Hallo,hatte schon mal das Thema hier im Forum zur Diskussion.
Habe als QS -Leiter das Rauchen im QS Büro
unterssagt. Wir sind drei Personen davon 2 Männer die Raucher sind und eine Dame als Nichtraucher.
Jetzt folgender Fall:
Die Dame (Nichtraucher) wollte wegen Zahnarzttermin erst gegen 11 Uhr die Arbeit aufnehmen.
Wir beiden Männer (Raucher) zündeten uns gegen 9,30 Uhr eine Zigarette an und wollten danach lüften.
Auf einmal stand meine Mitarbeiterin vor mir
und gab einige Sprüche von sich.
Wir beiden Raucher haben sofort die Zigarette aus gemacht.
Diese Dame provozierte regelrecht einen Streit und blieb dabei nicht mehr sachlich.
Als Vorgesetzter stand man wie ein kleiner Junge da.
Jetzt hat Sie 2 Wochen Urlaub und ist der Meinung in ihrer Abwesenheit darf nicht geraucht werden.
Ich möchte Sie Abmahnen wegen der Sprüche gegenüber einem Vorgesetzten.
Was meint Ihr dazu?
Darf in Abwesenheit von Nichtrauchern geraucht werden?
Danke für Antworten
Tschüß
Antworten:
Aua......
Meine persönliche Meinung (als Raucher!):
Generell in allen Büros Rauchverbot!
Bei uns gilt im ganzen Gebäude Rauchverbot und das ist auch gut so!
Der Nichtraucherschutz hat mittlerweile so einen hohen Stellenwert erlangt dass ich eure Dame da leider verteidigen muss. Denn sie wird, solltest du auf das schräge Brett der Abmahnung steigen, mit dir danach wohl Schlitten fahren. Und dann hast du ein Problem, meiner Meinung nach.
Ich würd eher sagen, du redest mit ihr und stellst klar, dass du, egal was passiert, erstmal ihr Vorgestzter bist. (Das hättest du eigentlich sofort machen müssen)
Und dann sollte euch klar sein, dass im Büro net gequalmt wird. Wenn sie nun nämlich zu deinemn Cheffe geht wird er das wohl anordnen müssen.
Sorry, aber so ist in Deutschland nun mal mittlerweile der Standard.
Dino
Man gab uns mancherlei auf Erden:
zum Denken gab man uns die Stirn,
man gab uns Herz- und Leibbeschwerden,
doch auch den Himmel und den Zwirn.
(Heinz Erhard)
Hallo Marco444,
vorab: Da ich selbst rauche, bin ich mit Sicherheit keine militante Nichtraucherin ;-)
Wenn bei Euch die Regel gilt, dass im QS-Büro nicht geraucht wird, dann ist das so. Punkt. Egal wer anwesend ist oder nicht. Insofern ist es auch nicht in Ordnung, zu rauchen und danach die Fenster aufzumachen. Das riechen Nichtraucher und dürfen sich zu Recht belästigt fühlen, wenn Eure Regel eine andere ist.
Es ist andererseits natürlich auch nicht in Ordnung, andere Menschen bloßzustellen, sei es vor dem Vorgesetzten oder wo auch immer.
Ich würde diese Geschichte versuchen in einem Gespräch zu klären (s. z. B. die Diskussion zum Gordon-Modell & Kommunikation), denn ansonsten habt Ihr echt üble Stimmung im Büro.
In Abwesenheit von Nichtrauchern darf geraucht werden, wenn in einem Bereich geraucht wird, der zum Rauchen freigegeben ist. Sonst nicht.
Viele Grüße
Barbara
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Statistiken sind mit Vorsicht zu genießen und mit Verstand einzusetzen.
(Carl Hahn, ehem. VW AG)
moin Marco444!
"...Diese Dame provozierte regelrecht einen Streit und blieb dabei nicht mehr sachlich.
