Hallo zusammenIch soll nächstes Jahr die "Werkerselbstprüfung" einführen. Das heißt die Mitarbeiter sollen dann ihre Teile optisch beurteilen. Derzeit übernimmt dies die Qualitätssicherung. Wer kann mir hier helfen?? Hat jemand Erfahrung damit??
Gruß Messi
Antworten:
Moin,
1. Schule deine MA gut (vorallem erkläre ihnen warum die "Mehrarbeit" übernommen werden soll-> Dadurch steigt die Akzeptanz)
2. Arbeite mit "Grenzmustern". Das hilft bei optischer Beurteilung.
3. Kontrolliere am Anfang (ca. halbes Jahr) selber mit bzw. oft. Nur so siehst du obs auch funktioniert.
4. Gebe den MA Hilfestellung
Gruß: Mr.Idea
Hallo Messi,
wenn du oben unter "Suche" mit dem Wort "Werkerselbstprüfung" nach alten Threads suchst, findest du schon ganz nett was. Habe es gerade getestet. Wenn du dann noch weitere Fragen hast, stelle sie.
Gruß msb
wer die Wahrheit sucht, wird sie finden
geändert von - msb on 23/11/2006 08:29:17
Hallo Messi,
Kann mich Mr.Idea nur anschliessen.
Wir haben zusätzlich jedem Mitarbeiter eine persönliche Kontrollnummer verpasst. Anhand dieser können wir MA und Charge nachvollziehen. (falls doch mal etwas nicht so klappt, wie man es sich vorstellt). Desweiteren haben wir den Prozess so geregelt, dass jeder folgende Werker die Arbeit des Vorgängers ebenfalls überprüft.
Und jetzt kommt das beste, es funktioniert.
Gruss
Lars
Hallo Messi,
ich habe schon zweimal die Werkerselbstprüfung in Unternehmen eingeführt.
Alle sprechen von Werkerselbstprüfung, vorallem die Geschäftsführung. Die Geschäftsführung will nur eins, die Personalkosten senken.
Man muss unbedingt die Rahmenbedingungen innerhalbt des Unternhemns berücksichtigen.
Ich nenne mal ein paar:
- Wie ist die Produktion aufgestellt(Fertigungsart => CNC-Maschinen,
Stanzautomaten mit Handbestückung usw.)
- Fertigungspersonal (Facharbeiter, Hilfsarbeiter usw.)
- Nationalität der Mitarbeiter (Verständigung)
- Qualifikation der Mitarbeiter, bezüglich Qualitätsprüfungen
- Fertigungslosgröße
- Wichtigkeit der Prüfmerkmale(z.B. D-Merkmale)
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Einführung der Werkerselbstprüfung im Fachbetrieb der Zerspanungstechnik kein großes Problem ist und auch Sinn macht. Das Fertigungspersonal besteht überwiegend aus Facharbeiter und der Maschinenpark besteht zu 80% aus CNC Maschinen.
Es leidet in diesem Fall die Produktivität nicht und der Schulungsaufwand ist gering. Was auch wichigt ist, ich kann den Prüfaufzeichnungen vertrauen.
Wie sieht es wohl aus, wenn das Fertigungspersonal nur aus Hilfsarbeiter und aus unterschiedlichen Nationalitäten besteht? Die Fertigungsmaschinen mit Hand bestückt werden und die Fertigungslosgröße bei durchschnittlich 1000 Stück (z.B. Fertigungszeit pro AG 3 Stunden)liegt.
- Wo geht die Produktivität hin?
- Wie groß ist der Schulungsaufwand?
- Kann man den Prüfaufzeichnungen vertrauen?
- Werden wirklich alle Prüfungen
durchgeführt?
Gruß
André
Servus,
ich kann André da nur Recht geben.
Nachdem ich grundsätzlich erst einmal Türkisch, Griechisch, Russisch, Polnisch und noch Serbo - Kroatoisch hätte lernen müssen, um den Leuten zu erklären, was sie wie zu prüfen haben, mussten wir den Hauptprüfaufwand doch wieder nach hinten legen.....
Dino
Das Menschen Leben gleicht der Brille
man macht viel durch.
