt, wie sich Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt entwickeln wird.
Seit ca. 1970 liegt die [url="http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/Bevoelkerung/AktuellGeburtenentwicklung,templateId=renderPrint.psml#Geburtenziffer"]Geburtenziffer[/url] deutlich unter 2, d. h. vereinfacht gesagt 2 erwachsene Menschen bekommen weniger als 2 Kinder. Damit schrumpft die Bevölkerung, nur eben nicht sofort und plötzlich, sondern gaaanz langsam.
Lange Zeit war davon auf dem Arbeitsmarkt wengi zu spüren. "Junge Hüpfer" waren viel begehrter als "alte Hasen". Der erste große "alte Hasen"-Knubbel in der [url="http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/Bevoelkerung/VorausberechnungBevoelkerung/InteraktiveDarstellung/InteraktiveDarstellung,templateId=renderPrint.psml"]Bevölkerungspyramide[/url] (Geburtsjahrgänge 1934-45, s. a. [url="http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/Bevoelkerung/VorausberechnungBevoelkerung/InteraktiveDarstellung/Content75/Bevoelkerungspyramide1W1,templateId=renderSVG.psml"]Bevölkerungsentwicklung bis 2050 interaktiv[/url], Zahlen vom Statistischen Bundesamt) ist jetzt ins Rentenalter gekommen. Damit gibt es eine kurze Erholungspause auf dem Arbeitsmarkt und scheinbar ist das Thema Altersstruktur in Betrieben "out".
Tatsächlich steht uns in den nächsten Jahren noch viel Schlimmeres bevor. Wir können einfach nicht in der Zeit zurück reisen und die geburtenschwachen Jahrgänge seit 1970 nachträglich mit Kindern bestücken, d. h. uns fehlen wegen der zweiten (viel größeren) Welle von in Rente gehenden Arbeitnehmern in den kommenden Jahren deutlich mehr Arbeitskräfte. Diese zweite Welle fängt bei den Jahrgängen 1947 an und geht bis ca. 1970 (also genau dahin, wo der Geburtenknick auftrat). Das sind alles belastbare Zahlen und kein Statistik-Hokus-Pokus.
Wenn Ihr mal für Eure eigene Firma schauen möchtet, ob Ihr Altersstruktur-technisch gut aufgestellt seid, könnt Ihr das auf der Seite [url="http://www.demowerkzeuge.de/index.php"]demowerkzeuge.de[/url] machen. Spannend ist z. B. der [url="http://www.demowerkzeuge.de/index.php?si=151&li=1&cl=1&lang=de&css=standard"]Kurz-Check[/url], für den Ihr die Anzahl Arbeitnehmer in den Altersgruppen 15-24, 25-34, 35-44, 45-54, 55-65 braucht und dann Hinweise bekommt, wo Schwierigkeiten in den nächsten Jahren liegen könnten. Gerade zum Stichpunkt Risikobewertung könnte das spannend werden (Wie, die Entwickler gehen alle nächstes Jahr in Rente?!?)
Die Finanzkrise (um mal zum eigentlichen Thema zurück zu kommen) entlastet damit durch die vorsichtigeren Strategien der Unternehmen im Moment die Nachfrage an Fachkräften. Wenn die Krise überstanden ist, werden nicht nur die berechneten Fachkräfte fehlen, sondern auch noch die "die stellen wir später ein, wir sind gerade in der Krise"-Fachkräfte. Ganz schön unschön.
Viele Grüße
Barbara
_____________________________________
Eine gute wissenschaftliche Theorie sollte einer Bardame erklärbar sein.
(Ernest Rutherford, Physiker)
Ja, die heute "zum alten Eisen" Gehörenden Arbeitnehmer werden sich die Augen reiben, wenn die Headhunter bei ihnen Schlange stehen und Rentner mit Traum-Gehältern aus dem Ruhestand gelockt werden.
Erinnert sich noch jemand an den befürchteten "Jahr 2000 Bug" ? Damals wurden auch Rentner aus dem Ruhestand geholt, um in den alten Programmcodes nach möglichen Fehlern zu suchen....
Ich bin echt gespannt, wie sich das weiter entwickelt..
Martin S
Hmmmm.....gute Chancen für's "Alteisen", also.
Da mutiert dann so manch ein Rollator zum Betriebsmittel.
(Müssen die dann eigentlich abgenommen sein ?)
Und wie ist das eigentlich, wenn die Haftcreme -für die Dritten- die Tastatur verklebt ?
;-)
Gruß
Harald
Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es.
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