Als Vorgesetzter stand man wie ein kleiner Junge da...."
das ist wirklich gut
zum rauchen:
habt ihr denn keine raucherecke, in die ihr euch verziehen könnt? egal wie du stark du lüftest, das zeug kriecht in alle stoffe und selbst als nichtraucher riecht man dann. ich würde aus rücksichtnahme ihr gegenüber auf das rauchen im zimmer verzichten.
zum abmahnen:
ist sie denn persönlich und beleidigend geworden? ich würde es auf jeden fall vorziehen, ein klärendes gespräch im beisein eures vorgesetzten/chefs zu führen, bevor mit der abmahnkeule gewunken wird.
und sind abmahnungen nicht sache der gf?
gruß
hacki
"das ist ein walversprechen. das muß man nicht halten!" käpt'n blaubär, der weiseste bär des universums
Hallo Marco444,
wie meine Vorschreiber schon geschrieben haben, bewegst Du Dich mit einer Abmahnung auf ganz dünnem Eis. Eine solche Abmahnung kann zur Retourekutsche werden, denn wenn Du ein Rauchen in den Büro verbietest, kannst Du nicht einfach degegen verstossen.
Du gefährdest auch Deine Autorität als Vorgesetzter, denn wieso sollen sich Deine Mitarbeiter an Deine Anweisungen halten, wenn Du es selber nicht machst ??
Kläre die "Sprüche" mit Ihr in einem 4-Augen-Gespräch und mache Ihr klar, welchen Umgangston bei Euch herrschen soll.
Gruß
el verde
Der Klügere gibt nach - diese traurige Wahrheit begründet die Weltherrschaft der Dummheit.
geändert von - el_verde on 19/12/2006 09:27:22
Moin Marco,
also ich kann die Dame verstehen.
Kalter Rauch ist selbst für mich als Raucher unangenehm.
Wir sind zu viert im Büro -davon 3 Raucher- und sind uns seit Jahren darüber einig, im Büro nicht zu rauchen.
In der netten Kaffee/Raucher-Ecke oder mal vor der Tür schmeckt die Lulle auch.
Unser Chef (Nichtraucher) akzeptiert die daraus resultierenden "Fehlzeiten".
Er weiß....viele gute Ideen entstehen in der Zigarettenpause.
Während der gemütliche Zigarette kann man mal kurz abschalten, sich in aller Ruhe nächste Schritte überlegen, Dinge abwägen, etc. und ist danach ziemlich produktiv.
Abgesehen vom positiven (Geruchs-)Effekt für Büro und Kleidung.
Gruß
Harald
Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es.
Tach..
Muss da meinen Vorrednern zustimmen -
egal, wie sich die Dame danebenbenommen hat, Du kannst als Chef nicht hergehen und gegen Deine eigenen Regeln verstoßen, nur weil grad niemand da ist, den es stört.
Regel ist Regel, und ich bin mir ziemlich sicher, dass Du eine solche Argumentation auch nicht akzeptieren würdest, wenn es nicht um Dich selber, sondern um einen Deiner Unterstellten ginge.
Und rauchen im Büro find ich sowieso ne ziemlich schreckliche Idee.
@Harald:
Gibt's in Eurem Betrieb viele Nichtraucher?
Ich frag mich nur grade, wie die denn zu der Sache stehen. Machen die dafür dann fünf Minuten Frischluftpause? Man muss da vorsichtig sein mit solchen Sondertouren..wenn sich jemand benachteiligt fühlt bzw jemand anderen als bevorzugt betrachtet wegen sowas, kann sich da n ganz mieses Betriebsklima einschleichen..is nunmal so, dass Menschen nicht offen miteinander drüber reden, wenn sie was stört, sondern lieber mit Gleichgesinnten über die anderen abfluchen und schlechte Stimmung stiften.
geändert von - Hinkmän on 19/12/2006 10:02:57
geändert von - Hinkmän on 19/12/2006 10:03:50
Hallo,
habe euere Beiträge gelesen.