(Heinz Erhard)
Hallo Andre, hallo Dino,
ihr habt natürlich recht, die Rahmenbedingungen müssen eine solche Veränderung tragen können.
@Dino
Eine Frage musst du mir noch gestatten, in welcher Form kommuniziert ihr überhaupt mit euren Werkern? Wie könnt ihr sicherstellen, dass alle wissen was sie und wie zu machen haben, wenn es so ein grosse Sprachenvielfalt gibt?
Gruss
Lars
Hallo Lars,
ok, ist ne frühere Firma.... ging mit Händen, Füßen und vieeeeel Fantasie...
und halt mit Bildern.
Ist aber beim Audit nie beanstandet worden.
Hatte mal den Fall, da stand der Auditor hinter einer Dame, die an einer Presse saß und relative kleine, dünne Blechteile mit Löchern und so versah. Die hatte ihre Prüflehre und ein Bild, auf dem zu sehen war, wie sie das Teil aufzustecken hatte, dazu groß die entsprechende Zahl, nämlich 1 für jedes Teil. (Wie gesagt, einfache Prüfungen mit Lehren gingen... aber Messen konnten die Leut net)
Der Auditor stand dahinter, besah sich das und war zufrieden. Ich auch, weil der liebe Gott mein Flehen erhört hatte, den Auditor bitte diese Dame nichts zu fragen. Die konnte nur:
Gutten Morgen
Auff Widasähen
Danke
Dino
Man gab uns mancherlei auf Erden:
zum Denken gab man uns die Stirn,
man gab uns Herz- und Leibbeschwerden,
doch auch den Himmel und den Zwirn.
(Heinz Erhard)
Hallo Messi,
wir haben nur ca. 20 MA in der Fertigung und machen auch Werkerselbstprüfung (hauptsächlich Sichtprüfung von Spritzgussteilen). Bei der Einführung unseres CAQ habe ich die Leute selbst geschult - einzeln. Manche saßen nämlich vorher nie an einem PC! Wir haben auch unterschiedliche Nationalitäten. Aber was soll ich sagen - es funktioniert. Dadurch, dass sich die Leute alle mit Namen und Passwort anmelden müssen, wissen Sie auch, dass sie Verantwortung für Ihre Prüfung haben und dass sie sie gewissenhaft durchführen müssen. Klar, es gibt immer mal wieder schwarze Schafe, die Werte faken, aber ich denke, davor ist man nie sicher (auch nicht in einer großen Firma). Ich denke, die Werkerselbstprüfung ist auch ein Stück weit motivierend, weil eben niemand hinterher noch die Teile durchprüft. Sie gehen direkt so an den Kunden. Dessen sind sich die MA bewusst und auch der Verantwortung, die dahinter steckt.
Viele Grüße,
krl
_______________________
Nach dem Audit ist vor dem Audit
Hallo Messi, ich habe die Erfahrung gemacht, das es gilt, schwere Überzeugungsarbeit zu leisten. WSP kann motivierend sein, muss aber nicht. Ohne Kontrollnummern geht es nicht. Aber die MA dürfen nicht das Gefühl bekommen, Sie müssen jetzt Kontrollnummern aufkleben, damit sie leichter abgestraft werden können. (Man versteckt es zwar unter dem Mäntelchen der Rückverfolgbarkeit, aber es ist so) Erst als wir angefangen haben, die MA mit zum Kunden zu nehmen, ihnen selber die Aussortieraktionen durchführen zu lassen, damit sie ein Gefühl dafür bekommen, was hinter einer Reklamation wirklich steckt, ist es besser geworden.
Bin allerdings auch ein leidgeprüfter Automobilzulieferer.
Hallo zusammmen,
zusätzlich habe ich nach der Erführung der Werkerselbstprüfung, die Erfahrung gemacht, dass die Anzahl der Reklamationen auch nicht reduziert wurden oder zumindest früher erkannt wurden.
Gruß
André
Hallo zusammen
Ich wollte mich ersteinmal für die große Resonanz bedanken.
Noch ein paar Fakten:
1. Wir haben ca. 40 Produktionsmitarbiter in 3 Schichten
2. Kunststoffspritzerei
3. Das Niveau der MA ist manchmal kleiner Null
4. Alle Nationalitäten vorhanden.
Mir ist zum Weinen... ;-)
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Hallo zusammen
Ich soll nächstes Jahr die "Werkerselbstprüfung" einführen. Das heißt die Mitarbeiter sollen dann ihre Teile optisch beurteilen. Derzeit übernimmt dies die Qualitätssicherung. Wer kann mir hier helfen?? Hat jemand Erfahrung damit??
Gruß Messi
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...eins noch ;-))
Habe desöfteren was von Schulungsunterlagen heraus gelesen. Wer hat Erfahrung hiermit??
Unsere Produktpalette ist sehr reichhaltig.
Gruß Messi
[quote]
Hallo zusammen
Ich soll nächstes Jahr die "Werkerselbstprüfung" einführen. Das heißt die Mitarbeiter sollen dann ihre Teile optisch beurteilen. Derzeit übernimmt dies die Qualitätssicherung. Wer kann mir hier helfen?? Hat jemand Erfahrung damit??
Gruß Messi
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Hallo Messi!
Ich habe Dir im anderen Forum geantwortet, aber das stell' ich lieber auch hier rein:
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Die Angaben haben bisher, auch im anderen Forum, gefehlt! Damit kann ich nur eins empfehlen: LASS ES!!!
Wir haben auch Lieferanten, die solche Wege gegangen sind. Sie stehen seit Jahren auf einer Liste mit dem schönen Titel: "Keine Neuteile".
Ich nehme an, Ihr arbeitet Schicht. Und wahrscheinlich drei Schichten. Das heißt, das Du des Nachts einem Zeitarbeiter, der nicht fähig ist, schriftliche Anweisungen umzusetzen und nicht genug vom Spritzguß versteht um selber den Prozeß nachregeln zu können, die volle Kontrolle über Eure Auslieferqualität überläßt. Jetzt könnte man einwenden, daß das für die Spielzeugindustrie noch ausreicht, aber dort setzen Lego und Playmobil die Standards und die gehören zu den besten Spritzgießern weltweit.
[quote]
Schöne Grüße
Frank
"There's no problem too great for running away from it!" (Charlie Braun)
Moin Messi !
Also bei uns gibt es so zusagen eine PsydoWSK. Die Werker entscheiden beim Start der Produktion selbständig ob das Produkt i.O. ist und so pruduziert werden kann. Am Produktionende misst aber immer noch einer von uns in der QS gegen und schaut sich die Teile dann noch an.(sprich Leichenbeschau).
Bevor Ihr das so einführt wie es bei uns ist dann lasst es gleich bleiben.
Ich denke dass es eh in eurem Fall völlig fälsch währe zu sagen "so und ab heute machmer WSK".
Man muss ertsmal die ganzen produktions MA schulen. Sie vertraut mit den Produkten machen, worauf muss ich besonders achten, welche Fehler sind kritisch welche sind zwar nur Schönheitsfehler können aber vom Kunde so verbaut werden ...und...und...und...
Dann müsst Ihr Fehlerbilkataloge anlegen und Grenzmuster definieren.
Also ich persöhnlich würde euch davon abraten. Die Reklazahlen werden sich dadurch dev. nicht senken sondern eher steigen. Das einzige was wiklich eintreten wird ist das eure GL Personalkosten einspart. Um eine funktionierende WSK aufzubauen sollte man schon Fachpersonal haben oder wenigstens gut geschulte MA. Die Chefs wollen aber werder qualifizierte MA noch die nötigen Schulungen zahlen, das ist der Knackpunkt bei der WSK
MFG
Speckiy
Hallo Qualitäter
Mit Erstaunen und teilweise Kopfschütteln habe ich die Kommentare gelesen. Ich muss sagen, was hier von verschiedenen ?Qualitätern? von sich gegeben wird kann ich nicht verstehen, noch viel weniger kann ich es akzeptieren.
Es mag ja sein, dass verschiedene Forderungen zur Werkerselbstprüfung nicht einfach umzusetzen sind, aber:
Offensichtlich gibt es auch hier im Forum verschiedene, bei denen die Werkerselbstprüfung zur Selbstverständlichkeit geworden ist.