Möchte noch folgendes anmerken.
Es besteht kein Rauchverbot von der GF bei uns in Büroräumen. Falls Raucher und Nichtraucher gemeinsam im Büro arbeiten wird
natürlich nicht geraucht. Bei Urlaub, Krankheit u.s.w. der Nichtraucher wird in allen Büros geraucht. In der Raucherecke
möchte man ja auch nicht immer stehen das hat auch der GF nicht gerne. Mit dieser Regelung sind die Nichtraucher auch einverstanden.
Was versteht man eigentlich unter passives Rauchen?
Einatmen von Qualm eines Rauchers? ist o.k.
aber ist eine Gesundheitsschädigung (passives Rauchen) auch
beim betreten eines Raumes gegeben wo am tage vorher geraucht wurde?
Klar der Geruch ist da, aber bei uns "stinkt"
es mehr nach verbrannten Gummi, Chemikalien u.s.w., weil wir damit Prüfungen machen.
Lüften müssen wir auch ohne Zigaretten.
Tschüß
Hallo Marco,
beim Passiv-Rauchen geht es neben der direkten Geruchsbelästigung unter anderem um gesundheitsgefährdenden Feinstaub in der Luft:
"Info der eniusAG:
Passivrauchen als extreme Gesundheitsgefahr
Deutsches Krebsforschungszentrum stellt neue Studie vor
Nach einer heute, Mittwoch, veröffentlichten Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums German Cancer Research Center wird die Gefahr durch Passivrauchen extrem unterschätzt. Tabakrauch in Innenräumen sei keine Belästigung, sondern eine Gesundheitsgefährdung mit Todesfolgen. Allein in Deutschland sterben jährlich mehr als 3.300 Nichtrauchen an den Folgen des Passivrauchens, rechnen die Experten vor. Als dringend notwendig erachten die Verfasser der Studie Gesetze zum umfassenden Nichtraucherschutz in öffentlichen Räumen zu erlassen, die auch für die Gastronomie gelten.
"Passivrauch enthält giftige Substanzen wie Blausäure, Ammoniak und Kohlenmonoxid, aber auch eine Vielzahl krebserregender Stoffe wie polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, N- Nitrosamine, aromatische Amine, Benzol, Vinylchlorid, Arsen, Cadmium, Chrom und das radioaktive Isotop Polonium 210", so die Studienleiterin Martina Pötschke-Langer im pressetext-Interview. Das Bedrohliche sei, dass für die im Passivrauch enthaltenen krebserregenden Substanzen keine Dosis-Schwellenwerte festgestellt werden können, unterhalb derer keine Gesundheitsgefährdung zu erwarten wäre. "Auch kleinste Belastungen können zur Entwicklung von Tumoren beitragen", erklärte die Autorin."
Quelle: http://de.fitness.com/forum/ausdauertraining/inwiefern-schaedigt-passiv-rauchen-14521.html
Ich glaub aber nicht, dass irgendwelche Infos helfen, Euer Problem zu klären. Das ist kein sachliches Problem (mehr), sondern ein emotionales Problem und da hilft nur gute Kommunikation und ggf. Erarbeiten von neuen Regeln fürs Rauchen.
Viele Grüße
Barbara
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(Carl Hahn, ehem. VW AG)
Hi!
Auch ich bin seit 30 Jahren Nichtraucher!
Aaaaaaaber: Diese Debatten um das Rauchverbot gehen mir echt auf die Nerven.
Auf der einen Seite ist die Regierung zu diesem Thema muksmäuschen still, weil ja ein großer Industriezweig betroffen ist und auf der anderen Seite beträchtliche Steuereinnahmen auf dem Spiel stehen.
Am liebsten wäre denen ja, wenn man die Zigaretten kauft und gleich in einen Häxler schmeißt!
Also entweder den Verkauf von Rauchwaren verbieten ;-) oder aber alle Menschen leben lassen. Es geht nicht an mit "kaufe" aber rauche nicht!