Auch wir praktizieren dies schon länger als 10 Jahre und wie ich glaube, sehr erfolgreich.
Natürlich ist es eine schwere Aufgabe, das Q-Bewusstsein aller Mitarbeiter so weit zu entwickeln, dass man sich auf deren Ergebnis verlassen kann.
Es kann doch nicht sein, dass man den Mitarbeitern jegliche Art der Verantwortung für ihre Arbeitsleistung oder ihr Produkt abnimmt oder abspricht.
Natürlich muss man Schichtarbeit und Sprachengewirr berücksichtigen.
Natürlich ist es erforderlich in allen Schichten Mitarbeiter zu haben, welche im Bedarfsfall
Eingreifen können und dazu neben dem Wissen und Können auch die Befugnis haben.
Dies alles ist doch Ziel eines funktionierenden Qualitätsmanagementsystems.
Ist Euch die Weiterentwicklung des QM-Systems und die kontinuierliche Verbesserung (auch die des Personals) kein Begriff?
Natürlich müssen die Mitarbeiter vorher ausreichend geschult werden, aber um eine sichtliche Beurteilung meines Arbeitsproduktes zu machen, muss ich nicht unbedingt deutsch sprechen.
Es kann doch nicht sein, dass von gefrusteten Vorgesetzten alles in Zweifel gestellt wird und die Qualität der eigenen Mitarbeiter so negativ beurteilt und akzeptiert wird.
Ohne Werkerselbstprüfung könnten wir unsere Produkte schon lange nicht mehr in Deutschland herstellen. Wir können doch nicht so weiterarbeiten wie vor 50 Jahren und uns dann wundern, wenn Betriebe ins billigere Ausland abwandern.
Gebt eueren Mitarbeitern eine bessere Qualifikation und mehr Eigenverantwortung und ihr werdet sehen, dass die Werkerselbstprüfung ein sehr gut funktionierendes und auch arbeitsplatzsicherndes Instrument sein kann.
Nichts für ungut
Lothar
Hallo Lothar,
jetzt hast du uns aber die Meinung gesagt, hm?
Ernsthaft: Ich weiß nicht, was du von uns willst. Ich denke, wir alle wissen, dass wir um eine bestimmte Art der WSP nicht herumkommen. Fakt.
Nur: Das alles muss auch machbar sein! In den Jahren Praxiserfahrung, die ich habe, musst ich oft genug sehen, wo die Grenzen sind. WSP schön und gut, aber bitte auch da, wo es sinnvoll ist.
Da, wo es einem die Arbeit erleichtert und mich wirklich voran bringt.
Ich kann niemanden, der so gerade mal ein Bier in der Kneipe bestellen kann, einen komlizierten Messvorgang nahebringen. Aber ich kann ihm ne Lehre in die Hand geben, ihm das zeigen, ihn "schulen", ihm nen Zettel in die Hand drücken, wo er seine Prüfungen dokumentiert und ihm sagen, was er tun muss, wenn es nicht so ist wie es sein soll.
Aber: Ich muss auch jemanden haben, der in einem solchen Fall auch nach dem Rechten sieht.
Und je komplizierter das Teil, desto mehr muss ich dann in die Prüfungen stecken. Erzähl mir nicht, dass dies nicht stimmt.
Schau dir mal an, was da aus Fernost alles kommt. Denkst du, die haben die WSP kapiert?
Ich bin der Meinung, dass wir die Qualität nicht nur den Leuten in der Fertigung überlassen dürfen. Jeder sollte für seine Arbeit verantwortlich sein, nur musste ich feststellen, dass, sobald du keine Kontrollinstanz mehr hast, das alles in den Keller geht!
So...
nun hol ich mir nen Kaffee..... und spül runter, dass ich hier als Qualitäter mit Anführungszeichen betitelt worden bin.....
Dino
Man gab uns mancherlei auf Erden:
zum Denken gab man uns die Stirn,
man gab uns Herz- und Leibbeschwerden,
doch auch den Himmel und den Zwirn.
(Heinz Erhard)
Hallo Lothar!
Muß wieder aus dem anderen Forum kopieren:
Es gibt so ne und so ne. Wir machen auch Selbstprüfung mit Angelernten. Die können aber alle Deutsch lesen und haben fast alle auch irgendeine abgeschlossene Lehre. Messi hörte sich nicht so an, als wäre sie optimistisch wenn's darum geht, daß ihre Leute z.B. lernen einen Meßschieber korrekt zu bedienen.
Selbstprüfung ist klasse, wenn Du sie als Mittel zur Qualitätssteigerung benützt. Kosten sparst Du nebenher. Zuerst mußt Du allerdings in die Leute investieren.
Wer Selbstprüfung einführt nur um Kosten zu sparen, wird die Qualität an die Wand fahren und am Ende mehr Geld ausgeben als vorher.
(Hier läuft gerade "Major Tom" im Radio in der Fertigung. Irgendwie paßt das...)
Schöne Grüße
Frank
"There's no problem too great for running away from it!" (Charlie Braun)
Hallo Dino
Eigentlich hatte ich nicht vor, weiter in eine Diskussion einzutreten, aber zu ein paar Punkten Deiner Antwort möchte ich doch noch mal was sagen:
Bei der Frage von Messi ach der Werkerselbstprüfung ging es um eine optische Beurteilung von Kunstzstoffteilen. Ich denke, Du unterschätzt die Mitarbeiter, wenn Du ihnen abspricht, dass sie dazu nicht in der Lage sind, wenn sie entsprechend qualifiziert werden. Um nichts anderes ist es hier gegangen. Niemand verlangt einen komplizierten Messvorgang an unsausgebildete Produktionsmitarbeiter zu verlagern.
Selbstverständlich sind die Leute in der Fertigung genauso für die Qualität der Produkte verantwortlich wie die Qualitätsleute. Eine strikte Trennung von Produktion und Qualität war gestern. Ich will doch die Kontrollinstanzen nicht auflösen, aber ich denke das wir durch Verlagerung der Verantwortung auf jeden Mitarbeiter hier viel personelles Einsparpotential haben.
Wenn Du dich durch die Anführungszeichen diskriminiert fühlst, überlese sie einfach :-). Ich wünsche der Kaffee hat Dich beruhigt.
Gruß
Lothar
Hallo
Bitte schlagt Euch nicht die Köpfe ein. Hatte dioch nur ne Frage zur WSP ;-))
Aber das Thema scheint recht reizvoll ;-))
uote]
Hallo Dino
Eigentlich hatte ich nicht vor, weiter in eine Diskussion einzutreten, aber zu ein paar Punkten Deiner Antwort möchte ich doch noch mal was sagen:
Bei der Frage von Messi ach der Werkerselbstprüfung ging es um eine optische Beurteilung von Kunstzstoffteilen. Ich denke, Du unterschätzt die Mitarbeiter, wenn Du ihnen abspricht, dass sie dazu nicht in der Lage sind, wenn sie entsprechend qualifiziert werden. Um nichts anderes ist es hier gegangen. Niemand verlangt einen komplizierten Messvorgang an unsausgebildete Produktionsmitarbeiter zu verlagern.
Selbstverständlich sind die Leute in der Fertigung genauso für die Qualität der Produkte verantwortlich wie die Qualitätsleute. Eine strikte Trennung von Produktion und Qualität war gestern. Ich will doch die Kontrollinstanzen nicht auflösen, aber ich denke das wir durch Verlagerung der Verantwortung auf jeden Mitarbeiter hier viel personelles Einsparpotential haben.
Wenn Du dich durch die Anführungszeichen diskriminiert fühlst, überlese sie einfach :-). Ich wünsche der Kaffee hat Dich beruhigt.
Gruß
Lothar
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Niemand verlangt einen komplizierten Messvorgang an unausgebildete Produktionsmitarbeiter zu verlagern.
Selbstverständlich sind die Leute in der Fertigung genauso für die Qualität der Produkte verantwortlich wie die Qualitätsleute. Eine strikte Trennung von Produktion und Qualität war gestern. Ich will doch die Kontrollinstanzen nicht auflösen,
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Oh, Lothar!