Wenn es im Unternehmen (wie bei uns) ein generelles Rauchverbot gibt (es gibt aber dort Ausnahmen, wo nur Raucher im Raum sind), wird eben nur in den dafür vorgesehehen Räumen geraucht.
Bei Marco444 ist das aber so nicht geregelt.
Also würde ich ein klärendes Gespräch mit der MA suchen, wo zwei Dinge geklärt werden sollten: 1. der Umgangston und 2. das Rauchen, wenn sie nicht anwesend ist.
Systemmanage :-)
@Hink-Män
Etwa die Hälfte der Belegschaft qualmt ;-)
Pausenecken sind mit Rauchern und Nichtrauchern gleichermaßen befüllt.
Die Springer lösen grundsätzlich und ohne Unterschiede ab.
@Marco
in alter Schulkollege von mir saß jahrelang bei Greenpeace in der Chefabteilung.
Studie: Was Du in einer Stunde Stau am Frankfurter Flughafen alles einatmest...da kommt ne Stange Revi-ohne nicht mit.
Zumal Raucher diese Schadstoffe auch noch schneller abbauen konnten.
Lungenkrebs oder nicht wird mehr von Genen und Feinstaub als vom Rauchen bestimmt.
Hey...fangt jetzt bloß nicht alle an zu rauchen ;-)) Gesund ist das wirklich nicht !
Objektiv für dein Büro gesehen ist es also nicht das Passivrauchen, sondern eher die zusätzliche Geruchsbelästigung die sich negativ ausnimmt.
Gesundheitsschädigung durch Passivrauchen wird halt gerne als Schlagwort vorgeschoben.
Rauchverbote sind eben günstiger als Stauumgehungsspuren für Nichtraucher zu bauen ;-)
Gruß
Harald
Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es.
Hallo zusammen,
nur weil etwas "noch tödlicher" als das passiv-rauchen ist, ist passiv-rauchen trotzdem gefährlich. Und diese Studien sind (statistisch gesehen) abgesichert, d. h. ein Passiv-Raucher hat verglichen mit einem Nicht-Raucher ein signifikant höheres Erkrankungsrisiko.
Viele Grüße
Barbara
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(Carl Hahn, ehem. VW AG)
Hi!
An welcher Stelle würden denn die Auswirkungen des Rauchens und des Passivrauchens stehen würde man eine weltweite Paretoanalyse über die nachweislichen primären Todesursachen erstellen (gibt es sicher)?
Und dann sehen wir uns einmal an, welchen Stellenwert das Rauchen in den div. Diskussionen hat.
D.h., dass die Prioritäten nicht mit den Fakten im Einklang stehen! Mit den dummen Steuerzahlern (zu denen ich mich auch zähle) kann man ja so etwas machen!
Da ist eine Lobby unterwegs die politisches Kapital daraus schlagen will, ohne wirklich konsequent zu agieren.
Systemmanager :-)
Hallo Systemmanager,
wie gesagt, es gibt sicherlich Umstände, die häufiger mit dem Tod enden als Passiv-Rauchen.
Um mal ein paar Fakten zu nennen: In 2005 sind in Deutschland insgesamt 830.227 Menschen gestorben (Quelle: Statistisches Bundesamt), davon 3.300 wegen passivrauchen. Das entspricht einer Quote von 0,4% bzw. 3975 ppm.
Bei den häufigsten Todesursachen stehen direkt nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen die Krebserkrankungen der Bronchien und Lungen:
http://www.destatis.de/basis/d/gesu/gesutab20.php
Natürlich entstehen die nicht alle durch Tabakrauch bzw. Passivrauchen, nur erhöht Rauchen das Risiko für solche Erkrankungen.
Insofern ist für mich der Nichtraucherschutz auch und gerade am Arbeitsplatz ein wichtiges Thema und keinesfalls ein nur schlimm gemachtes Problem.
Viele Grüße
Barbara
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(Carl Hahn, ehem. VW AG)
Hallo Barbara!
Ich stimme dir voll und ganz zu, wirklich!
Das Rauchen sollte eingedämmt werden, wo immer es geht!
Ich hoffe, du verstehst meine Argumente gegen jene, die nur scheinheilig das Reizthema Rauchen für sich in Anspruch nehmen um zu punkten!
Systemmanager :-)
Hi nochmal,
ja, wie ist das jetzt mit dem Verursacher-Prinzip ?
Was bringt jemanden um ? Die Kugel, der Schütze oder der Waffenhersteller(der ja Gebrauchs- und keine Austellungsgegenstände herstellt)
Die amerikanische Tabaklobby hat den Geldbeutel aufmachen müssen, obwohl die wenigsten Tabakkonzern-Besitzer selbst rauchen. Andererseits sitzen lediglich die Schützen im Knast.
Wie Systemmanger bereits anmahnt. Die Sache ist in höchstem Maße inkonsequent.
An den Staat:
Schafft die Zigaretten ganz ab, oder überlasst es dem mündigen Bürger selbst....aber dann haltet auch bitte die Klappe ;-))
Wenn ich z. B. im Restaurant keine rauche, dann nur um andere geruchstechnisch nicht zu belästigen und nicht um sie nicht vorzeitig ins Jenseits zu befördern.
Das schafft das uralte französische AKW um die Ecke mit seinen 75 Störfällen/Jahr oder die nahe Stahlhütte mit ständig defekten Filtern auch ohne mich.
Ähmm...upps. Vergaloppiert.
Gruß
Harald
Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es.
Hallo,
ich stelle mal folgende provokante Rechnung auf:
*Provokation an: *
Ein Mitarbeiter raucht während eines Arbeitstages 8 Zigaretten (1 pro Stunde)
Hinlaufen zum Raucherraum: 1 Minute
Zigarette rauchen: 5 Minuten
zurücklaufen zum Arbeitsplatz: 1 Minute
Summe: 7 Minuten
Gehalt des MA: 3.000 ? pro Monat bei 169 Stunden = 17,75 ? pro Stunde + 60% LNK für AG = 28,40 ? Kosten für den AG
Zusätzl. Pausen pro Tag: 8 Zig. * 7 Minuten = 56 Minuten
Kosten pro Tag: 26,50 ?
Kosten pro Jahr: 5.830 ? bei 220 Arbeitstagen
Bei 10 rauchenden Mitarbeitern sind das schon 58.300 ? p.a.
Was soll da bitte noch produktiv sein ?
Die restlich Diskussion hier ist geprägt durch die Meinungsbildung der Tabakindustrie. Ein sehr schöner Beitrag dazu heute in der Süddeutschen:
http://www.sueddeutsche.de/,tt5m1/wirtschaft/artikel/804/94710/
* Provokation aus *
schöne Weihnachten
el verde
Der Klügere gibt nach - diese traurige Wahrheit begründet die Weltherrschaft der Dummheit.
geändert von - el_verde on 19/12/2006 15:02:33
Moin,
worum geht es hier?
Es gab ne Frage. Auf die haben einige Leute ne Antwort gesucht.
Wieso entbrennt jetzt ne Grundsatzdiskussion über das Rauchen?
Fakt ist, dass die Bundesregierung es nun einmal nicht schaffen wird, eine Lösung zu finden. Das wurde ja in den Medien ausführlich dargestellt.
Fakt ist auch,dass Rauchen nicht gerade gesundheitsfördernd ist. Weiß ich als Raucher selber.
Nur: Alkohol ist auch nicht gesund. Nur, das halt Saufen als "Krankheit" deklariert wird und wir alle das auch mitzahlen, wenn die Säufer und Spritköppe teuren Entzug bekommen.....
Und die Milchmädchenrechnung geht auch net auf. Ja, jeder Unternehmensberater rechnet einem vor, was ein Raucher im Jahr kostet, wenn er während der Arbeit raucht.