DU verlangst bzw. willst das sicher nicht. Habe ich bei uns aber alles schon erlebt. Und wir sind eigentlich eine Firma mit hohen Qualitätsansprüchen. Zitat ein AL zur Selbstprüfung: "Wir brauchen ja nicht mehr prüfen, wir machen's ja alles gleich richtig." Auf der Basis fängt man dann an...
(Leid)Geprüfte Grüße
Frank
PS: Messi, freut uns ja, daß Du Deinen Spaß an uns hast. Wäre aber auch interessant zu wissen, was Du jetzt für Deine Firma aus der Debatte gezogen hast.
Moin,
ja Messi, das würd mich auch interessieren..... Was macht ihr denn nun....
Und, Frank, genau das ist der Punkt. Das brauchmer net... mir machen alles richtich....
Dino
Oder: Dös hammer scho imma so gmocht....
Man gab uns mancherlei auf Erden:
zum Denken gab man uns die Stirn,
man gab uns Herz- und Leibbeschwerden,
doch auch den Himmel und den Zwirn.
(Heinz Erhard)
Hallo zusammen,
nachdem ich jetzt schon einige Zeit diese interessante Diskussion verfolge, nun auch mein Senf dazu.
Nach meiner Erfahrung ist doch das Hauptziel Kosten einzusparen und das ohne Qualitätsverlust. Welch heres Ziel.
Nachdem ich es als Leiter der Fertigungskontrolle Leid war, mich dauernd für die hohen Prüfkosten zu rechtfertigen, aber immer und ausschließlich für alle Fehler den Sündenbock spielen durfte, habe ich folgende "Universalprüfanweisung" formuliert:
Ab sofort sind nur noch die Teile zu prüfen, die fehlerhaft sind.
Alle anderen Teile sind ohne Prüfung unverzüglich frei zu geben.
Genial, nicht wahr?
Mein Geschäftsführer hatte allerdings eine bessere Idee:
Werkerselbstprüfung!
Einzige flankierende Maßnahme: Schliessung der Fertigungskontrolle und Anweisung an die Werker, keine Fehler mehr durchzulassen.
Muß ich noch erwähnen, dass die Firma nicht mehr lange überlebte?
Mit frustriertem Gruß
Wolfgang
geändert von - Qwolli on 29/11/2006 11:46:17
Hallo Wolfgang.....
klingt für mich wie die Eierlegende Wollmilchsau oder aber wie die neue, vereinfachte Steuererklärung:
Was haben Sie verdient?
Bitte überweisen Sie den Betrag.....
Dino
Man gab uns mancherlei auf Erden:
zum Denken gab man uns die Stirn,
man gab uns Herz- und Leibbeschwerden,
doch auch den Himmel und den Zwirn.
(Heinz Erhard)
Kleines Beispiel gefällig:
Werkerselbstprüfung in der Konstruktionsabteilung!
Die Zeichner und Konstrukteure, alles Fachleute mit teilweise aumfassender Ausbildung, prüfen Ihre selbst erstellten CAD-Zeichnungen auf Fehler!!
Was glaubt Ihr mit welchem Erfolg?
Hallo Dino,
die würde aber dann wenigstens auf `nen Bierdeckel passen........;-)
Gruß
Evereve99
"Seht ihn an den Dichter
Trinkt er, wird er schlichter
Ach, schon fällt ihm gar kein Reim
auf das Reimwort "Reim" mehr eim."
Robert Gernhardt
(In Memoriam)
Hallo Qual.....
ich kenne diese Problematik zur Genüge.
Anderes Beispiel: Wer überprüft eigentlich die Steuerbescheide auf Richtigkeit? Ja... genau....
Muss ich mehr sagen???
Werkerselbstprüfung ist schön und gut, aber nur in bestimmten Grenzen durchführbar.
Und was anderes wollte ich nie sagen....
Dino
Man gab uns mancherlei auf Erden:
zum Denken gab man uns die Stirn,
man gab uns Herz- und Leibbeschwerden,
doch auch den Himmel und den Zwirn.
(Heinz Erhard)
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