Ich hab das aber auch so erlebt: Die Raucher arbeiteten dann, weil ihre Pause ja weg war. Die Nichtraucher standen dann, weil sie ja die Raucherpausen vorher auch "genossen" haben, wie gewohnt rum und quatschten......
Gleichberechtigt?
Ausserdem bin ich der Meinung, dass dieses ganze Theater absoluter Schmarrn ist. Warum muss man eigentlich alles politisieren? ISt es in unserer ach so fortschrittlichen Gesellschaft nicht mehr möglich, mit Rücksichtnahme und Verständnis Probleme zu lösen? Scheinbar nicht, denn wenn ich auf der Autobahn unterwegs bin ist von Rücksicht nix zu sehen. Da wird man gnadenlos weggebombt, wenn man sich an die Regeln hält.
Wir haben bei uns auch keine Raucherpausen. WIr dürfen auch nur in den normalen Pausen vor der Tür im "Raucherzimnmer" qualmen.....
Und nun setz ich noch einen drauf:
Angenommen, alle Raucher hören auf. WOW.....
Zigtausende stehen auf der Straße.....
Zigmilliarden Steuern weg....
Also... werden andere Steuern erhöht....
Und die tun dann den neuen Nichtrauchern nicht weh, weil die Kohle ja immer verpafft wurde... aber die anderen zahlen mit......
(ist auch ne Milchmädchenrechnung....)
Dino
Man gab uns mancherlei auf Erden:
zum Denken gab man uns die Stirn,
man gab uns Herz- und Leibbeschwerden,
doch auch den Himmel und den Zwirn.
(Heinz Erhard)
Hallo Marco,
will hier mal wieder zu deiner Frage zurückkommen.
Du hast es untersagt.
Du solltest dich daran halten, deine Mitarbeiterin hat ein Anrecht darauf.
Fangt ihr mit irgendwelchen Ausnahmen an seid ihr inkonsequent und du wirst unglaubwürdig.
Deine Mitarbeiterin fühlt sich auf diese Weise wahrscheinlich nicht ernst genommen.
Ruhiges klärendes Gespräch suchen, sich vielleicht sogar bei der Kollegin für den Fehler (den du nu mal begangen hast) entschuldigen, und das Klima kann gerettet werden.
Abmahnung = ganz schlechter Plan, wirst du aber von selber drauf kommen, wenn du mal in Ruhe drüber nachdenkst.
Gruß
Evereve99
"Seht ihn an den Dichter
Trinkt er, wird er schlichter
Ach, schon fällt ihm gar kein Reim
auf das Reimwort "Reim" mehr eim."
Robert Gernhardt
(In Memoriam)
Hallo,
zu der eingangs gestellten Frage ist denke ich bereits alles gesagt.
Die rechtlichen Rahmenbedingungen sind übrigens auch schärfer als viele glauben. Im Grunde genommen ist der Arbeitgeber verpflichtet einen Nichtraucher vor Qualm zu schützen. Wie er das macht ist erstmal nicht geregelt. Das können technische oder organisatorische Lösungen sein. Also Büros in denen nur Raucher sitzen, Absauganlagen oder halt eben Rauchverbot.
Die konsequenz ist bei gemischt besetzten Büros daher, dass ein Nichtraucher im grunde genommen ein Rauchverbot einforedern kann wenn keine technsichen Maßnahmen durchführbar sind um Ihn/Sie vor Rauch zu schützen.
Interessanter Link: http://de.osha.europa.eu/topics/nichtraucher_am_arbeitsplatz
Diese Verordnung, die auf einer EU Verordnung beruht hat übrigens z.B. dazu geführt, dass in meiner Unternehmensgruppe seit ca 1 Jahr für 17.000 MAs Rauchverbot auf dem Werksgelände gilt bis auf (sehr wenige) Raucherräume und eigige speziell gekennzeichnete Raucherbereiche an der frischen Luft.
Gruß
monacon
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